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Eishockey Pleite und Coup zum Neuanfang - Eishockey-Team im Wandel
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23:03 08.04.2018
Deutschlands Leon Draisaitl beim Warm-Up. Quelle: Maja Hitij
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München

Nach einem misslungenen Auftakt und einem Testspiel-Coup in Russland soll sich am Montag entscheiden, wie viel Verstärkung das Eishockey-Nationalteam für die nächsten Auftritte in der Heimat erhält.

Bundestrainer Marco Sturm dürfte jedoch vorerst wenig Alternativen haben, seinen vorläufigen Kader für die Weltmeisterschaft vom 4. bis 20. Mai zu verändern. Bei der WM kann er dann aber wohl auf NHL-Star Leon Draisaitl zählen.

"Ja. So wie es im Moment aussieht, ja. Ich habe noch nicht mit dem Trainer gesprochen", sagte Draisaitl (22) bei der Saisonabschlussfeier seiner Edmonton Oilers auf eine Frage nach seiner Teilnahme am Turnier in Dänemark. Bei den kommenden Testspielen ist Draisaitl aber wohl noch nicht dabei.

Zunächst könnte der 39 Jahre alte Sturm in Torhüter Timo Pielmeier (ERC Ingolstadt) sowie den Verteidigern Moritz Müller (Kölner Haie) und Björn Krupp (Grizzlys Wolfsburg) die ersten Silbergewinner von Pyeongchang in den vorläufen Kader berufen. 13 der 25 Profis aus dem Olympia-Team waren allerdings auch am Sonntag in den Playoffs der Deutschen Eishockey Liga vertreten.

Auch die am Freitag ausgeschiedenen sechs Mannheimer werden aller Voraussicht nach ebenso wie die NHL-Profis nicht in dieser Woche dazustoßen. Bis Dienstagabend hat das Nationalteam frei. Dann beginnt die Vorbereitung für die Tests gegen die Slowakei in Weißwasser und Dresden am kommenden Samstag und Sonntag.

Komplett ohne Pyeongchang-Finalisten hatte ein unerfahrenes Rumpfteam des Deutschen Eishockey-Bunds (DEB) im ersten Test nach dem Winterspiel-Wunder am Freitag mit 1:4 gegen eine völlig veränderte Auswahl des Goldmedaillengewinners Russland verloren. Am Samstag war mit dem 4:3 nach Verlängerung trotz acht Debütanten im Aufgebot eine Überraschung gelungen. "Wir hatten eine sehr gute Woche mit einem sehr guten Finish", sagte Sturm. "Diesen Weg wollen wir in der kommenden Woche weiter gehen."

In Sotschi machte College-Spieler Marc Michaelis auf sich aufmerksam. Der 22-Jährige von der Minnesota State University traf gleich in seinen ersten beiden Länderspielen und weckte erste Erinnerungen an Frederik Tiffels, der im vergangenen Jahr in der Vorbereitung auffiel und bei der Heim-WM im vergangenen Jahr als College-Stürmer zum Shooting-Star wurde.

Nach dem Ende der regulären NHL-Saison rückt die Entscheidung näher, welche Nordamerika-Profis mit zur WM reisen. Neben Topstürmer Draisaitl sind auch Verteidiger Dennis Seidenberg und Torhüter Thomas Greiss (beide New York Islanders) sind nicht für die Playoffs qualifiziert und kämen damit schon für die Vorbereitungsspiele in Wolfsburg und Dresden am 19. und 21. April infrage.

Der Bundestrainer muss im Trubel die Schwierigkeit meistern, etliche Profis spät integrieren zu können. Die DEL-Finalisten sollen erst in Dänemark wenige Tage vor dem ersten WM-Spiel einsteigen. "Die Jungs kennen mich mittlerweile", sagte Sturm. "Deswegen hoffe ich, dass die Umstellung ziemlich schnell geht."

dpa

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