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Umbau Karl-Liebknecht-Straße: Interessen-Parteien finden einen Kompromiss

Umbau Karl-Liebknecht-Straße: Interessen-Parteien finden einen Kompromiss

Im Streit um die Art und Weise des Umbaus von Karl-Liebknecht-Straße und Peterssteinweg ist ein Kompromiss gefunden. Er sieht vor, mehrere Trassenabschnitte binnen sechs Monaten fertigzustellen und so die Beeinträchtigungen für die Anlieger deutlich zu reduzieren, teilte die Stadt Leipzig am Donnerstag mit, nachdem auch der Interessenbeirat Karli der optimierten Bauvariante am Mittwoch zugestimmt hatte.

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Blick vom Peterssteinweg in die Karl-Liebknecht-Straße. (Archivfoto)

Quelle: André Kempner

Leipzig. Ursprünglich sollte zwei Jahre auf der gesamten Länge zwischen Körnerstraße und Wilhelm-Leuschner-Platz gebaut werden. Im Jahr 2014 sollte zunächst die stadteinwärtige Straßenseite umgestaltet werden, im Jahr darauf die stadtauswärtige. Gastronomen, Händler und Gewerbetreibende hatten daraufhin Alarm geschlagen, weil sie diese Art des Bauens finanziell nicht überstehen würden, insbesondere durch die hohen Einbußen der Freisitze an der Meile, die rund ein Drittel des Jahresumsatzes ausmachen. Die von ihnen gegründete Interessengemeinschaft (IG) Karli forderte, die gesamte Bau-Trasse in sechs Sektoren zu teilen, die jeweils komplett stadtein- und -auswärts saniert werden.

Alle Akteure machen Zugeständnisse

Die IG Karli hatte das Planungsbüro Stadtlabor als externen Berater und Moderator eingeschaltet, um in mehreren Workshoprunden mit dem Rathaus und den LVB einen Kompromiss auszuhandeln. Gleichzeitig haben alle Akteure erhebliche Zugeständnisse gemacht. Am Ende wurde vereinbart, im Abschnitt mit der höchsten Dichte an Kneipen - zwischen Shakespeare- und Körnerstraße - nur noch von etwa Mitte Februar bis Mitte August 2015 zu bauen, und zwar auf beiden Straßenseiten gleichzeitig. Dafür sind vorgezogene Bauleistungen der Wasserwerke sowie Gleisbauarbeiten der LVB von Januar bis etwa April 2014 notwendig. Auch der Peterssteinweg soll zwischen Dimitroff- und Härtelstraße nur noch im zweiten Halbjahr 2015 umgebaut werden, ebenfalls beide Seiten zeitgleich. Das Weihnachtsgeschäft der Läden auf der Ostseite werde dabei berücksichtigt, wurde vereinbart.

Straßenbahn kann fast ohne Unterbrechung fahren

Im mittleren Abschnitt zwischen Härtel- und Shakespearestraße sowie im Bereich des Wilhelm-Leuschner-Platzes wird wie bislang geplant jeweils halbseitig in wandernden Teilabschnitten gebaut. Dabei soll jeweils eine Fahrtrichtung für den Anlieger- und Anlieferungsverkehr durchgehend befahrbar sein. Der Vorteil dieser Lösung: Die Straßenbahn kann bis auf eine sechswöchige Sperrung in den Sommerferien 2015 auf Interimsgleisen oder den neugebauten Gleisen weiter verkehren. Die geplante neue Haltestelle „Münzplatz/LVZ“ soll jetzt schon mit Beginn der Umbauarbeiten eingerichtet werden - zunächst allerdings nur als Bau-Haltestelle. Ursprünglich sollte dies erst nach Fertigstellung des Straßenumbaus geschehen.

Ansprechpartner für alle Betroffenen

Vereinbart wurde auch, dass jeder Gewerbe-Anlieger der Karli bis Juli 2013 einen verbindlichen Bauablaufplan für seinen Bauabschnitt erhält und die Stadt in der gesamten Bauzeit vor Ort einen Ansprechpartner einsetzt, der bei Problemen für schnelle Lösungen sorgt. Außerdem wird bis Mai ein Parkraum- und Anlieferungskonzept erarbeitet, das kostenfreie Kurzzeitparkzonen in den Seitenstraßen auflistet und eine ständige Belieferung sicherstellen soll.

Darüber hinaus will die Stadt vor Baubeginn mit der IG Karli ein umfangreiches Werbe-, Informations- und Kommunikationskonzept erarbeiten. Noch geklärt werden soll unter anderem eine sichere Führung für den Radverkehr. „Unser Engagement hat sich gelohnt“, ist Falk Weinrich überzeugt, der die Kneipe Acapulco betreibt. „Ich bin sehr froh über die konstruktive Zusammenarbeit. Der Kompromiss bringt uns deutlich weniger Beeinträchtigungen als befürchtet. Wir werden ganz genau verfolgen, ob dies auch so eingehalten wird.“

Die erarbeitete Kompromisslösung soll Bestandteil eines Bau- und Finanzierungspapiers werden, den die Verwaltung dem Stadtrat zur Abstimmung vorlegen will. Die endgültige Entscheidung im Rathaus fällt dann voraussichltich im Mai 2013.

Andreas Tappert/agri

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