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Eishockey Ice Fighters unterliegen zum Jubiläumsspiel 2:4 in Halle
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10:25 10.02.2018
Quelle: Stefan Röhrig
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Halle

Eigentlich gut gespielt, die Partie zumeist bestimmt, aber die entscheidenden Fehler gemacht. Die gestrige Partie, das 400. Spiel der Geschichte der Exa Icefighters Leipzig, steht sinnbildlich für die bittere Derbybilanz der Saison. Die 2:4 (1:1, 0:1, 1:2) Niederlage in Halle ist die vierte Pleite im fünften Duell mit dem ewigen Rivalen. Sie war ebenso unnötig wie die vor zwei Wochen. Auch das Fan-Feuer auf den Tribüne scheint erloschen zu sein. Gute 1700 Zuschauer, darunter nur 100 Gästefans aus Leipzig, wollten das fünfte Match beider Kontrahenten innerhalb von zwei Monaten sehen. Scheinbar selbst für hartgesottene Derbybesucher zu viel des Guten.

Guter Spielstart

Die Leipziger starteten gut, trafen das Gehäuse (Fischer, 3.) und setzten die Gastgeber unter Druck. „Wir haben gut angefangen und nutzen die Chancen einfach nicht“, sagte Leipzigs Trainer Sven Gerike.

Die Saale Bulls fanden dank einer Strafzeit des Rivalen ins Match. Und wie! Das einfache, aber sehr effiziente Powerplay vergoldete Kascper Guzik sehenswert zur Führung (7.). Die Eiskämpfer waren nicht geschockt, spielten munter weiter nach vorn. Der verdiente Lohn war der Ausgleich von Hannes Albrecht (17.). Halle war selten gefährlich – doch ein Nadelstich brachte einen Penalty kurz vor der Pause ein. Bulls-Neuzugang Thomas Zuravlev scheiterte kläglich. Erste Pause und die Gastgeber tauschten die Goalies. Kevin Beech kam für Patrik Cerveny.

Eine Reihe von Missgeschicken

„Nichts schlimmes, nur der Knöchel streikte“, so Halles Nummer 64. Einen Nutzen daraus konnten die Icefighters gegen den „kalten“ Beech nicht ziehen. Zuerst steigerten sich die Bulls und gerade als Leipzig das Zepter in die Hand nahmen, trat wieder die Effizienz des Tabellenweiten hervor. Diesmal zeigte sich Bulls-Mann Zuravlev kaltschnäuzig vor Roßberg (30.).

Leipzig gab nicht auf, Albrecht vergab im Alleingang den Ausgleich. Das letzte Drittel blieb ein einziges Anrennen. Der starke Beech, die sattelfeste Abwehr der Bullen und die schlechte Chancenverwertung machten mögliche Punkte zunichte.

Geschenke, wie das Wegrutschen von Leipzigs Leonhard Zink in einer total ungefährlichen Aktion, die zum 3:1 der Bulls (55., Gunkel) führte, waren das I-Tüpfelchen. „Die Köpfe sind einfach dicht, wir belohnen uns nicht in den letzten Wochen“, sagte Gerike.

Die Hallenser, die ihr 400. Heimspiel feierten, haben sich mit dem Derbysieg voraussichtlich das Heimrecht für die Play-offs gesichert. Währenddessen bleiben die Icefighters Fünfter und in Reichweite zu Platz vier, denn auch Duisburg patzte: 6:8 gegen Essen. 

Von Martin Bergau

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