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Hochwasser in Sachsen
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Katastrophenfall: Höchste Warnstufe in Nordsachsen

Katastrophenfall: Höchste Warnstufe in Nordsachsen

Im Landkreis Nordsachsen ist am Sonntag Nachmittag um 16 Uhr der Katastrophenarlarm ausgerufen worden. Darüber informierte Landrat Michael Czupalla (CDU). Dieser gelte für alle Kommunen, die an der Mulde liegen.

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In Bad Düben werden Sandsäcke verladen.

Quelle: Steffen Brost

Nordsachsen. Das sind die Städte Eilenburg und Bad Düben sowie die Gemeinden Jesewitz, Zschepplin, Doberschütz, Laußig und Löbnitz.

Die Muldepegel steigen weiter. An dem für Eilenburg maßgebenden Pegel in Golzern steht das Wasser bei 5,86 Meter (15.15 Uhr) - Tendenz steigend. Ab 6 Meter herrscht die höchste Warnstufe 4. Dann könnten größere bebaute Gebiete Schaden nehmen, Menschen und Tiere sind akut gefährdet. Außerdem besteht dann eine unmittelbare Gefahr von Deichbrüchen. Überall in der Region sind mittlerweile Einsatzkräfte der Feuerwehr tätig. Sie füllen Sandsäcke und kontrollieren die Deiche.

Czupalla hat mittlerweile um Verstärkung bei Polizei und Bundeswehr gebeten. Auch sollen erste Straßen gesperrt worden sein - die von Bad Düben über Hohenprießnitz nach Eilenburg. Menschen mussten noch nicht evakuiert werden. Bedrohlich könnte die Lage in Eilenburg für ein Pflegeheim werden sowie für den Stadtteil Hainichen, der in der Muldeaue liegt.

In Laußig ist die Feuerwehr um 16 Uhr alarmiert worden. Die Kameraden packen Sandsäcke,  wollen Deiche bei Gruna und Mörtitz auf einer Länge von 150 Metern sichern, teilte Bürgermeister Lothar Schneider (parteilos) auf Anfrage mit. Die Fähre in Gruna ist derweil außer Betrieb.

In Bad Düben werden bereits Teile der Altstadt gesichert, darunter das Naturparkhaus und tiefer gelegene Straßen. Politessen haben Anwohner infomiert, am ehemaligen Gymnasium findet eine große Sandsäcke-Aktion statt. Auch das Unternehmen Profiroll, das nahe der Mulde liegt, ist in Alarmbereitschaft. Das Augenmerk liege zudem auf die Stadtteile Schnaditz und Tiefensee, wie Bürgermeisterin Astrid Münster (FWG) sagte.

In der Gemeinde Löbnitz werden ebenfalls Sandsäcke gepackt. Anwohner der Fasanerie wurden aufgefordert, die Keller zu räumen. In der Gemeinde mussten bereits Pferde vor dem Hochwasser gerettet werden.

Der Landkreis hat zwischenzeitlich seinen Stab personell erhöht. Über 40 Mitarbeiter sind im Einsatz. Czupalla selbst bereist die Regionen, kommt  am Abend mit den Bürgermeistern betroffener Kommunen zusammen. Zudem ist ein Bürgertelefon freigeschaltet worden. Unter

034202/988555

gibt es Auskunft zur Hochwasserlage. Auch via Mail unter buergertelefon@lra-nordsachsen.de können Fragen gerichtet werden.

Eine ausführliche Berichterstattung lesen Sie am Montag in der LVZ Delitzsch-Eilenburg.

Nico Fliegner

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