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Ambulant operieren Große Patienten-Umfrage: Wie zufrieden sind Sie mit Ihrer OP?
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Ambulant operieren
23:22 29.10.2015
Die große LVZ-Patientenserie zum „Ambulanten Operieren“. Quelle: dpa
Leipzig

Ob Grauer Star, Ausschabung oder Hand-OP: Immer mehr Operationen werden ambulant durchgeführt – bundesweit bereits rund sechs Millionen im Jahr. Denn das ist billiger. In Sachsen rechneten allein die Vertragsärzte im vorigen Jahr rund 240. 000 solche Eingriffe ab. Zudem bieten auch Kliniken zunehmend Operationen ohne stationäre Betreuung an. Doch wie steht es um die Qualität?

Während Krankenhäuser seit geraumer Zeit ihre Behandlungsergebnisse dokumentieren müssen, gilt das für den ambulanten Bereich bislang nicht. Zwar haben auch niedergelassene Ärzte strenge Vorgaben zu erfüllen, wenn sie ambulant operieren wollen. Wie gut sie ihr Handwerk beherrschen, wird dagegen nirgendwo offengelegt. Wenn Patienten ein solcher Eingriff bevorsteht, können sie nur der Empfehlung ihres behandelnden Arztes oder dem Rat von Verwandten und Bekannten vertrauen. Die Leipziger Volkszeitung  bietet ihren Lesern in den nächsten Wochen erstmals eine sachsenweite Orientierung. Mit Unterstützung der großen Krankenkassen  – AOK Plus, IKK Classic, Barmer GEK, Techniker Krankenkasse und DAK  – haben wir im September rund 100 .000 Versicherte befragt, die sich 2015 oder 2014 einem ambulanten Eingriff unterzogen haben.

Knapp 24 .000 von ihnen haben den Fragebogen nach ihrer Zufriedenheit ausgefüllt zurückgeschickt. Ein Team der TU Dresden unter Leitung von Gesundheitswissenschaftler Professor Joachim Kugler hat die anonymen Antworten wissenschaftlich ausgewertet. Exakt 18 .369 Fragebögen waren verwertbar.

Für die Umfrage wurden die neun häufigsten ambulanten Eingriffe bei Erwachsenen ausgewählt. Krankenkassen drängen seit Jahren darauf, unnötige Krankenhausaufenthalte zu vermeiden. „Was gut ambulant zu operieren ist, sollten Spezialisten ambulant behandeln“, sagt Rainer Striebel, Chef der AOK Plus. Trotz steigender ambulanter Fallzahlen zeigt der Trend auch bei stationären OPs nach oben. Der Vorsitzende der Kassenärztlichen Vereinigung Sachsen (KVS), Klaus Heckemann, begründet das im Interview mit der alternden Bevölkerung und der Zunahme degenerativer Erkrankungen.

Die LVZ startet deshalb eine Serie, in der die Ergebnisse der größten Patientenumfrage in Sachsen vorgestellt werden. Sie zeigt zum Beispiel, wer wie häufig ambulant operiert und ob unvorhergesehene Beschwerden auftraten. 

Steffen Klameth

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