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Hochwasser in Sachsen
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Stadtfest-Sonntag fällt ins Wasser - Veranstalter sagen Programm ab

Stadtfest-Sonntag fällt ins Wasser - Veranstalter sagen Programm ab

Das in den vergangenen Jahren von Sonne verwöhnte Stadtfest in Bad Düben brauchte diesmal einen Regenschirm: Trübes Wetter, Niederschläge, auch lang anhaltende, überschatteten die Feierlichkeiten.

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Über 30 Teilnehmer gehen beim Stadtlauf an den Start und absolvieren eine Runde durch die Altstadt.

Quelle: bro

Bad Düben. Das bedeutete deutlich weniger Besucher als in Vorjahren. Das für Sonntag angekündigte Programm ist angesichts der Wetter- und Hochwasserlage kurzfristig abgesagt worden. Die Kleinstadt an der Mulde hatte plötzlich andere Sorgen.

Es sollte nicht sein: Regen, Hochwassergefahr, der Muldepegel ein ständiges Auf und Ab. Während Freitag und Sonnabend noch gefeiert werden konnte, haben die Veranstalter gestern Morgen die Reißleine gezogen. "Unter Berücksichtigung der aktuellen Situation und weil Kräfte anderweitig gebunden sind, haben wir uns zu diesem Schritt entschlossen", sagte gestern Mittag Reneé Heller von der Veranstaltungsagentur Karambolage. Lediglich Musik aus der Konserve ist noch gespielt und Versorgungswagen sind offen gehalten worden. Besucher waren zum diesem Zeitpunkt kaum noch auf dem Marktplatz zu sehen. Die Veranstalter starteten einen Aufruf zum Sandsäcke befüllen, was bereits am Sonnabend und gestern am ehemaligen Gymnasium passierte.

Dabei schien es anfangs gar nicht so schlimm zu werden: Gut besucht waren am Sonnabend der Kinderflohmarkt und Altstadtlauf - zwei völlig neue Programmpunkte. In der Kirchstraße hatten Jungen und Mädchen Bücher und Spielzeug im Angebot. "Wir hatten über 40 Anmeldungen", sagte Organisatorin Claudia Müller. Fürs erste Mal ein Erfolg. Eine Premiere der besonderen Art gab es auch mit dem Stadtfestlauf. Über 30 Kinder sowie acht Teams gingen an den Start. "Es war ein erster Versuch, der gut angenommen wurde. Der Kinderlauf war auf und an der Strecke gut besetzt. Und der Staffellauf für Vereine, Firmen und Institutionen ebenso", freute sich Heller.

Seit 2005 präsentiert das Jugendhaus Poly alljährlich eine Stadtwette zum Stadtfest. Die Aufgabe diesmal: Ein Besucher aus dem Publikum musste ein Begriff an eine Tafel malen und die Teams diesen erraten. Worte wie Fledermaus oder Bremer Stadtmusikanten galt es zu bestimmen. Am besten und schnellsten gelang das dem Team der Firma Kühne - es ging als Gewinner der Stadtwette hervor.

Gut wurde in diesem Jahr auch die offene Bühne angenommen. Zahlreiche Tanzgruppen und Akteure gaben vor dem Publikum ihre Bestes. So beispielsweise die neugegründete Schulband der Mittelschule. Unter der Leitung von Deutsch- und Religionslehrer Udo Schmidtke sangen die Teenager mehrere Songs. "Wir haben noch keinen Namen für unsere Band. Aber bis zum nächsten Auftritt wird sich das ändern", sagte Sängerin Kim Stein. Großen Applaus gab es auch für Sarina Buchkammer. Die Siebenklässlerin begeisterte mit einem Bauchtanz die Zuschauer.

Am Abend dann, wo sich sonst der Marktplatz in eine Party-Oase verwandelt, kam schließlich der große Regen. Kurz nach 21 Uhr begann die Partyband Lars Wegas ihr Programm und gleichzeitig öffnete Petrus seine Schleusen. Eine Stunde ließ er es wie aus Kannen regnen. Viele der Marktbesucher machten sich wieder auf den Nachhauseweg. Nur die Unentwegten hielten es unter den Partyzelten länger aus.

Am Sonntag fand dann noch der ökumenische Gottesdienst unter freiem Himmel statt. Dann kam das Aus für das Stadtfest. Alle weiteren Programmpunkte wurden abgesagt - auch die mit den Stars Olaf Berger und Joey Kelly. Berger habe laut Veranstalter großes Verständnis gezeigt. Als Dresdner wüsste er, was es bedeute, wenn Hochwasser drohe, habe er den Stadtfestmachern mitgeteilt. Er wolle im nächsten Jahr nach Bad Düben kommen - und hoffentlich nicht im Regen stehen.

Das diesjährige Stadtfest dürfte für die Veranstalter mit Einbußen einhergehen. Doch letztlich ist alles unter höhere Gewalt zu verbuchen - für die Wetterkapriolen kann schließlich keiner.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 03.06.2013

Nico Fliegner/Steffen Brost

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