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Eishockey Sturm setzt für WM auf NHL-Spieler: "Noch keine Absagen"
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11:03 11.03.2018
Hofft bei der Eishockey-WM in Dänemark auf den Einsatz der deutschen NHL-Profis: Bundestrainer Marco Sturm. Quelle: Peter Kneffel
Straubing

Eishockey-Bundestrainer Marco Sturm hofft auf die NHL-Spieler um Jungstar Leon Draisaitl für die WM im Mai und geht von einem deutlich veränderten Kader im Vergleich zu den Olympischen Winterspielen aus.

"Ich hatte schon Kontakt zu einigen Spielern in Nordamerika, und einige haben sich auch bei mir gemeldet und gesagt, dass sie bereit wären. Absagen gab es bisher noch keine", sagte Sturm am Rande der "Gala des deutschen Eishockeys" in Straubing der Deutschen Presse-Agentur. "Wir brauchen die NHL-Spieler, wenn wir unser Ziel, unter die ersten Acht zu kommen, erreichen wollen. Man muss jetzt abwarten, wer Playoffs in Nordamerika spielt".

Die NHL-Playoffs werden parallel zur WM in Dänemark ausgetragen. Beim sensationellen Silbermedaillengewinn des deutschen Teams in Pyeongchang hatten NHL-Spieler komplett gefehlt, weil die nordamerikanische Profiliga eine Spielpause verweigert hatte.

Auch Spieler aus der unterklassigen AHL, wie der letztjährige WM-Shootingstar Frederik Tiffels, stehen auf dem Zettel des Bundestrainers. "Und ich plane in der WM-Vorbereitung auch mit Spielern aus den nordamerikanischen College- und Juniorenligen", sagte der 39-Jährige. Kein Thema in diesem Jahr ist indes das in Schweden spielende 18 Jahre alte Toptalent Dominik Bokk.

Sturm geht von einem auf vielen Positionen verändertem Team gegenüber dem Olympia-Kader aus. Grund dafür sind auch die Belastungen der Olympia-Teilnehmer. Nationalspieler, die das Playoff-Finale der Deutschen Eishockey Liga erreichen, müssten direkt zur Weltmeisterschaft reisen. "Im Gegensatz zum Vorjahr sind die Spieler aus dem Finale auch nicht in der letzten Vorbereitungsphase dabei", sagte Sturm. In der WM-Vorbereitung ab April werden zahlreiche Spieler aus der zweiten Garde ihre Chance bekommen. Rücktritte aus dem Olympia-Team sind jedoch bislang weiter ausgeblieben.

Als größte Herausforderung sieht Sturm vor der WM vom 4. bis 20. Mai die mentale Seite: "Die schwierigste Aufgabe wird sein, dass alle die Silbermedaille abhaken müssen." Wegen des Trubels hat der deutsche NHL-Rekordspieler den Olympia-Erfolg noch nicht verarbeitet. "Ich konnte die Silbermedaille bisher gar nicht genießen und überhaupt noch nicht realisieren. Dafür fehlte bisher die Zeit. Das wird auch noch etwas dauern", sagte Sturm. "Ich denke, dass ich das alles erst im Sommer nach der WM so richtig genießen und fassen kann."

dpa

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