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Flüchtlinge in Leipzig Lindenauer „Kontaktstelle Wohnen“ gibt Einblick – Unterstützer gesucht
Thema Specials Flüchtlinge in Leipzig
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15:48 19.09.2016
Umzug in eigenen Wohnraum bleibt für viele Flüchtlinge noch ein Traum. (Archivfoto)  Quelle: LVZ
Leipzig

 Im Stadtteil Lindenau wird Flüchtlingen seit Anfang des Jahres bei der Suche nach eigenen vier Wänden innerhalb eines ehrenamtlichen Projekts geholfen. Die Mitarbeiter der „Kontaktstelle Wohnen“ in der Georg-Schwarz-Straße 19 begleiten die Suchenden, helfen beim Kennenlernen mit Vermietern und Wohngemeinschaften, stehen bei Fragen zu Mietverträgen und formellen Angelegenheiten zur Verfügung. Mehr als 100 Menschen konnten nach eigenen Angaben allein in den vergangenen drei Monaten so in eigene Wohnungen vermittelt werden.

Am Dienstag lädt die Initiative zum Tag der offenen Tür ein. Ab 14 Uhr sollen sich Anwohner und Interessierte nicht nur über die Erfolge seit Beginn des Projekts, sondern auch über Schwierigkeiten informieren können. Zu den Hürden gehört unter anderem eine drohende Umsetzung der Wohnsitzauflage für Flüchtlinge mit positivem Bescheid im Freistaat, heißt es. „Wenn Menschen aus dem Umland in unsere Sprechstunde kommen, weil sie gerne nach Leipzig ziehen wollen, wissen wir zur Zeit nicht, was wir ihnen raten sollen, da erst im November entschieden wird, wie die Wohnsitzauflage in Sachsen umgesetzt wird“, sagte Kontaktstellen-Sprecherin Dana Ersing.

Neben einer sinnvolleren Regelung der Residenzpflicht hofft die Kontaktstelle auch auf noch mehr Hilfe aus der Stadtgesellschaft. Angesichts der großen Zahl an Geflüchteten, die aktuell noch in den Zeltstädten am Deutschen Platz und auf der Alten Messe leben, sind zusätzliche Angebote von Vermietern und Wohngemeinschaften, die Flüchtlinge aufnehmen können, gern gesehen.

Außerhalb der Sonderöffnung zum Tag der offenen Tür hat die „Kontaktstelle Wohnen“ montags und dienstags von 10 bis 12 Uhr und mittwochs und donnerstags von 13 bis 15 Uhr Sprechzeit.

www.kontaktstelle-wohnen.de

Von mpu

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