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Mitten im Advent: Leipziger Bürgerwerkstatt ohne Drechselmaschine

„Ein Licht im Advent“ Mitten im Advent: Leipziger Bürgerwerkstatt ohne Drechselmaschine

Die Einrichtung der Diakonie hilft Menschen mit psychosozialen Krankheiten – jetzt braucht sie selbst Hilfe. Es fehlt an mehreren Maschinen, an Verschleißteilen und immer wieder auch an Material.

Arbeiten unter erschwerten Bedingungen: In der Bürgerwerkstatt der Diakonie fehlt es an vielem – von Maschinen bis hin zu verschiedenstem Material. Mitarbeiter Jörg Hofmann, hier bei der Vogelhausproduktion, macht das Beste draus.

Quelle: Christian Modla

Leipzig. Ausgerechnet das, ausgerechnet jetzt: In der Bürgerwerkstatt der Diakonie Leipzig hat die Drechselmaschine ihren Geist aufgegeben; die Produktion von Räuchermännchen liegt brach. Es ist nicht das einzige Gerät, was fehlt. Jetzt hoffen die Leute aus der Bürgerwerkstatt auf ein Licht im Advent.

Die Einrichtung ist offen für alle; vor allem aber finden hier diejenigen Hilfe, denen es nicht gut geht. Rund 20 Menschen, die die Diakonie über ihr „Psychosoziales Gemeindezentrum Blickwechsel“ betreut. Menschen mit Depressionen, Schizophrenie, Persönlichkeits- und Essstörungen, mit Phobien. Menschen, die krank sind und darüber oft in existenzielle Nöte geraten. Menschen ohne Lobby. Die Kassen zahlen für die medizinische Grundversorgung, aber nicht für Angebote, mit denen die Leute eine Tagesstruktur erhalten, die so wichtig ist, um wieder auf die Beine zu kommen. Deshalb hat die LVZ dieses Diakonie-Projekt für die Förderung im Rahmen der diesjährigen Aktion „Ein Licht im Advent“ ausgewählt.

„Wir bauen gerade ein Steckenpferd – dafür wäre eine Abrichte- und Hobelmaschine sehr gut“, erklärt Heiko Moritz, der in der Bürgerwerkstatt seinen Bundesfreiwilligendienst leistet. Weitere Werkzeuge, die für die umfangreiche Produktion gute Dienste leisten könnten: eine Gehrungs- und Kappsäge sowie eine Tisch-Fräsmaschine zur Produktion von Bilderrahmen aus dünnem Material. „Für unsere Nähwerkstatt könnten wir einen Zuschneidetisch gut gebrauchen“, ergänzt Bettina Kupke, ebenfalls eine Bundesfreiwillige im Diakonie-Team. Wichtig bei allen Geräten: Sie müssen transportabel sein, denn für stationäre Maschinen fehlt der Platz in der Eisenacher Straße, wie Jörg Hofmann erklärt, ehrenamtlicher Mitarbeiter. Auch sonst ist die Infrastruktur in die Jahre gekommen. Die kleine Küchenecke und der Garderobenschrank fallen bald auseinander. Ein neuer Schaukasten für die Aushänge wäre auch nicht schlecht.

Davon abgesehen fehlt es vor allem an Verschleißteilen und Material. Die Bürgerwerkstatt finanziert sich über den Verkauf der hergestellten Teile. So vielfältig die Produktpalette, so umfangreich der Bedarf an Rohstoffen: Vollholz für die Nistkästen; bunte Jerseystoffe für Kindertaschen, -rucksäcke, -hosen, -mützen, -schals, und -oberteile; Kordeln, Knöpfe, Reiß- und Klettverschlüsse. „Für unsere Kopfkissen brauchen wir immer wieder Füllmaterial“, sagt Sieglinde Engert, Leiterin der Nähwerkstatt. „Und wir müssen immer wieder Material oder Werkzeuge für unsere Ton-Produkte kaufen“, ergänzt Bettina Kupke. Nudelhölzer, Pinsel, teure Glasuren, Schneidedrähte, Messer. Ähnlich verhält es sich mit Blick auf die Acryl- und Seidenmalerei sowie die Korbflechterei.

Nach dem ersten LVZ-Beitrag über die Sorgen und Nöte der Menschen, die hier arbeiten, sind bereits erste Materialspenden eingegangen. Ältere Leute, die ihre eigene Werkstatt aufgelöst haben, brachten Sachen. Darüber freut sich das Team der Bürgerwerkstatt – dennoch ist es natürlich nicht schlecht, wenn Spenden fließen, damit bedarfsgerecht eingekauft werden kann.

Von Björn Meine

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