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Tierischer Aufriss für die Katzenwäsche in Leisnig

Licht im Advent Tierischer Aufriss für die Katzenwäsche in Leisnig

Einige der im August aus einem Tiermessi-haushalt aufgenommenen Katzen konnten in Tierheim Leisnig bereits ins Katzenhaus umquartiert werden. Jedoch befinden sich andere Tiere noch in der Quarantänestation. Einmal wöchentlich Waschen ist unumgänglich – was mit tierischem Aufwand verbunden ist. Auch sonst halten die Katzen die Mitarbeiter auf Trab.

Silke Pfumpfel mit einem British-Kurzhaar-Mischling. Das Tier wurde ins Katzenhaus umquartiert und kann vermittelt werden. Am 9. Dezember ist Tierweihnacht.
 

Quelle: Sven Bartsch

Leisnig.  Die Quarantänestation der Tiernothilfe Leisnig ist seit August dauerbelegt. Ruhig geht es zu, selbst wenn ein Fremder eintritt. Jede der zumeist langhaarigen Katzen hat ihren angestammten Platz. Eine schwarz-weiße thront majestätisch am Eingang auf der Katzenstreu: Ein Neuling, ob zwei- oder vierbeinig, muss an ihr zur Kontrolle vorbei.

Stromfresser unter der Decke

Den Raum gut überblicken, sich ein wenig von den anderen Tieren absondern oder sofort auf der Matte stehen, wenn die Aussicht auf Streicheleinheiten besteht – Einzelne zeigen sich von ihrer charmanten, schmusigen Seite. Heute sehen die Katzen etwas seltsam aus - flauschig und doch zerzaust irgendwie. Rosi Pfumpfel muss ein bisschen lachen: „Die sind frisch gewaschen und trocknen noch.“ Ein Heizstrahler unter der Decke spendet wohlige Wärme und frisst ordentlich Strom.

Medikamente schlagen nicht gleich an

Wer die sprichwörtliche Wasserscheu von Katzen vor Augen hat, bei dem keimt eine Ahnung auf: Diese Katzen aus Schweikershain, welche das Tierheim Leisnig im August aufgenommen hat, verursachen noch immer mehr Aufwand und Trubel, als es zunächst scheint. Einmal wöchentlich ist Katzenwäsche, mit Waschlappen und Schüssel daneben: Das Wasser enthält ein Mittel gegen Hautpilz. „Unter den Tieren ist Hautpilz ansteckend“, erläutert Rosi Pfumpfel, „manche haben es derart schlimm, dass mehrere Anwendungen nötig sind.“

Waschen ist Stress, aber unumgänglich

Natürlich würden die Tiere das Waschen als Stress erleben. Aber es müsse sein. Lässt sich ein Tier nicht behandeln, kann es dennoch kein Pardon geben. Notfalls gehen zwei Tierheimmitarbeiter zu Werke. Dass Rosi Pfumpfel sich wieder stärker in die Tierheimarbeit einklinkt, hat mit dem großen Schwung Schweikershain-Katzen zu tun. Da wird jede Hand gebraucht, denn bestimmte Behandlungen sind über längere Zeiträume notwendig.

Manchmal hilft Leberwurst

Bei manchen Tieren schlägt das Mittel nach drei Wochen Behandlung noch nicht an. Dann muss sie wiederholt werden. Das Verabreichen von Medikamenten in Tablettenform ist ein Abenteuer: Klappt es oder nicht? Manchmal helfen Tricks, wie Leberwurst, in der das Medikament versteckt ist. Doch Katzen sind nicht dumm. Was einmal funktionierte, muss nicht immer klappen. Silke Pfumpfel fasst mit an, wenn eine der Katzen mit der Behandlung nicht einverstanden ist.

Unterernährung großes Problem

 „Es ist jedes Mal ein Riesenaufriss", sagt sie. Neben den täglichen Medikamentengaben gehören Besuche beim Tierarzt zu den Dingen, womit die Katzen das Tierheimpersonal beschäftigen. Neben Entflohen und Kastrieren müssen die Tiere das Ziehen von Zähnen über sich ergehen lassen. Zudem hat chronische Unterernährung einem Großteil extrem zugesetzt. Eine der Katzen, die tragend ins Tierheim eingeliefert wurden, hat zwischenzeitlich geworfen.

Jungtiere tot geboren

Die Jungen waren alle tot, das Muttertier extrem geschwächt. Die Schweikershain-Katzen nahm das Tierheim aus einem Tiermessi-Haushalt auf. Das Veterinäramt vom Landratsamt Mittelsachsen ließ rund 80 Tiere beschlagnahmen. Eine Frau hielt sie alle in ihrem Haus, auf engstem Raum. Pfumpfel: „Es stresst die Tiere, wenn sie sich nicht aus dem Weg gehen können.“ Die ersten, bereits im August aufgenommenen Katzen sind unterdessen gesund, konnten aus der Quarantäne-Station ins Katzenhaus umquartiert werden und befinden sich mittlerweile in der Vermittlung.

Weiterzüchten unerwünscht

Die ersten, bereits im August aufgenommenen Katzen sind unterdessen gesund, konnten aus der Quarantäne-Station ins Katzenhaus umquartiert werden und befinden sich mittlerweile in der Vermittlung. Wenn am Sonnabend, 9. Dezember, die Tierweihnacht auf dem Gelände am Leisniger Eichberg gefeiert wird, ist das mit der Hoffnung verbunden, nicht nur für die anderen Bewohner des Tierheims, sondern auch für einige der Schweikershain-Katzen einen Interessenten zu finden. Die Tierheimmitarbeiter haben ein Auge darauf, an wen sie ihre Schützlinge abgeben. Wer vor hat, mit den Katzen weiter zu züchten, ist dort fehl am Platze: Die Katzen sind alle kastriert.

Für manch noch ein weiter Weg

Noch ist nicht abzusehen, wann die Tiernothilfe alle Schweikershain-Katzen gesundheitlich im Lot hat. Neben Einsatz wird es erheblich Geld kosten, und das benötigt die Einrichtung schon für einen neuen Fußboden im Katzenhaus. Dass die derzeitigen Bewohner der Quarantänestation psychisch ausgeglichen sind, sei schon ein Fortschritt. Als der erste Schwung im August nach Leisnig kam, herrschte unter ihnen das absolute Kommunikations-Chaos: Einzelne Exemplare gifteten sich extrem an, wenn sich auch nur eine andere Katze in der Umgebung bewegte. Andere drückten sich schüchtern in kleinste Ecken. „Wir sind auf einem guten Weg, damit die Tiere alle gesund werden“, so Pfumpfel. Bei einigen dauere es nur etwas länger.

Von Steffi Robak

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