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Sport Regional Vierte Niederlage für SC DHfK in Folge - Jetzt kommt der März der Wahrheit
Sportbuzzer Sport Regional Vierte Niederlage für SC DHfK in Folge - Jetzt kommt der März der Wahrheit
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14:48 23.02.2018
Stark gekämpft aber trotzdem verloren: Lukas Binder und seine DHfK-Kollegen mussten bei den Füchsen eine Niederlage einstecken. Quelle: Rainer Justen
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Berlin

Der SC DHfK Leipzig läuft seiner Erfolgskurve aus der Hinrunde weiter hinterher. Die Sachsen ließen am Donnerstag mit einer 20:24 (12:12)-Niederlage auch bei den Füchsen Berlin beide Punkte zurück. Mit der Pleite in Erlangen vor der EM-Pause sind die Grün-Weißen nun seit vier Spielen ohne Sieg.

DHfK-Abwehrchef und Nationalspieler Bastian Roscheck sagte nach der Partie: „Wir liefern über 60 Minuten einen fantastischen Kampf. In der Deckung stehen wir gut. Aber mit 20 Toren gewinnst du nicht in Berlin.“ Füchse-Keeper Silvio Heinevetter meinte: „Wenn wir in der ersten Halbzeit ein paar Abpraller mehr bekommen, wird es ein perfektes Spiel. Im Angriff fehlt uns noch die Sicherheit, unsere Abwehr stand aber top.“

Es war ein typisches Winterspiel für den SC DHfK Leipzig in Berlin. Die Mannschaft von Trainer Michael Biegler ging mit kaltem Motor in die Begegnung und brauchte zehn Minuten, um richtig auf Touren zu kommen. Gerade ein Treffer gelang den Gästen in dieser Anfangsphase. Die grün-weißen Schlachtenbummler fühlten sich an die Partie am vergangenen Sonnabend erinnert, als die Leipziger gegen den SC Magdeburg ebenfalls mit angezogener Handbremse begannen. Biegler blieb an seiner Seitenlinie aber ganz ruhig. Der Coach wusste, der Turbo zündet noch. Aivis Jurdzs traf dann in der 21. Minute erstmals zum 7:7-Ausgleich und Lukas Binder eine Minute vor der Halbzeit sogar zur 12:11-Führung für den SC DHfK. Leipzig rollte nun mit der nötigen Drehzahl. Berlin schaffte bis zur Pause nur noch den Ausgleich.

Füchse-Coach Velimir Petcovic hatte sich einen entspannten Abend gewünscht. Daraus wurde nichts, auch weil mit Paul Drux und Fabian Wiede zwei Stammkräfte fehlten. Auf Leipziger Seite mussten erneut drei Stützen ersetzt werden.

Im Rückraum agierte bei den Gastgebern Außenspieler Mattias Zachrisson und bereitete den Leipzigern deutliche Probleme. Wie bei der EM mit Schweden führte er da klug Regie oder traf selbst. Das war es dann aber auch schon. „Gegen Zachrisson müsst ihr kompakt stehen, den Rest habt ihr im Griff. Hinten fällt ihnen nicht viel ein“, sagte Biegler in seiner Auszeitansprache.

Die zweite Hälfte begann allerdings als Spiegelbild der ersten Halbzeit. Berlin agierte wacher und traf vor allem ins Tor. Die Füchse legten auf 16:13 vor und schaukelten den Vorsprung am Ende über die Zeit. Mit Silvio Heinevetter hatten sie vor allem im Tor den entscheidenden Pluspunkt. Mehr als die Chance zum Anschlusstreffer beim 19:21 in der 55. Minute blieb den Leipzigern nicht mehr. Für den SC DHfK war in diesem Spiel mehr drin. So fahren die Leipziger aber mit der dritten Bundesliga-Niederlage aus Berlin nach Hause. Jetzt folgt der März der Wahrheit mit insgesamt vier Spielen gegen schlechter platzierte Teams, davon drei zu Hause.

Michael Biegler: „Meine Mannschaft hat daran glaubt, den Füchsen einen großen Fight liefern zu können. Wir haben heute bewiesen, dass wir dazu in der Lage sind und richtig leidenschaftlich gekämpft. Bis auf den Start war es heute eine gute erste Halbzeit. Die Deckungs- und Torhüterleistung war zufriedenstellend. Was uns gefehlt hat, war der Start in die zweite Halbzeit. Ich denke es tut ganz gut, wenn man nicht ständig hinterherlaufen muss. Die Chancen waren da, aber um nochmal heranzukommen, haben wir nicht genug Qualitäten beim Wurf angeboten. Daher gratuliere ich den Füchsen zum verdienten Sieg. Die 60 Minuten betrachtet, bin ich aber mit der eigenen gezeigten Leistung nicht gänzlich unzufrieden.“
Velimir Petkovic (Trainer Füchse Berlin): „Wir haben ein kampfbetontes Spiel erwartet, und genau das war es auch. Uns ist heute ein richtig guter Start gelungen und unsere gute Deckung war die Grundlage für den Sieg. Wenn beim Gegner drei Spieler ausfallen, und nicht irgendwelche, sondern drei Leistungsträger, dann geht es nicht darum ein gutes Spiel zu machen, sondern zu kämpfen und ein Tor mehr zu schießen. Ich bin begeistert, wie meine Jungs das gemacht haben und sehr zufrieden mit der kämpferischen Leistung.“

Füchse Berlin: Heinevetter, Stochl - Elisson 2, Milde, Vukovic, Struck, Mandalinic 1, Gojun, Lindberg 7/1, Zachrisson 6, Fäth 2, Schmidt 1, Kopljar 4, Koch 1.

SC DHfK: Vortmann, Putera - Remke, Jurdzs 2, Krzikalla, Binder 3, Jahnke 2, Kunkel 2, Roscheck 1, Weber 5/4, Rivesjö, Strosack 2, Meschke, Milosevic 2.

Zuschauer: 8218. Siebenmeter: 1/1:5/4 . Zeitstrafen: 4:2 Minuten

Matthias Roth

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