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Einbrecher stehlen Technik: Jugendhaus in Borna steht ohne Computer da

Spendenaktion „Ein Licht im Advent“ Einbrecher stehlen Technik: Jugendhaus in Borna steht ohne Computer da

Im Kinder- und Jugendhaus Borna Gnandorf geht es jeden Tag mehr als turbulent zu. Hier wird gespielt, geredet, gelernt. Allerdings macht der Einrichtung fehlende Technik zu schaffen. Laptops und Tablets fielen mehreren Einbrüchen zum Opfer. Die LVZ-Spendenaktion „Ein Licht im Advent“ hilft.

Spielzeit im Kinder- und Jugendhaus in Gnandorf: Ylvie, Nele und Mitarbeiterin Gabriele Haferkorn versuchen sich an „Zicke Zacke Hühnerkacke“.

Quelle: Jens Paul Taubert

Borna. Ab 14 Uhr ist Schluss mit Ruhe, dann stürmen die Jugendlichen geradezu das Kinder- und Jugendhaus in Borna Gnandorf. Schnell sind die Plätze rund um Kicker- und Spieltisch besetzt, drängen sich die Mädchen und Jungen vor der Dartscheibe, machen es sich in der Sofa-Ecke gemütlich. Seit den 70er-Jahren besteht die Einrichtung ohne Unterbrechung, mittlerweile wird sie von der Kindervereinigung Leipzig betrieben. Das Publikum ist bunt gemischt, Grundschüler ab sechs Jahren sind ebenso Besucher wie junge Leute bis 27 Jahre, die schon mit eigenem Nachwuchs reingucken.

„Pro Tag sind bis zu 30 Kinder und Jugendliche hier“, sagt Gabriele Haferkorn, die stellvertretende Leiterin des Hauses in der Raupenhainer Straße. Und für die gibt es allerhand zu tun. So steht montags immer Dart auf dem Programm, dienstags bietet eine ehemalige Besucherin des Kinder- und Jugendhauses, die selbst mittlerweile Mutter ist, einen Tanzkurs an, mittwochs wird gebastelt, donnerstags gekocht. Freitags wandelt sich die Einrichtung in einen offenen Treff, wo gespielt und viel geredet wird. Doch wenn es um Beschäftigung mit Technik geht, muss Haferkorn passen. Denn Laptops, Fotoapparate, Beamer waren in der Vergangenheit begehrte Objekte bei Dieben. Mehrfach wurde das Haus Ziel von Einbrechern. Mit gravierenden Auswirkungen auf die Kinder- und Jugendarbeit.

„Kurse zum Beispiel zum Schreiben von Bewerbungen, zu Programmen wie Power Point und Word können wir derzeit nicht anbieten“, macht die stellvertretende Leiterin deutlich. Normalerweise könne hier viel geleistet werden, was bei den Kindern und Jugendlichen zuhause nicht zur Normalität gehöre, aber im Augenblick fehle es an entsprechender Ausstattung, es gebe lediglich ein Radio und einen Computer für die Büroarbeit.

„Für uns ist es wichtig, den Kindern zu vermitteln, dass mit Computern und Tablets mehr möglich ist als nur zu daddeln“, betont Haferkorn. Ob das Erstellen von Webseiten, die Nutzung der Online-Bibliotheken oder die Bearbeitung der eigenne Fotos: Dieser Tage müssen Mitarbeiter und Besucher auf solche Angebote gezwungenermaßen verzichten. Etwas sarkastisch formuliert: So bleibt mehr Zeit, um sich mit Gesellschaftsspielen zu beschäftigen.

Haferkorn und Leiterin Christine Laube wünschen sich drei Tablets – und eine Spielekonsole. „Denn das Spielen können wir nicht gänzlich außer Acht lassen.“ Auf dem Wunschzettel stehen zudem eine Disco-Kugel und eine Musikanlage. Die Tanzlehrerin bringe für ihren Kurs jedes Mal ihre eigene Technik von zuhause mit. „Mit dem einen oder anderen wären wir mehr als glücklich.“

Und als sei das alles nicht genug, steht bereits die nächste Herausforderung an. Wenn auf dem Areal rund um den alten Supermarkt Eigenheime entstehen, wie es der Bebauungsplan der Stadt vorsieht (die LVZ berichtete), muss auch der Garten des Kinder- und Jugendhauses umstrukturiert werden, um die Zufahrt zukünftig über die Raupenhainer Straße zu gewährleisten. „Wie das alles konkret aussehen wird, wissen wir noch nicht. Eines aber brauchen wir dann dringend: ein großes Schild, das auf unseren Treff hinweist“, so Haferkorn.

www.lvz.de/spendenaktion

Von Julia Tonne

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