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Hochwasser in Sachsen
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Lage im Norden Sachsen-Anhalts weiter dramatisch - Elbepegel in Magdeburg sinkt weiter

Lage im Norden Sachsen-Anhalts weiter dramatisch - Elbepegel in Magdeburg sinkt weiter

Nach dem Deichbruch an der Elbe bei Fischbeck im Landkreis Stendal ergießen sich die Wassermassen weiter ins Hinterland. Die Bundeswehr wollte am Dienstagmorgen nach Angaben des Krisenstabs der Landesregierung erneut versuchen, die Bruchstelle zu schließen.

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Quelle: dpa

Stendal/Magdeburg. Die Versuche am Montag waren gegen Mitternacht abgebrochen worden.

Nun sollen aus Hubschraubern wieder große Sandpakete abgeworfen werden. Damit soll zumindest eine Reduzierung der einfließenden Wassermenge erreicht werden. Die Hauptströmung des einbrechenden Wassers verlaufe derzeit in Richtung Havelpolder. Das Wasser hat weiter die Bundesstraße 107 zwischen Jerichow und Fischbeck überflutet. Inzwischen nähert es sich dem nördlichen Stadtgebiet von Jerichow (Landkreis Jerichower Land).

In Hohengöhren ist die Lage an der Elbe dagegen unverändert. Der Deichabrutschung ist bisher nicht der befürchtete Deichbruch gefolgt. Eine Sprecherin des Krisenstabs erklärte, man sei froh um jede Stunde, die der Deich halte. Die Arbeiten an dem Damm waren abgebrochen worden, nachdem die Sicherheit der Einsatzkräfte nicht mehr gewährleistet werden konnte. Im Laufe des Tages soll neu entschieden werden, ob die Sicherungsmaßnahmen wieder aufgenommen werden.

Kritisch ist die Lage auch am Umspannwerk Sandau, das die Stromversorgung von Havelberg und angrenzenden Teilen Brandenburgs sichert. Derzeit ist es gegen die Fluten gesichert. Auch bei Wulkau ist die Lage an der Elbe kritisch, aber stabil.

Im Landkreis Stendal sind nach Angaben des Krisenstabs der Landesregierung derzeit rund 2 800 Einsatzkräfte im Einsatz, davon mehr als 1 000 Bundeswehrsoldaten. Dazu kommen rund 2 400 freiwillige Helfer. Bisher seien knapp 8 000 Menschen von Evakuierungen betroffen. Für weitere 3 300 Menschen sei die Evakuierung vorbereitet worden.

In der Landeshauptstadt von Sachsen-Anhalt sinkt der Pegelstand der Elbe weiter. Nach Angaben eines Sprechers der Stadt Magdeburg fiel der Stand am Dienstagmorgen auf 6,89 Meter. Die wichtige Marke von 7,00 Metern war bereits am Montagabend unterschritten worden. Der Landesbetrieb für Hochwasserschutz und Wasserwirtschaft geht von einem weiter sinkenden Pegelstand aus.

Dennoch bleibt die Lage in Magdeburg angespannt. Oberbürgermeister Lutz Trümper wandte sich am Montagabend erneut an die Bürger. Die Gefahr sei noch nicht gewichen, hieß es in einer Botschaft auf der Internetseite der Stadt. Besonders die Menschen in den ostelbischen Gebieten seien weiter aufgefordert, ihren Häusern fernzubleiben.

Im Landkreis Börde war die Lage stabil. Ein Sprecher erklärte, man beobachte die Lage an den Deichen nördlich von Magdeburg, ein Eingreifen stehe aber aktuell nicht an. An mehreren Standorten wurden Depots mit Sandsäcken geschaffen, um im Notfall einsatzbereit zu sein. Im Salzlandkreis südlich von Magdeburg hat sich die Lage in der Nacht zumindest nicht verschlechtert. Nach Angaben des örtlichen Katastrophenstabs ains weiter große Teile des Elbe-Saale-Winkels überflutet.

Nach dem Deichbruch bei Groß Rosenburg bleibe die Lage angespannt. Es seien jedoch keine weiteren Evakuierungen notwendig geworden. Bisher wurden die Menschen in drei Ortsteilen von Schönebeck, Groß Rosenburg und Lödderitz aufgefordert, ihre Häuser zu verlassen.

Im Landkreis Anhalt-Bitterfeld ist die Lage weiter kritisch, vor allem bei Aken, wie ein Sprecher erklärte. Nach Angaben des Krisenstabs der Landesregierung wollte die Bundeswehr auch hier die Lage nach einem Durchbruch nördlich der Stadt mit Sandpaketen aus Hubschraubern stabilisieren. Die Tendenz ist mit sinkenden Pegelständen von Elbe und Saale insgesamt positiv. 10 000 Menschen im Landkreis waren aufgefordert worden, sich in Sicherheit zu bringen.

dpa

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