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Sport Regional Start wieder verschlafen: SC DHfK Leipzig verliert in Gummersbach
Sportbuzzer Sport Regional Start wieder verschlafen: SC DHfK Leipzig verliert in Gummersbach
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16:53 18.03.2018
Leipzigs Max Janke im Spiel gegen Gummersbach. Quelle: Rainer Justen
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Gummersbach/Leipzig

Der SC DHfK Leipzig hat in der Handball-Bundesliga eine bittere Pleite eingesteckt. Beim VfL Gummersbach verlor die Mannschaft von Trainer Michael Biegler mit 24:29 (8:15) vor 3750 Zuschauern.

Das alte Problem ist geblieben. Der SC DHfK Leipzig kommt zu spät in die Spiele. Die Grün-Weißen brauchen eine zu lange Anlaufphase und müssen sich mit einem Kraftakt zurückkämpfen. Gegen den TBV Lemgo klappte das in der vergangenen Woche noch mit einem deutlichen Sieg am Ende. Doch schon da warnte Nationalspieler Philipp Weber: „Es kommen auch wieder Gegner, wo wir das nicht mehr aufholen.“

Und genau so ein Kontrahent war der VfL Gummersbach am Sonntag. Die Bergischen lieferten in der Rückrunde schon gegen die Topteams aus Magdeburg und Berlin einige enge Spiele ab. Am Ende scheiterte der VfL aber noch in der Schlussphase, auch wegen des engen Kaders.

Gummersbach ging schnell mit 3:0 in Führung und erhöhte kontinuierlich. In der 19. Minute führten die Gastgeber beim 11:4 erstmals mit sieben Toren Vorsprung. DHfK-Coach Biegler war an der Seitenlinie stinksauer und sagte das seinen Spielern auch in der Auszeit. „Das ist nicht unser Plan gewesen, wir gucken nur zu“, schimpfte der Trainer.

Die Leipziger Abwehr bekam nur selten Zugriff und auf der anderen Seite machte die VfL-Verteidigung dicht. Ihr Plan: Rückraumwürfe nur aus Bedrängnis zulassen und wenn möglich nur die Außenspieler werfen lassen. Im Tor stand nämlich mit Carsten Lichtlein ein 2,02 Meter großer Riese, der viel Fläche ausfüllt und wenig gestattet. Das Konzept ging auf: Lichtlein verbuchte zur Pause eine Quote von 50 Prozent. Damit lag das Plus bei den Torhütern deutlich bei Gummersbach.

Wie umkämpft das Spiel war, zeigte auch diese Szene: Marvin Sommer klammerte Andreas Rojewski, um einen Konter zu verhindern. Der Leipziger schubste seinen ehemaligen Mannschaftskollegen weg, der dann auch noch spektakulär abhob. Die Schiedsrichter machten keine Mätzchen mit und schickten beide Spieler zu einer zweiminütigen Denkpause.

Sommer verwandelte dann noch in der letzten Spielsekunde der ersten Hälfte einen Siebenmeter zum 15:8-Pausenstand.

Zweite Hälfte, gleiches Bild: Gummersbach traf weiter zuverlässig und erhöhte sogar auf 18:10. In der 43. Minute startete der SC DHfK dann seine Aufholjagd und verkürzte mit eine 5:0-Lauf auf 19:21 in der 48. Minute. In dieser Phase bekam auch Lichtlein keinen Zugriff mehr und machte für Matthias Puhle Platz.

Auf der anderen Seite steigerte sich Jens Vortmann. Jetzt war sie da, die Körpersprache eines Siegerteams: Kopf hoch, Brust raus. Doch Gummersbach ließ sich nicht einschüchtern und verschaffte sich mit dem 25:21 in der 52. Minute noch einmal Luft. Und diesen Vorsprung ließen sich die Gastgeber nicht mehr nehmen und gewannen am Ende verdient.

Von Matthias Roth

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