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10:06 25.03.2018
Das Team von Henk Groener verlor das EM-Qualifikationsspiel gegen Spanien mit 23:27. Quelle: Marijan Murat
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San Sebastian

Henk Groener hatte es geahnt. Seinem beeindruckenden Debüt als Bundestrainer der deutschen Handball-Frauen folgte eine verdiente Niederlage.

Spätestens nach dem 23:27 in der EM-Qualifikation gegen Spanien weiß der Niederländer, dass noch viel Arbeit auf ihn wartet. "Wir hatten nicht das Tempospiel nach vorne", sagte der 57-Jährige, nachdem seine Mannschaft die Spanierinnen vergangenen Mittwoch in Stuttgart noch überraschend klar mit 33:24 besiegt hatte. So aber traten er und seine Mannschaft ein wenig ernüchtert die Heimreise nach Deutschland an. Auf einem ordentlichen Weg befinden sie sich trotzdem.

Die Qualifikation für die EM-Endrunde am Ende des Jahres in Frankreich haben die DHB-Frauen weiter in der eigenen Hand. Zwar verloren sie die Tabellenführung in der Gruppe 6 wieder an die Iberer. Der zweite Rang ist ihnen aber vorerst nicht zu nehmen und würde ebenfalls zur EM-Teilnahme berechtigen. Darüber hinaus erstaunt es, dass es Groener innerhalb weniger Wochen gelungen ist, ein runderneuertes Team mit zahlreichen Debütantinnen aufzubauen.

Nach allein acht Rücktritten im Anschluss an die enttäuschende Heim-WM im Dezember standen auch in San Sebastian wieder viele junge Spielerinnen auf der Platte. Einige von ihnen waren von Groeners Vorgänger Michael Biegler zuvor nicht mehr berücksichtigt worden, andere machten ihr gerade mal zweites Länderspiel. Die zum Teil hitzige Stimmung in der ausverkauften Halle im Baskenland verunsicherte sie. "Wir wussten, dass es hier schwerer wird als zuhause vor unserer heimischen Kulisse", sagte Kapitänin Anna Loerper. "Die Spanierinnen waren viel aggressiver als wir."

Das fiel auch Groener auf, überrascht hat es ihn allerdings nicht. Der Coach hatte schon nach dem klaren Erfolg in Stuttgart gewarnt, dass die Spanierinnen in der Heimat ganz anders auftreten würden. Das von ihm geforderte Tempospiel setzte seine Mannschaft diesmal über weite Strecken nicht um, weil ihr zu viele einfache Fehler im Aufbau unterliefen. Zudem haperte es wie schon beim Achtelfinal-Aus bei der Heim-WM vor einigen Monaten mal wieder an der Chancenverwertung. "Das hat auch mit der Energie zu tun", sagte Groener. Ende Mai geht es dann weiter in Litauen. Mit einem Sieg dort wäre die EM-Qualifikation praktisch perfekt.

dpa

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