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19:13 03.06.2018
Leipzigs Alen Milosevic setzt sich mit unbändigem Willen gegen Alexander Petersson von den Rhein-Neckar Löwen durch. Quelle: dpa
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Mannheim/Leipzig

 Die DHfK-Handballer haben sich im letzten – für die Leipzig in der Tabelle bedeutungslosen – Saisonspiel bei den Rhein-Neckar-Löwen teuer verkauft, stark gespielt und das Match beim großen Favoriten bis in die Schlussphase offen gehalten. Am Ende reichte es nicht für eine Überraschung. Die Löwen gewannen 28:25 (13:12) und waren am Ende doch traurig. Denn die zarten Hoffungen der Mannheimer, mit dem Sieg doch noch den deutschen Meistertitel zu holen, erfüllten sich nicht. Denn parallel gab sich Tabellenführer SG Flensburg-Handewitt keine Blöße. In einem extrem spannenden Match siegten die Norddeutschen mit Mühe 22:21 (12:12) gegen Frisch Auf Göppingen und jubelten über den zweiten Meistertitel nach 2004 ihrer Geschichte. In der Abschlusstabelle verwies Flensburg nach 34 Spieltagen Pokalsieger Rhein-Neckar Löwen mit einem Punkt Vorsprung auf Platz zwei. Der SC DHfK beendet die Saison auf Tabellenrang acht.

Leipzig auf Augenhöhe

Für die Leipziger ging es im letzten Saisonspiel um die berühme „goldene Ananas“. Auch ein Sieg hätte am achten Rang nichts geändert, schon in der Vorwoche hatten die Sachsen ihr Saisonziel mit 37 Punkte erreicht. Fast kamen am Sonntag in der SAP-Arena noch welche dazu. Denn die Gäste verkauften sich teuer, war den Gastgebern lange ein ebenbürtiger Gegner und lagen in der 38. Minute noch mit 18:17 in Führung. Die Vorentscheidung im Spiel fiel rund zehn Minuten vor Schluss, als die Löwen mit 23:20 davonzogen. Wenn sich die DHfK-Männer etwas vorwerfen lassen müssen, dann einige Sünden in der Chancenverwertung. Beste Leipziger Werfer waren vor 13 200 Zuschauern der gestern starke Franz Semper (8 Tore) sowie Niclas Pieczkowski (6). „Unsere Mannschaft ist sehr lernfähig. Wir hatten uns auf die Fahnen geschrieben, dass uns so ein Auftritt wie in der ersten Halbzeit in Hannover nicht nochmal passiert. Eine Mannschaft wie die Rhein Neckar Löwen – das ist eine andere Welt, da sind wir einfach noch nicht“, analysierte DHfK-Coach Michael Biegler, der sein Team lobte: „Heute hat wirklich nicht viel gefehlt und das Spiel wurde nur durch einige Kleinigkeiten entschieden. Wenn wir ehrlich sind, scheitern wir heute auch an die Wurfqualität, auch wenn einige richtig gute Würfe dabei waren.“

Große Sause in Flensburg

Rund 730 Kilometer weiter nördlich von Mannheim war nach der Schlusssirene in der Flens-Arena kein Halten mehr. Die Flensburger Spieler sprangen und tanzten herum, brüllten und weinten vor Freude und Erleichterung. Vergessen war, dass sie sich trotz der Anfeuerung der 6300 Zuschauern in und der unzähligen Fans beim Public Hearing vor der Halle bis in die Schlussphase gegen die nur mit sieben Feldspielern und zwei Torhütern angereisten Göppinger bis in die Schlussphase schwer getan hatten. Erst beim 22:20 zwei Minuten vor dem Ende standen endgültig die Zeichen auf eine große Flensburger Meisterschaftsause.

Alle Ehrungen für die Löwen

Ein klitzekleiner Trost für die Rhein-Neckar-Löwen dürfte die Ehrungswelle nach Spielschluss gewesen sein. Denn alle drei Titel der Handball-Bundesliga HBL – Spieler der Saison (Andy Schmid), Torhüter der Saison (Mikael Appelgren) und Trainer der Saison (Nikolaj Jacobsen) gingen nach Mannheim. Und Leipzig kann stolz sein, sich in einem guten dritten Bundesligajahr in der erweiterten Spitzengruppe der stärksten Liga der Welt etabliert zu haben.

Von LVZ, ukö

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