Menü
Leipziger Volkszeitung | Ihre Zeitung aus Leipzig
Anmelden
Eishockey Eishockey-Rumpfteam beginnt WM-Tests
Sportbuzzer Sportmix Eishockey Eishockey-Rumpfteam beginnt WM-Tests
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
12:41 05.04.2018
Bundestrainer Marco Sturm muss auf seine Olympia-Helden verzichten. Quelle: Peter Kneffel
Sotschi

40 Tage nach dem Olympia-Finale ist nur noch die Paarung die gleiche. Mit dem knapp verlorenen Eishockey-Drama bei den Winterspielen von Pyeongchang haben die Länderspiele in Sotschi so gut wie nichts mehr zu tun, auch wenn wieder Russland der Gegner ist.

Alle deutschen Nationalspieler aus dem Wunderteam von Südkorea werden am Freitag (18.30 Uhr) und Samstag (16.00 Uhr) fehlen. Statt um Olympia-Gold geht es in den beiden Testspielen um die erste Vorbereitung auf die WM.

Von einer möglichen Revanche will Bundestrainer Marco Sturm auch deswegen nichts wissen. "Man sollte das nicht vergleichen, das wäre Quatsch", sagte er der "Eishockey News". "Von einer Revanche kann man vielleicht bei der nächsten Olympiade wieder reden, vorher nicht."

Die Länderspiel-Premiere nach Olympia-Silber und nach dem Rücktritt von Verteidiger-Star Christian Ehrhoff wird für den Bundestrainer zum Neuanfang. 19 der 25 Silbergewinner spielen noch in den Playoffs der Deutschen Eishockey Liga. Notgedrungen geht Sturm die schwierigen Aufgaben gegen die Russen mit einem Rumpfteam und acht Debütanten an. Erfahrenster Akteur ist der Kölner Angreifer Nicolas Krämmer mit 32 Länderspielen, den Sturm für die ersten Tests zum Kapitän benannte. In Marc Michaelis ist auch ein College-Spieler dabei.

So zählen für Sturm vor allem Erkenntnisse statt Ergebnisse. "Es wäre gut, wenn der eine oder andere aus diesem Kader dann am Schluss noch dabei ist", sagte der Dingolfinger, betonte aber: "Die Breite bei uns in Deutschland, in der Nationalmannschaft, ist ja nicht so groß." Düsseldorfs Verteidiger Bernhard Ebner meinte: "Es geht in erster Linie darum, dass wir uns schnell finden und die Neuen integrieren."

Bis zum WM-Auftakt am 4. Mai wird sich der Kader radikal verändern. Auch wenn noch nicht absehbar ist, wie erheblich der Umbruch im Nationalteam nach dem größten deutschen Eishockey-Erfolg sein wird. Das Team aus Südkorea wird so definitiv nicht mehr zusammen spielen.

Nach Ehrhoffs Rücktritt hat Kapitän Marcel Goc ein klares Bekenntnis zur WM-Teilnahme bisher vermieden. Kämpfer Gerrit Fauser fällt mit einer Schulterverletzung aus, Stürmer Felix Schütz verzichtet aus privaten und mentalen Gründen. Weitere Absagen sind nicht ausgeschlossen. Verstärkung erhofft sich Sturm aus der NHL, etwa durch Leon Draisaitl und Dennis Seidenberg, die mit ihren Teams nicht in den Playoffs dabei sein werden. Seidenberg bezeichnete die WM bei NHL.com als "eine Option", hat sich aber noch nicht klar entschieden.

Die Stars aus der nordamerikanischen Profiliga dürften voraussichtlich ebenso wie die DEL-Halbfinalisten erst in der dritten Vorbereitungsphase mit den Tests gegen Frankreich am 19. und 21. April dabei sein. Ihre ersten Auftritte in der Heimat nach Olympia-Silber bestreitet die deutsche Auswahl schon am 14. und 15. April in Weißwasser und Dresden gegen die Slowakei.

Silberschmied Sturm wird in den kommenden Wochen gefragt sein, eine neue Einheit zu formen, die sich bei der WM den gewachsenen Erwartungen stellen muss. Nach all dem Trubel mit zahlreichen Medienterminen ist der deutsche NHL-Rekordspieler froh, dass das Sportliche zurück in den Fokus rückt: "Es wird Zeit, dass wir wieder zurück aufs Eis kommen."

dpa

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Der deutsche Eishockey-Meister EHC Red Bull München hat im Halbfinale gegen Mannheim voraussichtlich die Vorentscheidung geschafft. Eine Spieldauerstrafe brachte die Wende. Im zweiten Halbfinale bleibt es dagegen spannend.

04.04.2018

Der Deutschland Cup wird entzerrt und bei seiner Premiere in Krefeld mit einem neuen Modus ausgetragen.

Das Traditionsturnier beginnt in diesem Jahr bereits an einem Donnerstag statt wie gewohnt am Freitag und zieht sich damit über vier statt wie bisher über drei Tage, wie der Deutsche Eishockey-Bund (DEB) bekanntgab.

04.04.2018

Dem Münchener Eishockey-Profi Steven Pinizzotto droht nach seinem brutalen Ellbogencheck gegen Mannheims Angreifer Matthias Plachta im ersten DEL-Halbfinale ein juristisches Nachspiel.

03.04.2018