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Marcus Viefeld (FDP): Der Mann, der den liberalen Geist lebt

Kandidatencheck Marcus Viefeld (FDP): Der Mann, der den liberalen Geist lebt

Marcus Viefeld verkörpert das, was die FDP ausmacht: Er hat sich die Freiheit genommen, über sein Leben selbst zu bestimmen. Während andere über Probleme jammern, sucht er schon nach Lösungen.

Marcus Viefeld (FDP)

Quelle: Christian Modla

Leipzig. Marcus Viefeld verkörpert das, was die FDP ausmacht: Er hat sich die Freiheit genommen, über sein Leben selbst zu bestimmen. Während andere über Probleme jammern, sucht er schon nach Lösungen. Seine Philosophie: „Es braucht weniger German Angst und endlich German Mut.“

Der 41-Jährige studierte Wirtschaftsinformatik in Ilmenau und Leipzig und startete kurz darauf in die Selbstständigkeit. Seit 20 Jahren arbeitet er nunmehr als freiberuflicher Webentwickler. Und wo er hinkommt, da weht ein frischer Wind. Was vielleicht auch ein wenig mit seiner Leidenschaft fürs Katamaran-Segeln zu tun hat, der er auf dem Cospudener See fröhnt. Viefeld ist der Mann, der den liberalen Geist lebt.

Er wurde in Berlin geboren. Seit mehr als zehn Jahren lebt er in Leipzig, vor sieben Monaten brachte seine Partnerin eine gemeinsame Tochter zur Welt. Er bestritt Wahlkämpfe für die FDP, kandidierte bei Bundestags- und Stadtratswahlen, gehörte dem Landevorstand seiner Partei an, war bis Mai 2017 Kreischef der Leipziger Liberalen. Jetzt kämpft er erneut um ein Mandat. Zur Bundestagswahl tritt Viefeld im Wahlkreis 152 an.

Sein großes politisches Thema ist die Digitalisierung. Viefeld erinnert sich an eine Uni-Vorlesung im Jahr 2004 zum E-Government. Das habe sich damals so angehört, erzählt er, als könnte die Markeinführung starten. „Doch die Politik hat das Thema verschlafen. Wir müssen immer noch für jeden Krimskrams zum Beamten rennen.“ Dabei: „Wenn sich etwas für Digitalisierung eignet, dann sind das die standardisierten Abläufe in der Verwaltung.“ Das Umdenken müsse schon in der Schule beginnen. Der FDP-Politiker spricht sich für ein Fach Digital- und Medienkunde aus. „Wir müssen die Kinder auf die digitale Welt vorbereiten“, sagt er, „das ist eine Grundvoraussetzung wie Lesen und Schreiben.“ Das Handy-Verbot an Schulen hält er für falsch. Auf der einen Seite fehle Geld für Lernmittel, auf der anderen ließen sich diese per Smartphone sogar kostenlos den Schülern zur Verfügung stellen.

Es sind aber auch urliberale Themen, die Viefelds Agenda bestimmen: Erst erwirtschaften, dann verteilen; das Steuersystem soll gerechter, Bürokratie abgebaut und ein Einwanderungsrecht geschaffen werden. Dass die Steuerbehörden sogar schon Firmen in der Gründungsphase mit zeitraubenden Sonderprüfungen überziehen, versteht er nicht: „Lasst die Leute doch erst mal arbeiten und ihre Ideen umsetzen.“ Bürgerrechte und Freiheit sieht Viefeld aktuell mit der Ausweitung der Videoüberwachung gefährdet. Der Staat stelle damit alle Menschen unter Generalverdacht, sehe in jedem einen potenziellen Straftäter. „Politik gaukelt Sicherheit damit nur vor“, sagt er und fordert stattdessen mehr Polizisten auf der Straße.
Es scheint, als treffe die FDP damit den Nerv vieler Leute. Nach vier Jahren Bundestagsabstinenz, findet Viefeld, „läuft es jetzt sehr positiv für uns“.

Klaus Staeubert

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