Startseite LVZ
Volltextsuche über das Angebot:

Hochwasser in Sachsen
Google+ Instagram YouTube
7400 Mitnetz-Kunden ohne Strom - Besserung in Sicht - Bad Düben und Torgau kritisch

7400 Mitnetz-Kunden ohne Strom - Besserung in Sicht - Bad Düben und Torgau kritisch

Rund 7400 Kunden des enviaM-Netzbetreibers Mitnetz Strom sind in den mitteldeutschen Hochwassergebieten von Ausfällen betroffen. 69 Ortsteile in 13 Landkreisen haben mit Problemen zu kämpfen , teilte das Unternehmen mit.

Voriger Artikel
Nach der Öffnung des Nahlebauwerks: Leipziger Waldtiere sterben in den Fluten des Auwalds
Nächster Artikel
Dammrutsch bei Altenburg - Bahnstrecke Leipzig-Zwickau gesperrt

Die Stromversorgung ist in den einigen Überflutungsgebieten gefährdet. Rund 4900 Mitnetz-Kunden waren am Dienstag in Sachsen ohne Strom.

Quelle: dpa

Leipzig. Waren am Montag noch rund 20.000 Kunden ohne Spannung, sei die Zahl jetzt "sehr stark rückläufig", so Andreas Polster, Leiter im Bereich Anlagenmanagement. Während sich im Landkreis Leipzig die Lage langsam entspannt, macht der hohe Muldepegel in Bad Düben weiter Druck.

In Sachsen müssen am Dienstag 4900 Kunden ohne Strom auskommen, 3100 davon im Landkreis Leipzig. Schwerpunkte bilden die Regionen Grimma und Colditz. Nur langsam fallen die Muldepegel auf die Grenze zur Alarmstufe 4. In den hochwassergefährdeten Gebieten musste die Mitnetz Trafostationen vom Netz nehmen. "Wir haben die Kontrollen verstärkt", sagte Polster, denn so schnell wie möglich wolle man die Stromversorgung wieder stabilisieren.

In der Nacht zu Dienstag konnten in Sachsen 1500 Kunden wieder an die Versorgung angeschlossen werden. Wo sich das Wasser zurückzieht, müssen zuerst die Aufräum-Trupps ran. Überschwemmte Stationen werden gereinigt und technisch kontrolliert. 500 Mitarbeiter des Unternehmens und von Vertragsfirmen waren am Montagabend im Einsatz, um die Störungen in der Versorgung zu beseitigen.

Hohe Muldepegel: Trafostationen bleiben abgeschaltet

Sorgen macht dem Netzbetreiber vor allem Bad Düben. Dort hielt sich am Dienstag der Muldepegel auf sehr hohem Niveau, so dass wegen der anhaltenden Flutgefahr Trafostationen weiterhin nicht wieder ans Netz gehen können. Das Umspannwerk Eilenburg/Ost wurde nicht überflutet, alle getroffenen Vorsorgemaßnahmen können laut Mitnetz dort zurückgebaut werden.

Der Landkreis Nordsachsen hält allerdings an Evakuierungen in Eilenburg fest. Die Gefahr einer Überflutung sei aus Sicht des Krisenstabs noch nicht gebannt, sagte ein Sprecher gegenüber LVZ-Online. Die Rettungskräfte und Helfer konzentrieren sich dort am Dienstag auf die Sicherung der Deiche. Da auch die Elbe immer mehr Wasser führt, könnten auch in Torgau Störungen auftreten, teilte Mitnetz mit.

In der Netzregion Sachsen-Anhalt wurde von Mitznetz ein weiterer Krisenstab einberufen. In Sachsen-Anhalt seien aktuell 1.900 Kunden ohne Strom. Schwerpunkte bilden die Landkreise Anhalt-Bitterfeld sowie Burgenlandkreis und Saalekreis.Im Bereich des Umspannwerkes Halle Nord musste Mitnetz Sicherheitsabschaltungen vornehmen.

Stadtwerke Leipzig bleiben in voller Alarmbereitschaft

Die Stromversorgung in der Stadt Leipzig ist dagegen weiter stabil, teilten die Stadtwerke Leipzig mit. Neuralgischer Punkt bei Überflutungen wäre das Umspannwerk D in der Telemannstraße, Ecke Ferdinand-Rhode-Straße, so das Unternehmen auf Anfrage von LVZ-Online. Bei einer Abschaltung wären im Normalfall rund 20.000 Haushalte im Zentrum Süd, Zentrum West und in der Südvorstadt betroffen. Durch technische Vorkehrungen werden aber selbst im Ernstfall deutliche weniger Haushalte unter den Folgen leiden, teilten die Stadtwerke mit. Der kommunale Versorger und die Tochterfirma Netz Leipzig blieben trotz der glimpflichen Nacht in voller Alarmbereitschaft, hieß es weiter.

Von der Abschaltung einer Gasleitung am Montag im Nordwesten der Stadt dürften die Kunden nichts bemerkt haben. Die Wärmeversorgung konnte durch die Nutzung anderer Kapazitäten aufrecht erhalten werden, so die Stadtwerke. Die Abschaltung war nötig, weil im Norden Leipzigs das Nahle-Wehr gezogen werden musste. Die Wassermassen der Weißen Elster überfluteten Teile des Auwalds und richteten auch Schäden in Böhlitz-Ehrenberg an.

Evelyn ter Vehn

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Hochwasser in Leipzig
  • Zeitung in Schulen

    Herzlich willkommen bei den Schulprojekten der Leipziger Volkszeitung und ihrer Regionalausgaben. mehr

  • LVZ-Kreuzfahrtmesse
    Infos zur LVZ-Kreuzfahrtmesse

    Willkommen an Bord: Am 22. Oktober 2017 luden LVZ und Vetter Touristik zur 1. Kreuzfahrtmesse ein. Hier gibt es einen Rückblick. mehr

  • LVZ-Fahrradfest 2017
    Logo LVZ-Fahrradfest

    Das 13. LVZ-Fahrradfest lud am 14. Mai 2017 wieder Radler ein, gemeinsam in die Pedalen zu treten. Fotos, Videos und Infos finden Sie in unserem Sp... mehr

  • Schlingel - Familienmagazin
    Schlingel - Das Familienmagazin der LVZ

    Das Familienmagazin der LVZ. Wir richten uns an Eltern und Kinder, die in Leipzig und Umgebung zu Hause sind. Ihnen möchten wir ein nützlicher, unt... mehr

  • Schau! Das Leipziger Museumsportal
    Schau! Das Leipziger Museumsportal

    Alle Informationen zu den Museen in Leipzig, ihren Ausstellungen und Events auf einen Blick im Special der LVZ. mehr