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Hochwasser in Sachsen
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Dramatische Hochwasserlage in Magdeburg – Elbepegel steigen weiter

Dramatische Hochwasserlage in Magdeburg – Elbepegel steigen weiter

In Magdeburg hat sich die Hochwasserlage an der Elbe am Samstagmorgen weiter zugespitzt. Nach Angaben der Stadt hat das Wasser an der Strombrücke inzwischen eine Höhe von 7,30 Metern erreicht.

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Das steigende Hochwasser der Elbe hat die Zollstraße in Magdeburg überflutet.

Quelle: Jens Wolf

Magdeburg. Vor allem in Magdeburg-Werder ist die Lage kritisch. An der Zollstraße drücken die Fluten gegen die Ufermauer, auch der Grundwasserstand bereitet hier Probleme. Ein Altenpflegeheim wurde bereits evakuiert. Nach Angaben eines Sprechers müssen sich auch die restlichen Bewohner in dem Bereich darauf einstellen, ihre Häuser zu verlassen. Sie würden aber rechtzeitig informiert. In einigen Straßen musste auch die Elektrizität abgestellt werden. Normal ist in Magdeburg ein Pegelstand der Elbe von zwei Metern.

In einem offenen Brief wandte hat sich Magdeburgs Oberbürgermeister Lutz Trümper an die Bürger der Stadt. Ihnen stehe ein dramatisches Wochenende bevor. Die Stadt erlebe eine Ausnahmesituation, wie es sie nur selten gegeben habe. Dennoch bestehe kein Grund, Teile der Stadt zu evakuieren. Auch beim erwarteten Pegelstand der Elbe von 7,40 Metern sollte der Hochwasserschutz gewährleistet sein. Aktuell seien mehr als 3000 Einsatzkräfte aus dem gesamten Bundesgebiet im Einsatz, 1000 Bundeswehrsoldaten seien auf dem Weg. Trümper rief die Menschen dazu auf, unnötige Autofahrten zu vermeiden und die Wege der Einsatzkräfte offen zu halten.

Südlich von Magdeburg wird wegen eines vermuteten Deichbruchs an der Elbe die Ortschaft Susigke evakuiert. Rund 300 Bewohner sollten ihre Häuser verlassen. Für sie standen Busse bereit, um sie in eine Sporthalle in Osternienburg zu bringen. Wie die Stadt Aken, zu der Susigke gehört, am Samstag mitteilte, stand Wasser auf der Landstraße 63. Die Feuerwehr suchte noch nach dem Ursprung des Wassers. Nach Angaben des Krisenstabs der Landesregierung wurde aber ein Deichbruch als Ursache vermutet. Für die Ortschaft Susigke wurden weitere Einsatzkräfte von Feuerwehr und Bundeswehr angefordert.

Bei Bitterfeld (Anhalt-Wolfen) entspannt sich die Lage. Die Bundeswehr will am Vormittag ein Leck zwischen dem Goitzschesee und dem Seelhausener See schließen. Dazu sollen aus Hubschraubern der Bundeswehr große Sandsäcke abgeworfen werden. Die Differenz der Pegelstände zwischen den beiden Seen sank um mehr als einen halben Meter in den vergangenen 24 Stunden auf nun 5,95 Meter. In den vergangenen Tagen wurde befürchtet, dass ein größeres Leck zwischen den beiden Seen eine Flutwelle vom höher gelegenen Seelhausener See in die Goitzschesee auslösen könnte. Dann würde auch Bitterfeld überflutet. Die Gefahr noch nicht abgewandt.

In Halle an der Saale ist der Pegelstand des Flusses in den vergangenen 24 Stunden um rund einen halben Meter gesunken. Trotzdem bleibt die Lage auch dort angespannt. Das Wasser sank am Samstagmorgen auf einen Stand von 6,99 Metern. Nach Angaben eines Sprechers der Stadt ist man optimistisch. Dennoch stünden der Passendorfer und der Gimritzer Damm weiter unter enormem Druck durch das Wasser.

dpa

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