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Leipziger SPD-Bundestagskandidatin Kolbe gegen höhere Militärausgaben

LVZ-Interview Leipziger SPD-Bundestagskandidatin Kolbe gegen höhere Militärausgaben

Daniela Kolbe, sächsische SPD-Spitzenkandidatin aus Leipzig, fordert mehr Geld für Rentner und Bildung. Gleichzeitig kritisiert sie Bundeskanzlerin Merkel für geplante Rüstungsausgaben.

Daniela Kolbe tritt im Wahlkreis Leipzig für die SPD als Bundestagskandidatin an.

Quelle: André Kempner

Leipzig. Die sächsische SPD-Spitzenkandidatin Daniela Kolbe wirft Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) vor, die Rüstungsausgaben deutlich erhöhen zu wollen. Die zusätzlichen rund 30 Milliarden Euro sollten stattdessen für kostenlose Kitas und Bildung eingesetzt werden, fordert Kolbe, die auch Generalsekretärin ihrer Partei in Sachsen ist und im Leipziger Norden als Bundestagskandidatin ins Rennen geht. „Die Frage ist, wo man die Prioritäten setzt – ob bei der Bildung, so wie wir, oder beispielsweise bei der Rüstung.

"Frau Merkel hat angekündigt, die Rüstungsausgaben auf zwei Prozent des Bruttoinlandsprodukts zu erhöhen. Das wären 30 Milliarden Euro. Das Geld ist also im Haushalt vorhanden“, sagte Kolbe im LVZ-Interview. Statt Eurofighter oder Schützenpanzer zu finanzieren, seien aber Maßnahmen, die das Zusammenleben in Deutschland sozial gerechter machten, notwendig. Dazu zählt die SPD-Politikerin unter anderem eine Solidarrente, den Gerechtigkeitsfond für Ost-Rentner und kostenlose Bildung von der Kita bis zum Meisterbrief.

Die Bundeskanzlerin hatte angekündigt, das Ziel der NATO-Staaten, zwei Prozent ihrer Wirtschaftsleistung für die Verteidigung auszugeben, umsetzen zu wollen. Der Wehretat würde damit auf rund 62 Milliarden Euro steigen. 

ade

Das vollständige Interview mit Daniela Kolbe: " Ich kann die Wut, die manche Leute haben, verstehen".

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