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Sport Regional SC DHfK hat Final Four vor Augen – Leipzig vor spektakulären Wochen im März
Sportbuzzer Sport Regional SC DHfK hat Final Four vor Augen – Leipzig vor spektakulären Wochen im März
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16:38 19.10.2017
SC DHfK-Coach André Haber hat seine Mannschaft im Pokal gegen Melsungen zurück in die Erfolgsspur geführt. Quelle: Christian Modla
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Leipzig

Er ist cool, abgezockt und fokussiert. DHfK-Trainer André Haber lässt sich nicht von seinem Weg abbringen, hält unbeirrt seinen Kurs. Vor dem Pokalspiel in Melsungen wurde im Umfeld der Leipziger schon von einer Minikrise gesprochen. Drei Spiele ohne Sieg, dazu die 37 Gegentore in Magdeburg lieferten ausreichend Gesprächsstoff. Mit dem Einzug ins Pokal-Viertelfinale ließ Haber alle Bedenkenträger verstummen. „Ich bin lange genug im Geschäft und kann damit umgehen“, sagt der 31-Jährige. Beeindrucken lasse er sich von solchen Diskussionen nicht. „In Magdeburg war von uns nicht alles schlecht und nach dem Erfolg jetzt ist auch nicht alles gut“, betrachtet Haber die Situation ganz nüchtern.

Haber lässt sich nicht beeindrucken

Der Trainer lässt Misserfolge stets hinter sich und vermittelt das auch seiner Mannschaft. Sie soll Negativerlebnisse in einem Spiel schnell aus den Köpfen bekommen. „Auf das Positive konzentrieren“, nennt Haber das. In Melsungen hat dieser Trick funktioniert. Als die Gastgeber einen 1:4-Rückstand in der ersten Halbzeit in eine 10:8-Führung drehten, ließen sich die Leipziger auch in Gedanken davon nicht unterkriegen. Sie glaubten weiter an sich, machten die erfolgreiche Anfangsphase zum Maßstab und gingen wenige Minuten später mit einer 15:12-Führung in die Halbzeitkabine.

„André hat in Melsungen das Unmögliche möglich gemacht“, freut sich DHfK-Manager Karsten Günther auch noch einen Tag später. Mit einem Sieg sei bei den mit Stars und Nationalspielern gespickten Hessen nicht unbedingt auszugehen gewesen. Und von einer Krise zuvor will er gar nichts wissen. „Berlin und Magdeburg haben jeder einen Sechs-Millionen-Etat und zusammen 22 Nationalspieler. Da kann man auch mal verlieren“, so Günther.

Niederlagen gegen Berlin und Magdeburg abgehakt

Der SC DHfK steht nun ganz dicht davor, die Überraschung aus der vergangenen Saison zu wiederholen und erneut zum Final Four in Hamburg zu fahren. Einen Sieg brauchen die Grün-Weiß noch. Diesen Erfolg kann aber nicht mehr Haber als Cheftrainer einfahren. Gespielt wird nämlich im Viertelfinale erst am 6. oder 7. März 2018. Dann hat bereits Michael Biegler wie geplant die Mannschaft als verantwortlicher Übungsleiter übernommen. Ausgelost wird die Spielrunde am 5. November während des Talks von Stefan Kretzschmar bei Sky live in der Leipziger Arena. Zuvor spielt der SC DHfK in der Bundesliga ausgerechnet gegen die MT Melsungen.

Der Sportstadt Leipzig könnte bei einem Heimspiel der Handballer einer weiterer Höhepunkt in ohnehin schon zwei spektakulären Wochen bevorstehen. Am Wochenende vor der Pokalpartie ist bei den Fußballern von RB die Borussia aus Dortmund zu Gast. Zum Heimspiel danach reisen die Bayern an. Und sollten die Rasenballer dann noch in der Champions League mitmischen, dann könnte bei entsprechender Auslosung auch noch das Rückspiel im Achtelfinale dazukommen.

Kein Wiedersehen mit Kiel

Haber verschwendet an sein Viertelfinale noch keine Gedanken. „Das ist doch noch so lange hin“, sagt er. Auch über einen Wunschgegner will er nicht spekulieren. Ein Heimspiel wäre aber schön, lässt er sich zumindest entlocken. Großkaliber wie Kiel und Flensburg drohen nicht mehr, beide Teams mussten bereits die Segel streichen. Kracher wie die Rhein-Neckar-Löwen, Magdeburg und Berlin sind aber noch möglich. Hinzu kommen Hannover-Burgdorf, Stuttgart, Wetzlar und Göppingen.

Anekdoten vom Final Four in diesem Jahr hat sich Haber mit seinen Spielern auf der Busfahrt zurück nach Leipzig nicht erzählt. Er hatte keine Zeit dafür. „Ich habe mich da schon wieder mit Erlangen beschäftigt“, verrät der Coach. Die Franken sind am Sonntag (Anwurf 12.30 Uhr, Arena) der nächste Gegner in der Bundesliga.

Von Matthias Roth

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