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Sport Regional Trotz Anreiseverbot: Dynamo-Fans geraten mit Frankfurter Anhängern aneinander
Sportbuzzer Sport Regional Trotz Anreiseverbot: Dynamo-Fans geraten mit Frankfurter Anhängern aneinander
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18:28 16.03.2012
Fans von Dynamo Dresden. (Archivfoto) Quelle: dpa
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Frankfurt/Main

Die Sicherheitskräfte mussten Schlagstöcke einsetzen, um die verfeindeten Gruppen zu trennen. Drei Beamte wurden verletzt, 14 Frankfurter Hooligans festgenommen.

Bei den Jagdszenen außerhalb des Stadions warfen vermummte Frankfurter Chaoten Flaschen und Feuerwerkskörper. Zudem wurden Scheiben eines Polizeiautos eingeschlagen und später eine S-Bahn, in der Dynamo-Fans saßen, mit Steinen beworfen.

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Frankfurt/Main. Im Anschluss an das Spiel der 2. Fußball-Bundesliga zwischen Eintracht Frankfurt und Dynamo Dresden (3:0) ist es am Freitagabend zu Ausschreitungen gekommen. Wie ein Polizeisprecher am Samstag mitteilte, wurden rund 400 Dynamo-Fans von mehreren hundert sogenannten Frankfurter Problemfans auf dem Rückweg vom Stadion attackiert.

Die Dresdener Anhänger waren trotz der vom Deutschen Fußball-Bund (DFB) verhängten Aussperrung nach Frankfurt gereist und hatten sich Zutritt zum Stadion verschafft. „Damit hatte ich nicht gerechnet. Wir haben alles versucht und die Kartenvorverkäufe rechtzeitig gestoppt. Letztlich kann ich es mir nicht erklären, wie es dazu kommen konnte“, sagte Eintracht-Vorstandschef Heribert Bruchhagen.

Dynamo war wegen der schweren Ausschreitungen im Pokalspiel in Dortmund unter anderem zu einem Geisterspiel gegen Ingolstadt und dem Fan-Ausschluss für das Frankfurt-Gastspiel verurteilt worden. Dennoch waren mehrere hundert Dynamo-Anhänger nach Hessen gefahren, um das Spiel ihrer Mannschaft zu sehen. Viele hatten sich dazu mit Frankfurter Fan-Utensilien verkleidet, sagte ein Polizeisprecher am Samstag.

Provoziert wurde der Gewaltausbruch nach der Partie jedoch von den Eintracht-Fans, die bereits wegen mehrfacher Verfehlungen vom DFB für das nächste Auswärtsspiel am 26. März bei Union Berlin ausgesperrt worden sind. Erst zwei Tage vor dem Spiel gegen Dresden hatte der in dieser Saison bereits mit Geldstrafen von insgesamt 57.000 Euro belegte Verein einen neuen Lösungsansatz präsentiert, um das demolierte Image aufzupolieren.

„Wir wollen versuchen, unsere Fans mit in die Verantwortung zu nehmen. Daher planen wir, 50 000 Euro an die Deutsche Knochenmarkspenderdatei DKMS zu stiften und von diesem Betrag bis zum Saisonende jedes vom DFB ausgesprochene Bußgeld abzuziehen“, hatte Vorstandsmitglied Klaus Lötzbeier angekündigt. Genutzt hat der Appell offensichtlich nichts.

Eric Dobias, dpa

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