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Sportmix Wie stark sind die deutschen Tennis-Frauen wirklich?
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18:18 24.04.2017
Gut in Form: Julia Görges. Quelle: dpa
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Stuttgart

Nach dem 3:2 in der Relegation gegen die Ukraine gehört das Fed-Cup-Team um Angelique Kerber weiter zur Weltgruppe der besten acht Nationen. Der Abstieg wurde gerade so eben verhindert. Doch trotzdem ist im deutschen Frauen-Tennis nicht alles Friede, Freude, Eierkuchen. Eine Bestandsaufnahme.

Das Heimturnier in Stuttgart: Nur für Titelverteidigerin Angelique Kerber und Laura Siegemund geht es nach dem Fed Cup direkt mit dem wichtigsten deutschen Frauenturnier in Stuttgart weiter. Allein Kerber hatte ihren Platz im Hauptfeld sicher. Vorjahresfinalistin Siegemund und Fed-Cup-Matchwinnerin Julia Görges qualifizierten sich nicht über die Rangliste. Siegemund erhielt allerdings eine Wildcard, Görges ging als Siegerin von 2011 aber leer aus. Die Wildcard-Vergabe rief Kritik hervor, auch weil Dopingsünderin Maria Scharapowa eine abbekam und nach ihrer Sperre ausgerechnet in Stuttgart wieder in den Turnierbetrieb einsteigt.

Die Form der Nummer eins: Angelique Kerber wehrt Kritik an ihrer Form ab und sah die Fed-Cup-Woche als Schritt nach vorn. „Sie hat einfach im Moment noch nicht so die Sicherheit“, sagte dagegen Teamchefin Barbara Rittner. „Da fehlt so ein bisschen diese Ruhe und Zuversicht.“ Auf einen Turniersieg 2017 wartet Kerber noch.

Angelique Kerber vorerst nicht mehr die Nummer eins der Weltrangliste

In der seit Montag gültigen neuen Weltrangliste musste die Kielerin den Spitzenplatz an die schwangere Serena Williams abtreten, obwohl die US-Amerikanerin seit den Australian Open nicht mal mehr angetreten ist und bereits angekündigt hat, in diesem Jahr ganz auszusetzen. Grund für Kerbers Verlust des Platzes an der Sonne: Sie verlor die Punkte, die sie im vergangenen Jahr für ihren Turniersieg in Stuttgart erhalten hatte. Kurioserweise wurde dies aber nur deswegen möglich, weil das Turnier in Baden-Württemberg in diesem Jahr erst eine Woche später als gewöhnlich stattfindet. Mit einem Halbfinaleinzug in Stuttgart kann Kerber wieder die Spitze der Weltrangliste übernehmen.

Ihre Teamkolleginnen: Görges spielt laut Rittner eine „hervorragende Saison“ (unter anderem Halbfinale in Auckland) und stieg im Fed Cup nervenstark zur Matchwinnerin auf. Das Potenzial der einstigen Nummer 15 der Welt aus Bad Oldesloe ist größer, als es ihr aktueller Weltranglistenplatz 45 ausdrückt.

Sabine Lisicki im Jahr 2017 noch ohne Match

Siegemund hingegen hat einen schwierigen Saisonstart hinter sich. Sie fiel in der Weltrangliste von Platz 37 auf 49 zurück und verlor den Status als zweitbeste Deutsche damit an Görges. Wie erfolgreich sie auf Sand auftreten kann, könnte sich diese Woche in Stuttgart zeigen. Und Andrea Petkovic oder Sabine Lisicki? Die Darmstädterin Petkovic kämpft immer wieder mit sich selbst, wurde für den Fed Cup nicht berücksichtigt. Aus den Top 70 in der Weltrangliste ist sie rausgerutscht. Die Berlinerin Lisicki hat nach einer Schulterverletzung in diesem Jahr noch kein Match bestritten. „Im Moment weiß ich noch nicht, wo ich wieder einsteigen werde“, erklärte die frühere Wimbledon-Finalistin vor wenigen Tagen.

Die Zukunft im Fed Cup: Am 20. September erfahren Rittner und ihre Spielerinnen, gegen wen die nächste Fed-Cup-Saison beginnt. Das Team sehnt sich nach dem ersten Finale seit 2014 und dem Titel. Im August wird zunächst über Reformen im Mannschaftswettbewerb entschieden. Möglich ist, dass die Weltgruppe von acht auf 16 Nationen wie im Davis Cup der Männer aufgestockt wird, was Rittner seit Langem begrüßt. Für die Spielerinnen würde das jedoch bis zu vier Partien pro Jahr bedeuten. „Ich glaube, dass das vorteilhaft für uns ist, weil wir auch in der Breite aufgestellt sind“, so Rittner.

Von Kristina Puck und Thomas Esser, dpa

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