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Sport Regional WM-Ticket verpasst: Handballer verlieren Nervenschlacht gegen Polen
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17:36 14.06.2014
Polens Michal Jurecki (r) springt höher als der Deutsche Tim Kneule. Quelle: dpa
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Magdeburg

Nach dem 28:29 (14:10) am Samstag in Magdeburg ist auch die Zukunft von Bundestrainer Martin Heuberger offen.

Beste Werfer beim Gastgeber waren Holger Glandorf und Uwe Gensheimer mit je sieben Treffern. Bei den Polen traf Karol Bielecki (7) am besten. Die Deutschen gingen in Bestbesetzung in die Partie, nachdem Torhüter Silvio Heinevetter nach muskulären Problemen 24 Stunden vorher Entwarnung gegeben hatte. Doch die Polen, die im Vergleich zum Hinspiel Torhüter Piotr Wyszomirski und Piotr Maslowski für Mariusz Jurkiewicz und Przemyslaw Krajewski im Aufgebot hatten, begannen unbeeindruckt von der hitzigen Atmosphäre der 7000 Zuschauer in der Magdeburger Getec-Arena.

Nach sechs Minuten gelang dem Team des deutschen Trainers Michael Biegler die erste Zwei-Tore-Führung. Allerdings überstand die DHB-Sieben diese Schwächephase unbeschadet und glich durch den agilen Holger Glandorf (7.) wieder aus. Zwei Minuten später kam der nächste Schock: Kreisläufer Patrick Wiencek musste das Spielfeld wegen einer Verletzung am Knie verlassen und wurde auf der Bank behandelt. „Das war ein Knackpunkt, weil damit unser starker Mittelblock plötzlich wegbrach“, sagte DHB-Vizepräsident Bob Hanning.

Doch plötzlich war Torhüter Heinevetter da und parierte die Bälle der Polen gleich serienweise. Deutschland führte dank Steffen Weinhold mit 9:6 - und Heinevetter parierte weiter glänzend. Nach dem Wechsel verkürzte der Magdeburger Bundesliga-Spieler Bartosz Jurecki auf 11:14 per Siebenmeter; in der 43. Minute erzielte Polen den 18:18-Ausgleich. In dieser Phase übernahm Kapitän Uwe Gensheimer Verantwortung und „drehte“ einen Siebenmeter eiskalt ins Tor. Danach brachte er sein Team mit einem Doppelschlag wieder 20:18 (44.) in Front.

Doch die Gäste steckten mit ihrem wirkungsvollen Rückraumschützen nicht auf und führten wieder mit 21:20. Glandorf hatte in der dramatischen Endphase ein glückliches Händchen bei Würfen aus der zweiten Reihe. Steffen Weinhold egalisierte mit dem 25:24 das Hinspielergebnis. Damit brauchte Deutschland zwei Tore plus zum Weiterkommen, was beim 27:25 durch Steffen Fäth (56.) gelang.

Doch die Polen kämpften verbissen und wirkten in den Schlussminuten cleverer. „Wir waren in  Überzahl einfach nicht abgeklärt, haben keinen Gewinn aus den vielen Zeitstrafen für die Polen erzielt“, analysierte ZDF-Co-Kommentator Christian Schwartzer, 2007 mit dem deutschen Team Weltmeister. Nun dürften die Diskussionen um Bundestrainer Heuberger wieder beginnen. Rückendeckung hatte der ehemalige Co-Trainer vor dem Duell von seinem einstigen Chef und Vorgänger Heiner Brand bekommen. Hanning sagte unmittelbar nach Spielschluss nur: „Es tut erst mal sehr, sehr weh. Wir müssen uns Gedanken machen, wie es weitergeht.“

Frank Kastner, dpa

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