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Die alte Pracht kehrt auf die Karl-Liebknecht-Straße zurück - Natursteinpflaster wird verlegt

Die alte Pracht kehrt auf die Karl-Liebknecht-Straße zurück - Natursteinpflaster wird verlegt

Trotz der Kritik an der Aufteilung der Fahrbahnen und Gehwege: Die Stadt geizt beim Umbau der Karl-Liebknecht-Straße und des Peterssteinweges nicht bei der Auswahl der Baumaterialien.

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Schön, aber teuer: Im Peterssteinweg wird gerade Natursteinpflaster verlegt. Auf diese Weise sollen die Stellflächen augenscheinlich hervorgehoben werden.

Quelle: André Kempner

Leipzig. Zwischen Körnerstraße und Martin-Luther-Ring werden die Gehwege der beiden Trassen weitgehend mit den gleichen Baumaterialien hergerichtet, wie sie um 1888 verwandt wurden - also mit Granitplatten und Naturstein-Pflaster.

Als diese Baumaterialien damals ausgewählt wurden, war Leipzig eine der reichsten Städte im Deutschen Reich. Viele Passanten reiben sich deshalb verblüfft die Augen, wenn sie auf der Ostseite der "Karli" oder auf dem künftigen Münzplatz gehen, auf den die Münzgasse mündet. Beide Bereiche sind bereits weitgehend fertig. Dies ist um so bemerkenswerter, da die Gehwege der Karl-Liebknecht-Straße relativ breit sind und dadurch große Mengen des teuren Materials benötigt werden. Bis zu 7,50 Meter sind die Fußwege abschnittsweise auch noch nach dem Umbau breit, damit die traditionsreiche Einkaufsmeile ihren Boulevardcharakter behält.

Auf diesen Gehwegen wird in großen Teilen der klassische Leipziger Belag aus Granitkrustenplatten mit beidseitiger Einfassung aus Mosaikpflaster verbaut. Auch die neuen Längsstellplätze an der Trasse werden mit Natursteinpflaster in einer Breite von zwei Metern ausgelegt; ebenso die Anlieferzonen, die es vor der Umgestaltung im Umbauabschnitt so gut wie gar nicht gab.

Zur Unterscheidung von den klassischen Stellflächen erhalten diese Anlieferflächen keinen Bordanschlag zum dahinter liegenden Gehweg, sondern werden oft nur mit Markierungsnägeln begrenzt und entsprechend beschildert. Autofahrer sollen sie so besser erkennen können und davon abgehalten werden, dort zu parken.

Ähnlich aufwendig wird der geplante Platz in Höhe der Münzgasse und der Einmündung der Straße des 17. Juni gestaltet: Dort wurde zwar eine relativ einheitliche Pflasterung gewählt, um den neuen Platz-Charakter deutlich zu machen. Trotzdem ist es durch unterschiedliche Steingrößen und farblich zurückhaltende Differenzierungen gelungen, die verschiedenen Fahrgassen kenntlich zu machen.

Um den Straßenzug stadtgestalterisch deutlich aufzuwerten, wird auch der einstige klare und dichte Alleecharakter der "Karli" wiederhergestellt. Zwar mussten wegen der Neuaufteilung des Straßenraumes 70 Bäume gefällt werden. Doch mit den geplanten Neupflanzungen von 62 Platanen sowie zwölf neuen Bäumen unweit der neuen Propsteikirche werden die Eingriffe in die Natur und Landschaft ausgeglichen. Eine komplett durchgängige Bepflanzung ist aber nicht möglich, weil die vielen Zufahrten, Park- und Anlieferflächen sowie die zahlreichen Schächte im Untergrund kein einheitliches Raster möglich machen.

Außerdem haben die Planer entschieden, dass im Peterssteinweg von der Dimitroff- bis zur Emilienstraße generell keine Bäume gepflanzt werden. Der Grund: Dafür ist nicht genug Platz vorhanden und der steinerne Charakter dieses Straßenabschnitts soll auch erhalten werden. Nur der neu entstehende Münzplatz soll mit einem prägnanten Baum aufgewertet werden - die rundum verlaufende Bank steht bereits.

Im Rathaus wird die ungewohnte Freigiebigkeit mit dem Charakter der Straßen begründet. Karl-Liebknecht-Straße und Peterssteinweg würden zu den wichtigsten Einkaufsstraßen der Stadt gehören und deshalb entsprechend aufwendig gestaltet, heißt es. Bei anderen alten Einkaufsmeilen werde ähnlich verfahren, wenn diese grundlegend umgebaut werden.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 18.11.2014

Andreas Tappert

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