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Sport Regional Stimmung wie zu Hause? - HCL trägt Heimspiel gegen Larvik in Dessau aus
Sportbuzzer Sport Regional Stimmung wie zu Hause? - HCL trägt Heimspiel gegen Larvik in Dessau aus
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09:53 03.02.2010
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Es wird nicht gemeckert, nicht gejammert, nicht geklagt. Es wird gespielt, fertig! Auf diesen Nenner haben sich die HCL-Handballerinnen gemeinsam mit Trainer und Manager für die nach Dessau verlegte Partie der Champions League eingeschworen. Die heimische Arena steht wegen der in diesen Wochen ausgefahrenen Leichtathletik-Rundbahn nicht zur Verfügung.

"Es ist so, wie es ist", sagte gestern Katja Schülke auf der Pressekonferenz in Dessau. "Und eben nicht mehr zu ändern." Der Umzug am Sonntag zum ersten Spiel der Gruppenphase des Viertelfinales gegen Larvik HK ist längst beschlossene Sache und die Vorbereitungen laufen auf Hochtouren. Ralph Hirsch versprach für die Stadt Dessau-Roßlau, ein guter Gastgeber zu sein.

Der Sportdirektor aus dem Amt für Kultur, Tourismus und Sport hat Leipziger Wurzeln, spielte einst in der Messestadt für Vorwärts Fußball - und weiß natürlich, dass Dessau nicht gerade als Hochburg des Frauenhandballs gilt. "Aber Champions League ist etwas ganz Besonderes." Er hofft auf etwa 2000 Zuschauer, wobei fast 1500 aus Leipzig erwartet werden.

3200 würden in der Anhalt-Arena Platz finden. "Die Konstruktion der Halle ist so, dass 2000 Zuschauer schon fast gefühlte 5000 sind", preist Dessaus Sportchef seine Halle, die Heimspiel-Atmosphäre vermitteln soll und in der morgen der Boden verlegt wird. "Wir bringen alles mit. Bis hin zur Auswechselbank", erklärte Rainer Lutze. Er fungiert wie gewohnt während der HCL-Partie als Sprecher.

Auf der Bank wird Trainer Heine Jensen sitzen - oder vielmehr vor ihr stehen. Bevor er seine Mannschaft auf das Champions-League-Spiel einstellt, wartet heute in Sindelfingen der Bundesliga-Alltag (Anwurf 19.30 Uhr). Lisa Viren kann womöglich wegen einer Oberschenkel-Zerrung nicht eingesetzt werden. Jensen will kein Risiko eingehen.

"Gegen Larvik müssen wir alle an Bord haben." Seine Lebensgefährtin und sein Rechtsaußen Mette Ommundsen freut sich auf den Sonntag sowie das Spiel gegen ihre norwegischen Landsleute und wird alte Freundinnen treffen. "Das ist eine starke Mannschaft, die sehr viel läuft und kämpft."

Die vierköpfige HCL-Delegation nahm gestern schon mal die Anhalt-Arena in Augenschein, in der am Freitag das erste und einzige Mal trainiert wird. Kay-Sven Hähner war nicht mit vor Ort. Der Manager führte zur gleichen Zeit im Leipziger Rathaus Gespräche über den geplanten Bau der Spielhalle auf der Alten Messe.

Bis Mitte März rechnet er mit einer Entscheidung, ob der Sportpalast (Hähner: "Das ist ein Arbeitstitel.") in der jetzigen Halle 15 gebaut wird. Auch ein vollständiger Neubau an dieser Stelle gilt als Alternative und ist abhängig von den erhofften Fördergeldern vom Land Sachsen. "Der Zug rollt", sagte Hähner nach seinen Gesprächen im Rathaus, "wenn auch noch nicht im ICE-Tempo." Am Sonntag rollen zunächst acht Busse mit HCL-Fans nach Dessau.

Winfried Wächter

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