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Sport Regional Trauer um Leipziger Fußballer nach Snowboard-Unglück in Tirol
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16:01 25.02.2018
Der Leipziger René Findeklee (rechts), hier 2011 im Trikot von TuS Leutzsch, kam bei einem tragischen Snowboard-Unfall in Tirol ums Leben.  Quelle: Christian Modla
Leipzig

 Für seine Mitspieler ist es unvorstellbar, „dass sein Platz in der Kabine für immer leer bleiben wird“. Tiefe Trauer herrscht derzeit bei FC Blau-Weiß Leipzig. Bei dem Mitte Januar in den Tiroler Alpen tödlich verunglückten Snowboarder handelt es sich um René Findeklee, einen ihrer Mannschaftskollegen. Der 39-Jährige war bis zuletzt bei den Alten Herren des Vereins aktiv und hinterlässt seine Lebensgefährtin sowie eine fünf Jahre alte Tochter. Der Verein hat deshalb ein Spendenkonto für die Familie eingerichtet.

„Finde war ein echter Freund“

„Die Mannschaft ist immer noch fassungslos“, sagte Markus Schunack, Vereinsvorsitzender bei Blau-Weiß in Leipzig-Kleinzschocher, am Freitag gegenüber LVZ.de. Erst einige Tage nach dem Unglück am 21. Januar in Kaltenbach (Hochzillertal) hatte der Verein erfahren, dass es einer ihrer Fußballer war, der im Winterurlaub unter tragischen Umständen ums Leben kam.

Findeklee war auf einer Strecke abseits der Piste alleine unterwegs, als er rücklings stürzte und kopfüber im Tiefschnee versank, wie die österreichische Polizei mitteilte. Nur weil er kurz vor dem Unfall ein Foto via WhatsApp an seine Lebensgefährtin schickte, konnten die Bergretter den Unglücksort unterhalb einer Lifttrasse lokalisieren. Für den Familienvater, der erst weniger Tage zuvor seinen 39. Geburtstag gefeiert hatte, kam jede Hilfe zu spät. Er konnte sich nicht mehr aus dem Schnee befreien.

Nächtliche Suchaktion in Kaltenbach... Am Abend wurde nach einer Person im Schigebiet - abseits der Piste bei...

Gepostet von Bergrettung Kaltenbach am Sonntag, 21. Januar 2018

Die Beisetzung von Findeklee soll in einer Woche in kleinstem Kreis in seiner thüringischen Heimat stattfinden, wie Schunack berichtet. Um die Hinterbliebenen finanziell zu unterstützen, sammelt der FC Blau-Weiß Geld. Ein mittlerer dreistelliger Betrag sei seit Dienstag bereits auf dem Konto eingegangen, berichtete der Vorstandssprecher.

Der 39-Jährige hinterlasse eine große Lücke. Seit drei Jahren war Findeklee für die Ü35-Mannschaft aktiv. „Finde, wie wir ihn alle nur nannten, war für viele von uns nicht nur ein guter und beliebter Teamkollege und stets positiver, weltoffener, toleranter, humorvoller, verlässlicher und verantwortungsvoller Wegbegleiter, sondern ein echter Freund“, schreibt der Blau-Weiß-Vorstand in seinem Nachruf.

René Findeklee auf dem Fußballplatz: Der FC Blau-Weiß Leipzig trauert um seinen Spieler und sammelt Spenden. Quelle: FC Blau-Weiß Leipzig

 

Trauer auch bei Motor Altenburg

Auch bei Motor Altenburg, seinem langjährigen Heimatverein, herrscht große Betroffenheit. „Wir sind geschockt und in tiefer Trauer“, schreibt der Klub auf seiner Homepage. Findeklee kam 1997 aus dem Motor-Nachwuchs in den Männerbereich und spielte dort bis 2002. anschließend war er auch bei TuS Leutzsch in Leipzig aktiv. „Mit Motor Altenburg bleibt seine gesamte Familie immer eng verbunden. So spielten auch schon Vater Andreas und Bruder Mario viele Jahre für unseren Verein“, berichtete der Vorstand des Traditionsvereins aus Ostthüringen. In einer Spendenbox wird bei den Heimspielen in Altenburg nun ebenfalls Geld für die Familie gesammelt. Bei einem Freundschaftsspiel am Samstag will das Landesklasse-Team zudem in Trauerflor auflaufen.

Spendenkonto für René Findeklee:

Kontoinhaber: FC Blau-Weiß Leipzig e.V.
IBAN: DE49 8605 5592 1090 1870 80
BIC: WELADE8LXXX

Von Robert Nößler

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