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Maura Visser, Spielmacherin des HC Leipzig, drückt im Sachsen-Derby am Samstag zwischen RB Leipzig und dem Chemnitzer FC vor allem Philipp Pentke die Daumen. Er ist Torwart der Himmelblauen und seit fünf Monaten mit der hübschen Niederländerin zusammen.

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Maura Visser und Philipp Pentke sind beide 28 Jahre jung und Profisportler.

Quelle: Dirk Knofe

Leipzig. Im Doppel-Interview mit LVZ-Online spricht das Paar über die deutsch-holländische Rivalität im Sport, die Ziele mit dem CFC und dem HCL in den verbleibenden Saisonspielen und eine gemeinsame Zukunft.

Wie lernen sich eine Leipziger Handballerin und ein Chemnitzer Fußballer kennen?

Visser: „Die Sportwelt ist klein.“

Pentke: „Wir waren mal mit gemeinsamen Freunden in Leipzig unterwegs. Da haben wir uns das erste Mal gesehen und anschließend über das große World Wide Web Kontakt gehalten. Es ging dann eigentlich relativ schnell. Am 12. April sind wir fünf Monate zusammen.“

Herr Pentke, Sie schauen sich viele HCL-Spiele an. Haben Sie Gefallen am Handball gefunden, oder kommen Sie nur wegen Maura?

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Maura Visser trägt seit 2011 das Trikot des HC Leipzig.

Quelle: Christian Nitsche

„Es hat mich zwar vorher schon interessiert, aber nur wenn zum Beispiel Deutschland gespielt hat. Ich bin durch Maura Handballfan geworden. Bisher hat es meist gut geklappt, dass ich ihre Heimspiele sehen kann und es macht mir auch viel Spaß!“

Schauen Sie auch beide gern gemeinsam Sport an?

Pentke: „Ja, ich interessiere mich seit neustem für den holländischen Fußball. (lacht) Olympia haben wir auch geschaut und dabei ein wenig gestritten, wer die meisten Goldmedaillen holt.“

Visser: „Holland war ja besser als Deutschland! Obwohl es am Ende noch knapp war.“

Also gibt es bei Ihnen im Sport immer die deutsch-holländische Konkurrenz?

Visser: „Ja!“

Pentke: „Was?“

Visser: „Das wird im Sommer lustig bei der WM: Obwohl ich denke, dass wir nicht so gut sind. Aber eins steht fest, ich wette nicht mehr.“

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Leipzig. Maura Visser, Spielmacherin des HC Leipzig, drückt im Sachsen-Derby am Samstag zwischen RB Leipzig und dem Chemnitzer FC vor allem Philipp Pentke die Daumen. Er ist Torwart der Himmelblauen und seit fünf Monaten mit der hübschen Niederländerin zusammen. Im Doppel-Interview mit LVZ-Online spricht das Paar über die deutsch-holländische Rivalität im Sport, die Ziele mit dem CFC und dem HCL in den verbleibenden Saisonspielen und eine gemeinsame Zukunft.

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Wieso?

Visser: „Bei der letzten Europameisterschaft habe ich mit unserer Torhüterin Katja Schülke gewettet, das Holland gegen Deutschland gewinnt und dabei verloren. Ich musste dann mit einem orangen Anzug von der Müllabfuhr, einem Mülleimer und einem Musikrekorder aus dem der Song ,Orange trägt nur die Müllabfuhr‘ kam, durch die Gustav-Adolf-Straße gehen. Alle anderen aus der Mannschaft sind lachend hinter mir her gelaufen. Das mache ich nicht mehr!“

Sitzen Sie am Samstag beim Ost-Derby zwischen dem CFC und RB Leipzig im Stadion und wenn ja, wem drücken Sie die Daumen?

Visser: „Ich bin dabei und hoffe, dass Philip ein gutes Spiel macht. Wer dann gewinnt ist mir eigentlich egal.“

Das Hinspiel hat der CFC 3:1 gewonnen. Wie sehen Sie die Chancen gegen den Aufstiegsaspiranten RB im Rückspiel?

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Daniel Frahn gegen CFC-Torhüter Philipp Pentke: Zu diesem Duell wird es auch am Samstag im Sachsen-Derby der 3. Liga kommen.

Quelle: Christian Nitsche

Pentke: „Die Kräfteverhältnisse sind klar verteilt, RB ist der Favorit. Aber wir haben einen guten Lauf in den letzten Spielen und konnten den ganzen Druck ein bisschen von unseren Schultern schütteln. Leipzig hat am Samstag mehr zu verlieren als wir, das könnte unsere große Chance sein. 3000 bis 4000 Fans von uns sind auch dabei, dass wird sicher ein toller Nachmittag. Es ist ein Bonusspiel für uns, wir treten im besten Stadion der 3. Liga vor einer großen Kulisse an. Darauf freut sich jeder in unserer Mannschaft.“

Der CFC ist vor der Saison als Aufstiegskandidat gehandelt worden. Dann stand ihr Team lange in der Abstiegszone. Können Sie zusammenfassen, was in Chemnitz schief gelaufen ist?

Pentke: „Wir sind natürlich mit anderen Erwartungen hereingegangen. Das klare Ziel war vorne mitzuspielen, dieser Anforderung sind wir aber zu keinem Zeitpunkt gerecht geworden. Wir sind schlecht in die Saison gestartet, haben in den ersten fünf Spielen nur zwei Punkte geholt. Durch den Trainerwechsel (Karsten Heine kam im Oktober nach dem Rücktritt von Gerd Schädlich, Anm. d. Red.) haben wir uns neu gefunden und mussten ehrlich mit uns umgehen. Inzwischen haben wir die Kurve gekriegt, weil wir auch gemerkt haben, dass man im Abstiegskampf mit Schönspielerei nicht weit kommt. Es war quasi eine Lern-Saison, wie wir es künftig nicht machen sollten.“

Die Saison mit dem HCL hatte auch viele Auf und Abs. Ihr hattet ebenfalls einen Trainerwechsel. Kann nun nur noch der DHB-Pokal das Saisonziel sein?

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HCL-Spielerin Maura Visser, CFC-Torhüter Philipp Pentke und LVZ-Online-Redakteurin Anne Grimm beim Interview vor der Arena Leipzig. (v.l.)

Quelle: Dirk Knofe

Visser: „Ja. Darüber reden wir zwar noch nicht, aber man kann sagen, dass in der Meisterschaft alles entschieden ist. Im Hinterkopf spielt das Pokal Final Four schon eine große Rolle. Es ist unser Ziel, das Finale hier in Leipzig zu gewinnen. Ich spiele nun schon drei Jahre beim HCL und habe noch keinen Titel geholt. Jeder in unserer Mannschaft freut sich auf das Wochenende Ende April mit vielen Zuschauern.“

Sind Sie auch dabei?

Pentke: „Wir haben am Samstag Spiel. Aber ich hoffe, dass ich am Sonntag zum Finale kommen und mitfeiern kann.“

Zum Thema Pokal: Es könnte nicht das letzte Mal sein, dass der Chemnitz FC und RB Leipzig in dieser Saison aufeinander treffen. Gibt es Revanche-Gelüste vom Sachsen-Pokalfinale 2013?

Pentke: „Wir haben nächsten Mittwoch erstmal noch das Halbfinale in Auerbach und hoffen natürlich, dass wir erfolgreich sind. Es reicht wahrscheinlich in diesem Jahr schon ins Finale zu kommen, damit man nächste Saison im DFB-Pokal dabei ist. Denn RB ist im anderen Halbfinale klarer Favorit gegen Neugersdorf und wird auch in der Tabelle nicht mehr unter den vierten Platz rutschen (Die ersten vier Teams der 3. Liga sind automatisch für den DFB-Pokal qualifiziert, Anm. d. Red.). Das ist erstmal unser primäres Ziel. Natürlich will man dann in einem Finale immer gewinnen. Wir hätten natürlich noch eine Rechnung offen mit RB.“

Ist das quasi eine Gemeinsamkeit bei Ihnen, dass Sie eine etwas verkorkste Saison noch mit dem Pokalsieg retten können?

Visser: „Es war wirklich eine schwierige Saison. Mit dem Pokalsieg könnte man das Ganze mit einem guten Gefühl abschließen.“

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Maura Visser erlitt in dieser Saison einen Mittelhandbruch - Philipp Pentke kam trotzdem zum HCL-Heimspiel.

Quelle: Christian Nitsche

Pentke: „Klar ist bei uns beiden in dieser Saison viel passiert. Seitdem wir uns kennen und zusammen sind, haben wir das aber gut gemeinsam gemeistert und waren füreinander da. Wenn man dann am Ende noch ein gemeinsames Ziel vor Augen hat, wie wir beide den Pokal und das zusammen feiern könnten, wäre es schon schön.“

Sie haben beide in Ihren Vereinen noch Verträge bis zum Sommer 2015. Wie planen Sie die sportliche Zukunft?

Visser: „Mal sehen wie es nächste Saison mit unserem neuen Trainer  beim HCL (Norman Rentsch, Anm. d. Red.) läuft. Vielleicht spielt Philipp ja auch irgendwann in Holland Fußball!?“

Pentke: „Mein Traum war eigentlich immer, mal in England zu spielen. Aber ich bin realistisch genug um zu wissen, dass das wohl nicht mehr eintreten wird. Auch wenn es in unserem Beruf schwer ist werden wir in Zukunft versuchen, gemeinsame Entscheidungen zu treffen.“

Vielen Dank für das Gespräch!

Interview: Anne Grimm

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