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Sportmix Serena Williams nach Sieg wieder Nummer eins
Sportbuzzer Sportmix Serena Williams nach Sieg wieder Nummer eins
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11:46 28.01.2017
„Venus ist meine härteste Gegnerin, niemand hat mich so oft geschlagen“, sagte Serena vor dem Finale. Und doch setzte sie sich durch. Quelle: dpa
Melbourne

Serena Williams hat mit einem 6:4, 6:4-Finalsieg über Schwester Venus am Samstag zum siebten Mal die Australian Open der Tennisprofis in Melbourne gewonnen. Damit löst die Amerikanerin Angelique Kerber wieder als Weltranglisten-Erste ab und ist mit dem 23. Grand-Slam-Titel nun alleinige Rekordhalterin der Profi-Ära vor Steffi Graf.

Vorjahressiegerin Angelique Kerber war diesmal bereits im Achtelfinale gescheitert und verliert nun die Position als Nummer eins der Welt, die sie nach dem Sieg bei den US Open am 12. September übernommen hatte.

Spannendes Open-Finale in Melbourne. Quelle: dpa

„Ich könnte hier noch eine Weile stehen. Das habe ich im vorigen Jahr vermisst“, sagte die strahlende Siegerin, nachdem sie aus den Händen der zweimaligen Titelträgerin Hana Mandlikova den Daphne Akhurst Memorial Cup erhalten hatte und stolz präsentierte. Beim Siegerfoto streckte sie den rechten Zeigefinger aus - wie eine Eins. In ihrer Siegerrede lobte sie wie schon nach dem Halbfinale ihre Schwester: „Es ist unmöglich, dass ich ohne sie bei 23 Titeln wäre, oder überhaupt bei einem.“ Venus gratulierte zuvor fair. „Deine Siege waren immer meine Siege, immer wenn ich nicht da war, nicht da sein konnte, warst du da“, sagte die Verliererin.

Beide Schwestern schienen sich 14 Jahre nach ihrem ersten Final-Duell an gleicher Stelle zunächst nicht von ihrer Nervosität befreien zu können. Im 28. Duell zwischen beiden - dem neunten um einen Titel bei einem Grand-Slam-Turnier - bekamen die 15 000 Zuschauer in der Rod-Laver-Arena an einem herrlichen Sommerabend anfangs nur selten gutes Tennis von beiden zu sehen. Die Klasse und Spannung des letztjährigen Finals zwischen Serena Williams und Angelique Kerber hatte das Familienduell über weite Strecken nicht zu bieten.

Serena Williams ging im Endspiel mit dem höchsten Gesamtalter beider Spielerinnen während der Profizeit zweimal mit einem Break gegen die 36-jährige Venus in Führung, gab diesen Vorteil aber jeweils sofort wieder aus der Hand. Nach einem Netzroller im dritten Spiel, bei dem sie auf dem falschen Fuß erwischt wurde, zertrümmerte sie kurzerhand ihren Schläger. Kurz darauf fabrizierte sie mehrere Doppelfehler zum 2:2-Ausgleich.

Überraschungs-Finalistin Venus Williams. Quelle: AP

Überraschungs-Finalistin Venus ging beim 3:2 erstmals in Führung. Die 17. der Weltrangliste wirkte trotz einiger guter Schläge aber oft genauso unzufrieden. Nach überstandener Krankheit mit chronischer Erschöpfung war sie nach langer Wartezeit mit der Hoffnung auf ihren achten Grand-Slam-Titel ins Endspiel gegangen. Serena konnte jedoch ihre Fehlerquote verringern und langsam ihre Favoritenrolle ausspielen. Mit dem schon siebten Ass holte sie sich den ersten Satz.

Wirklich Stimmung kam erstmals auf, als Venus Williams im zweiten Durchgang zwei Breakbälle abwehrte, 2:1 in Führung ging und so zumindest ihre Chancen auf eine Wende wahrte. Nachdem Serena wenig später aber die dritte Möglichkeit für das Break zum 4:3 nutzte, ließ sie sich auf dem Weg zum Triumph nicht mehr aufhalten. Venus Williams wehrte sich zwar nach dem 3:5 nach besten Kräften, nach 1:22 Stunden nutzte Serena aber ihren ersten Matchball.

Von RND/dpa

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