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Sport Regional „Wir befinden uns in einer blöden Phase“ – Diskussionen bei den DHFK-Fans
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09:04 08.03.2018
„Wir befinden uns in einer blöden Phase“ – Diskussionen bei den DHFK-Fans Quelle: Matthias Roth
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Leipzig

Gefeiert wurde dann doch noch auf der Rückfahrt vom Pokalspiel des SC DHfK Leipzig bei den Rhein-Neckar Löwen. Punkt 0 Uhr sangen die 350 Fans Happy Birthday für die drei Geburtstagkinder an Bord. Davor und danach gab es nur ein Thema: Die Leistung der Leipziger Handballer nach der EM-Pause im Allgemeinen und der Pleite in Mannheim im Speziellen.

„Wir haben ein Kackspiel gemacht“, sagte Manager Karsten Günther mit deftigen Worten. Selbstkritisch merkte er an: „Wir dürfen jetzt auch nicht alles auf einen starken Gegner schieben.“ Schon im Bus begann für die Mannschaft die Auswertung, am Mittwoch ging es in Leipzig weiter. „Im Training werden jetzt die Funken sprühen“, kündigte Günther an.

Viel Zeit bleibt dem SC DHfK nämlich nicht, am Sonntag ist schon wieder der TBV Lemgo zu Gast (Arena, 12.30 Uhr). Die Ostwestfalen haben sich von einem Abstiegskandidaten zu einer Mittelfeldmannschaft mit Blick nach oben gemausert. Ein Heimsieg des Teams von Michael Biegler ist deshalb keineswegs selbstverständlich.

Diese nächste Aufgabe, das Pokalspiel und auch der wenig überzeugende Auftritt gegen die Eulen aus Ludwigshafen sorgten für reichlich Gesprächsstoff auf der fünfstündigen Rückfahrt, die erst 3.30 Uhr am Leipziger Hauptbahnhof im Schneegestöber endete. Ein Fan brachte es auf den Punkt und erntete in seiner Gesprächsrunde zustimmendes Nicken: „Die Würfe aus dem Rückraum haben zu wenig Wumms, die Spieler kommen im Angriff nicht in die Tiefe, die Torhüter halten zu wenige Bälle.“

In der Hinrunde sei das noch ganz anders gewesen, jetzt trete die Mannschaft auf der Stelle und sei verunsichert. Über die Gründe wurde vielfältig spekuliert in einem Zug mit zahlreichen ehemaligen Handballern. „Hier sind gerade 500 Jahre Sachverstand unterwegs“, rechnete ein Schlachtenbummler die eigenen Erfahrungen der Fans mit einem Schmunzeln zusammen.

Manager Günther akzeptiert die Kritik, sagt aber auch: „Wir haben keine Krise.“ Die Mannschaft befinde sich in einer blöden Phase, komme da aber auch wieder raus.

Bei aller Diskussion um die sportliche Situation: Die Fans hinterließen in Mannheim bei den Gastgebern einen nachhaltigen Eindruck. „Klasse, was ihr mit dem Sonderzug auf die Beine gestellt habt“, erkannten auch Verantwortliche und Anhänger der Rhein-Neckar Löwen an. Kuriose Situation auf der Rückfahrt: Der Sonderzug rauschte am Haltepunkt der SAP-Arena vorbei. Die Bahn hatte ihn versehentlich als Güterzug eingestuft der dort nicht halten durfte. Die Fans machten sich mit der Regionalbahn auf Verfolgungsfahrt und stiegen am Hauptbahnhof zu.

Beobachtung am Rande: Gut eine Stunde nach Abpfiff saßen noch zwei Männer ganz allein auf der Tribüne der SAP-Arena und unterhielten sich angeregt. Es waren Bundestrainer Christian Prokop und Löwen-Abwehrchef Hendrik Pekeler. Einen Kommentar wollten sie nicht abgeben. Man muss aber kein Prophet sein: Es ging um Pekelers Zukunft in der Nationalmannschaft.

Matthias Roth

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