Startseite LVZ
Volltextsuche über das Angebot:

Illustration zur Bundestagswahl 2017 in Leipzig
Google+ Instagram YouTube
Leipzig bestätigt Kandidaten zur Bundestagswahl – und weist drei Bewerber ab

Ausschuss entscheidet Leipzig bestätigt Kandidaten zur Bundestagswahl – und weist drei Bewerber ab

Der Kreiswahlausschuss in Leipzig hat die Direktkandidaten zur Bundestagswahl 2017 bis auf drei Fälle zugelassen. Bei Bewerbungen von NPD, der MLPD und den Piraten gab es Mängel.

Die Leipziger Direktkandidaten für die Bundestagswahl stehen fest.

Quelle: Dirk Knofe

Leipzig. Die zugelassenen Leipziger Kandidaten für die Bundestagswahl am 24. September 2017 stehen fest. Wie die Stadt am Freitag mitteilt, habe der Kreiswahlausschuss über die eingereichten Vorschläge entschieden. Im Wahlkreis 152 Leipzig I (nördliches Stadtgebiet) können die Wähler einem von elf Bewerbern ihre Stimme geben, im Wahlkreis 153 Leipzig II (südliches Stadtgebiet) wurden zwölf Vorschläge bestätigt.

Nicht alle Vorschläge wurden auch zur Abstimmung zugelassen, so die Leipziger Wahlleiterin Ruth Schmidt. So wurden im Wahlkreis 152 Direktkandidaten von den Piraten, der Nationaldemokratischen Partei Deutschlands (NPD) und der Marxistisch-Leninistischen Partei Deutschlands (MLPD) abgelehnt. Der Piraten-Kandidat habe zu wenige Unterstützer-Unterschriften gehabt, außerdem fehlte das notwendige Zustimmungserklärung des Bewerbers, so Schmidt.

Bei den anderen beiden Kandidaten gab es ebenfalls formale Mängel in der Bewerbung. So habe es Abweichungen bei den Unterschriften auf den Dokumenten der Niederschrift der Versammlung zur Aufstellung der Bewerber und der dazu gehörigen eidesstattlichen Erklärung gegeben.

Von Satirepartei bis zum „Auserwählten“

Neben den Vertretern der bekannteren Parteien CDU, SPD, Linke, Grüne, FDP und AfD tauchen auch weniger geläufige Parteikürzel und auf der Kandidatenliste auf. So treten Madeleine Fellbauer und Karsten Werner für die Bürgerrechtsbewegung Solidarität (BüSo) an, die nach eigenen Aussagen „vor dem Zusammenbruch des spekulativen, globalisierten Weltfinanz- und wirtschaftssystems“ warnt. Endrik Bastian tritt für die Sozialistische Gleichheitspartei SGP an, die mit Landeslisten in Berlin und Nordrhein-Westfalen sowie einigen Direktkandidaten zur Bundestagswahl an den Start geht.

Die Freien Wähler, die zum Beispiel mit Jens Spiske den Bürgermeister in Markranstädt stellen, werben mit Robert Baier und Karsten Kietz um Stimmen. Frank Roeder, der in der Kandidatenliste als „Der Auserwählte“ aufgeführt wird, bezeichnet sich selbst auf seiner Facebook-Präsenz als unabhängigen Direktkandidaten. Die Satirepartei „Die Partei“ wetteifert mit Tom Rodig und Mathias Haschke um den Einzug in den Bundestag. Mit Ralf Detlef Kohl bewirbt sich unter „Wir sind Leipziger“ ein Kandidat für das Mandat, der mit seiner Bewerbung um das Amt des Oberbürgermeisters Aufmerksamkeit in Leipzig erregte. Diese Bewerbung scheiterte damals an zu wenigen Unterstützern.

Zugelassene Bewerber zur Bundestagswahl:

Wahlkreis 152 LEIPZIG I:

Jens Lehmann (CDU)

Franziska Riekewald (DIE LINKE)

Daniela Kolbe (SPD)

Christoph Neumann (AfD)

Volker Holzendorf (GRÜNE)

Marcus Viefeld (FDP)

Robert Baier (FREIE WÄHLER)

Madeleine Fellauer (BüSo)

Tom Rodig (Die PARTEI)

Endrik Bastian (SGP)

Ralf Detlef Kohl (Wir sind LEIPZIGER)

Wahlkreis 153 LEIPZIG II:

Dr. Thomas Feist (CDU)

Sören Pellmann (DIE LINKE)

Dr. Jens Katzek (SPD)

Siegbert Droese (AfD)

Monika Lazar (GRÜNE)

Friedrich Vosberg (FDP)

Ute Elisabeth Gabelmann (PIRATEN)

Karsten Kietz (FREIE WÄHLER)

Karsten Werner (BüSo)

Gudrun Kimmerle (MLPD)

Mathias Haschke (Die PARTEI)

Frank Roeder (Der Auserwählte)

Von lyn

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Wahl in Leipzig und Umgebung

Welche Koalition soll nach der Bundestagswahl 2017 regieren?