Menü
Leipziger Volkszeitung | Ihre Zeitung aus Leipzig
Anmelden
Sportmix Dahlmeier holt sich zehnten Weltcupsieg
Sportbuzzer Sportmix Dahlmeier holt sich zehnten Weltcupsieg
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
16:38 10.12.2016
Vertrautes Bild: Einen Tag nach ihrem Erfolg im Sprint, gewann Ausnahmebiathletin Laura Dahlmeier auch die Verfolgung. Quelle: WITTERS
Pokljuka

Durch den zehnten Sieg ihrer Karriere baute Dahlmeier die Führung im Gesamtweltcup aus. „Ich bin superhappy, dass ich das Rennen noch gedreht habe“, sagte Dahlmeier, die zwischenzeitlich wegen zweier Strafrunden zurückgefallen war, im ZDF. Doch die beste und konstanteste Athletin des bisherigen WM-Winters blieb unbeeindruckt. „Ich wollte cool bleiben und habe mir gedacht: “Scheiß da nix, dann feid da nix'.„

Dahlmeier, die in der vergangenen Saison 91 Prozent ihrer Schüsse ins Ziel gesetzt hatte, begann auch am Samstag gewohnt souverän. Traumwandlerisch sicher traf sie die ersten sechs Scheiben – öffnete dann mit zwei Fehlern den Konkurrentinnen aber die Tür. Mehr als eine halbe Minute betrug nach der zweiten Einlage der Rückstand, doch Dahlmeier reagierte im Stile einer ganz Großen.

Konkurrentinnen mit schwankenden Ergebnisse

Nach dem dritten Saisonsieg liegt sie in der Gesamtwertung satte 69 Zähler vor der Finnin Kaisa Mäkäräinen, die auch in der Verfolgung den zweiten Platz belegte. Das Positive aus Dahlmeiers Sicht: Während sie eine Top-Platzierung nach der anderen liefert, schwanken die Konkurentinnen mit ihren Ergebnissen.

Die Deutsche war im Verfolgungsrennen zwar nicht die gesamte Zeit die Gejagte – im Gesamtweltcup könnte das aber Realität werden. Denn eigentlich war der Formaufbau so geplant, dass die Bayerin erst bei der WM in Hochfilzen (9. bis 19. Februar) in Top-Verfassung am Start stehen wird. Für ihre bemerkenswerte Frühform hatte die passionierte Bergsteigerin aber eine simple Erklärung.

„Ich bin einfach gut über den Sommer gekommen und gesund geblieben“, sagte Dahlmeier, die in den beiden zurückliegenden Jahren wegen Verletzungen oder Erkältungen immer wieder Rennen hatte auslassen müssen: „Dass es jetzt schon so gut läuft, macht mich optimistisch für den Rest der Saison.“

Tränen für verstorbenen Ex-Trainer

Für den emotionalsten Moment des Tages hatten zuvor bei den Männern weder Simon Schempp (Uhingen) auf dem fünften Platz noch Martin Fourcade mit seinem 51. Weltcup-Sieg gesorgt. Der in Sachsen geborene Michael Rösch, der seit 2014 für Belgien startet, widmete den größten Erfolg seit seinem Nationenwechsel dem am 24. April verstorbenen Ex-Trainer Klaus Siebert.

„Das ist zwar nur ein popeliger sechster Platz, aber der bedeutet für mich die Welt. Das ist für dich, Klaus!“, sagte Rösch schluchzend. Mit schwierigen Zeiten hinter sich und dem persönlichen Triumph vor Augen waren bereits auf der Schlussrunde die ersten Tränen gekullert. „Ich habe niemals gedacht, dass ich mit den besten der Welt noch mitlaufen kann. Ich danke meiner Familie und allen, die mich unterstützt haben“, sagte Rösch.

Am Sonntag wird der einzige noch aktive deutsche Olympiasieger nicht starten, da die belgische Mannschaft mangels konkurrenzfähiger Athleten keine Staffel stellen kann. Ab 11.15 Uhr (ZDF und Eurosport) greifen dafür die Quartetts des Deutschen Skiverbandes (DSV) an. Und auch wenn die letzten Erfolge bereits rund 21 Monate zurückliegen, gehören die DSV-Formationen wie fast immer dem Kreis der Favoriten an.

Von RND/sid

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!