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Hochwasser in Sachsen
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Hochwasser in Sachsen – Dresden ruft vorsorglich Alarmstufe 3 für die Elbe aus

Hochwasser in Sachsen – Dresden ruft vorsorglich Alarmstufe 3 für die Elbe aus

Der Dauerregen lässt die Pegel der sächsischen Flüsse weiter steigen. In Dresden rief die Stadt vorsorglich die Alarmstufe 3 für die Elbe aus. Der Pegel lag um 10 Uhr bei 5, 24 Meter mit steigender Tendenz.

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Hochwasser in Dresden: Die Stadtverwaltung hat vorsorglich die Warnstufe 3 ausgerufen.

Quelle: Dominik Brüggemann

Dresden. In der Nacht zu Sonntag wurde das Terrassenufer gesperrt, am Vormittag bauten Mitarbeiter die mobilen Schutzwände an der Münzgasse und der Brühlschen Gasse auf.

Das Wasser hat bislang Teile der beidseitigen Radwege überflutet. Die Unterführung an der Augustusbrücke steht ebenfall voll Wasser. Die Schiffe der Sächsischen Dampfschiffahrt haben den Verkehr eingestellt. "So wie die Situation sich jetzt darstellt, müssen wir mit einem ernsthaften Hochwasser rechnen", sagt Umweltamtsleiter Christian Korndörfer. In Dresden gab es in den vergangenen 24 Stunden eine Niederschlagsmenge von 31 Litern je Quadratmeter. 

Laut aktueller Hochwasserwarnung für die Elbe sollen die sächsischen Elbepegel weiter sehr schnell steigen. Bislang seien im tschechischen Einzugsgebiet noch keine Hochwasserscheitel erkennbar. In Dresden und Riesa schließt das Landeshochwasserzentrum Sachsen die Alarmstufe 4 nicht aus. Diese Stufe könnte bis Dienstag erreicht werden, so die Einschätzung. In Schöna muss bis Montag mit dem Überschreiten des Richtwertes der Alarmstufe 4 gerechnet werden. Anlieger sollen notwendige Hochwasserabwehrmaßnahmen vorbereiten, empfiehlt das Amt.

Auch für den Lockwitzbach rief die Stadt am Sonntagmittag die Alarmstufe 3 aus. Die teils heftigen örtlichen Regenfälle lassen den Pegel dort weiter ansteigen, so dass es zu örtlichen Überschwemmungen kommen kann. Alle Anwohner des Lockwitzbaches sind aufgefordert besonders vorsichtig zu sein, informierte die Stadtverwaltung.

Insbesondere im südlichen Sachsen liegen die Werte teils deutlich höher. In Loessnitz an der Zwickauer Mulde fielen rund 56 mm Niederschlag, in Marienberg etwa 67 mm und in Morgenröthe-Rautenkranz bei Chemnitz lagen die Messwerte bei über 100 mm. In durchschnittlichen Jahren kommt die Region auf Niederschlagsmengen zwischen 650 und 850 mm. Die Stadt Chemnitz hat nach dem nächtlichen Dauerregen Katastrophenalarm ausgerufen. Am Sonntagmorgen wurde am Fluss Chemnitz kurzzeitig die Schwelle zur Hochwasser-Alarmstufe 4 überschritten, teilte die Stadt mit. Für die Zwönitz gilt bereits die höchste Alarmstufe.

Mittlerweile seien auch die Rückhalteräume einiger Talsperren nahezu ausgelastet. „So wird an der Talsperre Eibenstock noch heute der Vollstau erreicht. Der Abfluss der Zwickauer Mulde kann dann durch die Talsperre nicht mehr beeinflusst werden“, hieß es. Umweltminister Frank Kupfer (CDU) wollte sich am frühen Nachmittag im Hochwassergebiet einen Überblick verschaffen.

Nach Angaben des Lagezentrums im Innenministerium schwankt die Situation in den einzelnen Gebieten rasch, weil örtlich immer wieder Starkregen herunterkommt und die Wasserstände dann auch kurzzeitig zu Alarmstufen der höchsten Kategorie 4 führen. Am Sonntagmittag galt diese Stufe bereits für sieben Pegel, darunter Rautenkranz (Zwickauer Mulde), Burkhardtsdorf 2 (Zwönitz), Zwickau-Pöblitz (Zwickauer Mulde) und Leisnig (Freiberger Mulde).

Auch in Zwickau und im Landkreis Leipzig gaben die Behörden Katastrophenalarm. In Grimma ist die Lage vergleichsweise entspannt. Allerdings wird hier noch mit einem Ansteigen der Mulde gerechnet. Die Verwaltung widersprach Darstellungen, wonach die Altstadt überflutet sei. Am Mittag will der Krisenstab entscheiden, ob es vorsorglich zu Evakuierungen kommt. In Zwickau wurden die Bürger aufgerufen, Autos aus der Innenstadt zu bringen und Keller zu sichern.

Die Dauerregensituation hält laut Deutschem Wetterdienst (DWD) mit kurzen Unterbrechungen bis Montag weiter an. Erst im Verlauf des Montag setzt mit einem Ausläufer des Azorenhochs Wetterberuhigung ein, so die Prognose. Weitere Informationen bietet das . Ein Bürgertelefon ist unter der Telefonnummer (0351) 2612-9999 geschaltet.

Dominik Brüggemann/dpa

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