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Sport Regional Spannendes Finale der Gespann-Masters am Cottaweg beim MC Post
Sportbuzzer Sport Regional Spannendes Finale der Gespann-Masters am Cottaweg beim MC Post
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19:00 01.10.2017
Akrobatik auf drei Rädern: Beim Gespann-Masters-Finale im Motodrom am Cottaweg geht im wahrsten Sinne des Wortes die Post ab. Quelle: Christian Modla
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Leipzig

Es ist tatsächlich ein Platz an der Sonne und dazu einer mit bester Aussicht. Augustin Hundsrucker und Helmut Weyrauch sitzen am Sonnabend entspannt in ihren Campingstühlen, trinken Kaffee und werten mit ihren liebenswerten Hälften die bisherigen Live-Bilder aus. Den großen Gespann-Fans aus Bayern/Erzgebirge und Hessen liegt das in herbstliche Farben getauchte Motodrom am Cottaweg zu Füßen, besser die „super schöne Bahn“, wie „Gustl“ Hundsrucker (68) bemerkt. Er hat ebenso wie sein Sitznachbar selbst aktiv Vollgas gegeben, jetzt lassen es die Herren im Publikum ruhiger angehen.

Knapp 700 Zuschauer sind zum Finale der Gespann-Masters gekommen, doppelt so viele wie zur Premiere im Vorjahr. Sie sehen laut Definition der Altmeister „drei Räder, zwei Leute, das „blinde“ Zusammenspiel von Fahrer und Beifahrer, Akrobatik, Körpergefühl und Koordination auf hohem Level. Der allseits bekannte Spruch „Ich bremse auch für...“ ist hier fehl am Platz, denn diese im Schnitt bis 80 km/h schnellen Maschinen haben gar keine Bremsen. Der besondere Kick in einer abgefahrenen Familienbande gefällt Mann und Frau gleichermaßen.

Neue Verwandtschaft – auch beim Gastgeber MC Post – ist willkommen. Manchmal spielt auch der Zufall eine entscheidende Rolle, so wie bei Dana Frohbös. Die 27-Jährige besuchte für eine Radioreportage den MSC Nordhastedt und interviewte Gespann-Ass und Fernfahrer Oliver Möller (39). „Schwupps saß ich drin beziehungsweise auf dem Blech und fand’s toll“, erinnert sich die frischgebackenen Volontärin bei der Ostsee-Zeitung an ihren Einstieg ins rasante Hobby.

In Leipzig wollen Möller/Frohbös aufs Treppchen und holen sich den Tagessieg vor Udo Poppe/Martin Weick. Genau andersherum sieht es in der Masters-Gesamtwertung aus. Da setzt sich das Duo vom MSC Melsungen an die Spitze und sichert sich den von Sponsor Elbe Decken ausgelobten Pokal, auch wieder um einige Erfahrungen reicher. „Wir sind reine Amateure. Wer einmal dabei ist, kann nicht davon lassen“, sagt Udo Poppe (57), der erst an der Seite seines Vaters fährt, ehe er den Lenker übernimmt.

Viel Eigeninitiative (hier schraubt der Chef selbst) und noch mehr Eigenmittel stecken im kultigen Freizeitspaß. Gesehen im Fahrerlager auf dem Rennanzug eines jungen Mannes die Aufnäher „Oma, Opa“. Dabei rennt der Nachwuchs den hiesigen Speedway-Spezialisten nicht unbedingt die Türen ein. Aber die Postler als Ortsclub im ADAC Sachsen halten sie weit offen. Mit Vereinen aus ganz Deutschland bestehen Verbindungen, auch enge Kooperationen wie zum Bundesligisten AC Landshut.

Ein Bub aus der Bayern-Schmiede startet am Sonnabend für den MC Post im Wettbewerb der U21. Mario Niedermeier (16), der öfter nach Leipzig zu Trainingszwecken kommt, wird Zweiter. „Ein hoffnungsvolles Talent“, weiß Organisator Peter Kirchner. Der 1. MC-Post-Vorsitzende samt Team haben das Spektakel im tradtionsreichen Oval vorbereitet. Mit Rennleiter Fred Opitz und Starter Dietmar Tripke haben zwei lokale Helden der 90er und 80er Jahre den Hut auf. An alles ist gedacht, auch an die charmanten Pausen-Ladies mit ihren bunten Sonnenschirmen vom Grünauer Garnevals Glub.

„Wir geben uns immer Mühe, als ob das hier eine große Rennstrecke wäre“, erklärt Kirchner, der im Motodrom als „absolutes Highlight“ gern einmal die Speedway-Größen begrüßen würde. Noch ist das Zukunftsmusik. Naheliegend sind folgende Termine: 7. Oktober, 7. Seitenwagentreffen, 14. Oktober, Internationales Speedway-Herbsttreffen, 4. November Freetrial.

Von Kerstin Förster

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