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Uwe Rösler: "DDR-Nachwuchsförderung hat mich am meisten geprägt"

Uwe Rösler: "DDR-Nachwuchsförderung hat mich am meisten geprägt"

In Stavanger lebt er, in Manchester wird er verehrt, an Leipzig hängt sein Herz: Vor 15 Jahren hat Uwe Rösler Deutschland verlassen, um seine Karriere fern der Heimat voranzutreiben.

Stavanger/Leipzig. „Diese Zeit ist enorm lehrreich, wenn man im Ausland leben darf. Man lernt eine neue Kultur, eine andere Mentalität kennen“, sagt der 41-jährige Sachse, der bis Mitte November den norwegischen Fußball-Erstligisten Viking Stavanger betreute. Nun will der ehemalige Stürmer von Dynamo Dresden und dem 1. FC Nürnberg seine „Batterien aufladen und sich gleichzeitig weiterbilden“.   

Zuletzt hospitierte Rösler, der Stavanger drei Jahre lang trainiert und in seiner ersten Saison in den UEFA-Pokal geführt hatte, beim Bundesligisten 1899 Hoffenheim. „Ich war sehr beeindruckt“, beschreibt der Altenburger seine Treffen mit Coach Ralf Rangnick und Sportdirektor Bernhard Peters. Eine seiner nächsten Hospitanzen soll Rösler, der als Spieler auch für den norwegischen Club Lilleström SK aktiv war, in seine zweite Heimat England führen.   

„Wenn man wissbegierig ist, kann man von jedem Trainer etwas lernen“, meint der Vater zweier Söhne, der als Profi des 1. FC Kaiserslautern auch die Trainingsmethoden von Otto Rehhagel kennenlernte. „Am meisten geprägt hat mich aber die Nachwuchsförderung in der ehemaligen DDR“, sagt Rösler, der noch heute Mitglied bei seinem Jugend-Verein FC Sachsen Leipzig ist. So hofft der ehemalige DDR-Nationalspieler von Herzen, dass der Leipziger Fußball eines Tages wieder eine wichtigere Rolle spielt als derzeit.  

 Obwohl Rösler biografisch in Ostdeutschland verankert ist, hat er die größte Wertschätzung in England erfahren. „Ich habe mich dort nie als Ausländer gefühlt. Man hat mich als einen der ihren gesehen“, erinnert er sich. Vor allem seine vier Jahre bei Manchester City, für das er in 167 Partien 64 Tore schoss, sind haftengeblieben: Anfang dieses Monats wurde er als zweiter Deutscher nach dem legendären Torwart Bert Trautmann in die Ruhmeshalle der „Citizens“ aufgenommen.   

Ein Einschnitt ganz anderer Art war dagegen die Krebserkrankung, die 2003 bei ihm diagnostiziert wurde. Gewichtsverlust und Haarausfall waren die sichtbaren Folgen der Chemotherapie. „Man muss positiv und offen mit der Krankheit umgehen“, bilanziert Rösler, der als geheilt gilt.    Die Feiertage verbringt er mit seiner norwegischen Frau und den Kindern in der Sonne Mallorcas. Wohin es ihn 2010 beruflich verschlägt, ist ungewiss. Den Fokus legt Rösler auf Deutschland und England, obwohl er nach sieben Jahren als Spieler und Trainer die entspannte Haltung in Norwegens Alltag zu schätzen weiß. „Meine Heimat liegt aber immer dort, wo meine Familie ist“, sagt er.

Martin Moravec, dpa

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