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Uni-Riese André Spalke beendet Karriere im Basketball - und wechselt ins Büro

Uni-Riese André Spalke beendet Karriere im Basketball - und wechselt ins Büro

Ich wollt' noch Danke sagen... Er liegt zwar zum Glück nicht im Krankenwagen - trotz seiner in den Playoffs zugezogenen Verletzung. Aber das große Dankeschön hatte sich André Spalke schon seit Wochen vorgenommen.

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Die Dynamik von André Spalke (rechts) prägte in den vergangenen Jahren das Spiel der Uni-Riesen.

Quelle: Christian Nitsche

Leipzig. Am Sonntagabend war es soweit.

"Ich hatte etwas Luft und wollte es nicht länger vor mir herschieben", sagt der Uni-Riese. Seine Worte an alle Wegbegleiter und Fans verband der Basketballer via Facebook gleich mit der offiziellen Bekanntgabe seines Rücktrittes. "Ich werde in wenigen Wochen 32 und denke, dass ich nicht auf Biegen und Brechen noch zwei, drei Jahre spielen sollte." Nach 25 Jahren Leistungssport sei der richtige Moment für den Abschied gekommen.

Dies ist nicht überraschend, zumal sich der Flügelspieler des Leipziger Pro-B-Zweitligisten im März zum wiederholten Mal verletzte. Sein in den Playoffs erlittener doppelter Mittelhandbruch verhieß für die Zukunft nichts Gutes. "Die Verletzung ist tatsächlich langwierig. Aber wichtig ist, dass sie mich im Alltag schon jetzt nicht mehr behindert", erklärt der Blondschopf. Hauptgrund für den Rücktritt sei aber sein bevorstehender beruflicher Einstieg.

Denn André Spalke hat sein Betriebswirtschafts-Studium an einer privaten Fachschule beendet. Er bewirbt sich momentan, möchte im Marketing oder Personalmanagement arbeiten. Unter diesen Umständen weiter an Leistungssport zu denken, hieße, die Familie erneut zu vernachlässigen. "Ich genieße es momentan, abends mit meinen Söhnen zu spielen statt zum Training zu gehen." Der vierjährige Jakob hat viel Spaß mit dem Fußball, der einjährige Pepe rollert ebenfalls bereits den Ball vor sich her.

André Spalke hebt die Spielzeiten 2009/2010 (in Herten) und 2013/2014 (beim USC) als besonders emotional und schön hervor. "Da hatten wir jeweils wenige Spieler und eine kleine Rotation. Das schweißt enorm zusammen." Die Spielanteile für alle waren hoch - so blieb wenig Raum für Missgunst. Der gebürtige Leipziger ist sich sicher: "Wenn ich mich in Wedel nicht verletzt hätte, wären wir in den Playoffs noch weiter gekommen." Dass sein Team zuletzt selten über 500 Zuschauer hatte, bedauert er: "An unserer Leistung lag es nicht. Vielleicht eher an der sportlichen Konkurrenz in Leipzig, sicher wurde auch noch zu wenig geworben." André Spalke sieht aber Potenzial für Basketball in Leipzig: "Wir sind eine junge, dynamische Stadt mit großer Uni und Sportfakultät. Die Uni-Riesen stellen sich jung und dynamisch auf. Das müsste passen." Auf dem Parkett steht nun aber eine Identifikationsfigur weniger.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 03.06.2014

Frank Schober

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