Startseite LVZ
Volltextsuche über das Angebot:

Google+ Instagram YouTube
Lage nach Schlägerei in Leipziger Erstaufnahme wieder beruhigt

Konzept überarbeitet Lage nach Schlägerei in Leipziger Erstaufnahme wieder beruhigt

Am vergangenen Donnerstag gingen in der Erstunterkunft auf der Neuen Messe in Leipzig 200 Flüchtlinge aufeinander los. Inzwischen hat sich die Lage nach Angaben des Freistaates aber wieder entspannt.

Blick auf den Eingang zur Erstaufnahme in der Messehalle 4.

Quelle: dpa-Zentralbild

Leipzig. Nach den Auseinandersetzungen am vergangenen Donnerstagabend in der Flüchtlingserstunterkunft auf der Neuen Messe hat sich die Lage vor Ort entspannt. Das erklärte Ingolf Ulrich, Sprecher der Landesdirektion, am Dienstag auf Anfrage von LVZ.de. Die aus Furcht vor weiteren Übergriffen vor der Halle 4 campierenden 150 Afghanen, darunter auch einige Kinder, seien inzwischen auch wieder zurück in das Gebäude gezogen.

Ausschlaggebend für die Rückkehr der Gruppe sei vor allem eine nun dauerhafte Polizeipräsenz an der Halle sowie verstärkte Patrouillen der Sicherheitsmitarbeiter im Gebäude. Diese würden neuerdings stündlich durchgeführt, so Ulrich. Um schneller auf Probleme aufmerksam zu werden, führen die Verantwortlichen der Notunterkunft inzwischen auch kontinuierlich Gespräche mit den Wortführern aller Ethnien. Nicht zuletzt seien die Betreuungsangebote für alle Flüchtlinge ausgebaut worden. Unter anderem konnte mit Hilfe der Gemeinde Seehausen regelmäßiger Deutschunterricht organisiert werden, sagte Ulrich.

Für einige der bisher beschäftigen Dolmetscher hatte die Auseinandersetzung dagegen negative Konsequenzen. Die Landesdirektion macht Sprachmittler dafür verantwortlich, mit falschen Aussagen zur Eskalation beigetragen zu haben. Diese seien nun von ihren Aufgaben entbunden worden, so Ulrich am Dienstag.

Bei der Schlägerei am Donnerstagabend waren zwischenzeitlich bis zu 200 Menschen beteiligt. Mehrere Personen seien mit Latten, Tischbeinen, Bettgestellen und Ästen bewaffnet aufeinander losgegangen, erklärte die Polizei. Insgesamt fünf Menschen wurden verletzt. Die Messehalle 4 ist eine von insgesamt drei Erstaufnahmeeinrichtungen des Freistaates in Leipzig. Im Gebäude leben seit drei Wochen insgesamt 1800 Menschen auf engstem Raum.

Von Matthias Puppe

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Flüchtlinge in Leipzig
  • Zeitung in Schulen

    Herzlich willkommen bei den Schulprojekten der Leipziger Volkszeitung und ihrer Regionalausgaben. mehr

  • LVZ-Kreuzfahrtmesse
    Infos zur LVZ-Kreuzfahrtmesse

    Willkommen an Bord: Am 22. Oktober 2017 luden LVZ und Vetter Touristik zur 1. Kreuzfahrtmesse ein. Hier gibt es einen Rückblick. mehr

  • LVZ-Fahrradfest 2017
    Logo LVZ-Fahrradfest

    Das 13. LVZ-Fahrradfest lud am 14. Mai 2017 wieder Radler ein, gemeinsam in die Pedalen zu treten. Fotos, Videos und Infos finden Sie in unserem Sp... mehr

  • Schlingel - Familienmagazin
    Schlingel - Das Familienmagazin der LVZ

    Das Familienmagazin der LVZ. Wir richten uns an Eltern und Kinder, die in Leipzig und Umgebung zu Hause sind. Ihnen möchten wir ein nützlicher, unt... mehr

  • Schau! Das Leipziger Museumsportal
    Schau! Das Leipziger Museumsportal

    Alle Informationen zu den Museen in Leipzig, ihren Ausstellungen und Events auf einen Blick im Special der LVZ. mehr