Startseite LVZ
Volltextsuche über das Angebot:

Hochwasser in Sachsen
Google+ Instagram YouTube
Wasser strömt durch defekten Deich in der Nähe von Torgau – 500 Menschen bedroht

Wasser strömt durch defekten Deich in der Nähe von Torgau – 500 Menschen bedroht

In den Hochwassergebieten in Nordsachsen hat sich die Lage in der Nacht zum Samstag weiter verschärft. Nahe Großtreben-Zwethau (Landkreis Nordsachsen) strömte durch einen defekten Deich Wasser landeinwärts.

Voriger Artikel
Hochwasser beschert Bahnreisenden Turbulenzen – Züge ab Leipzig verspätet
Nächster Artikel
Elbe hält Sachsen weiter in Atem – Wasser strömt durch Deich bei Großtreben-Zwethau

Erinnerung an die Flut 2002 werden wach: Damals dichteten Helfer ein Deichstück in Zschernitz bei Torgau mit Sandsäcken ab. (Archivbild)

Quelle: dpa

Dresden. Etwa 500 Menschen wurden deshalb aufgefordert, ihre Häuser zu verlassen, wie ein Sprecher des Landratsamts in Torgau mitteilte. Die Bundeswehr und zahlreiche Fachleute versuchten in der Nacht, den Deich an der Elbe wieder zu verschließen. Der langgestreckte Hochwasserscheitel der Elbe hat Sachsen mittlerweile nahezu passiert und rollte am Freitag gen Sachsen-Anhalt.

Die Situation im Elbtal bleibt nach wie vor ernst. „Sinkende Pegelstände bedeuten keine Entspannung“, sagte Landespolizeipräsident Rainer Kann am Freitag in Dresden. Denn die Wassermassen fließen nur zentimeterweise ab. Nach wie vor stehen Orte und Stadtteile unter Wasser, sind Straßen und Brücken gesperrt und der Bahnverkehr behindert. Die Deiche und Schutzwälle in der Landeshauptstadt seien alle sicher, würden aber weiter überwacht. Die Feuerwehr warnte davor, Grundwasser, das in den Keller eingedrungen ist, ohne Hinzuziehen eines Statikers abzupumpen. Die Statik der Häuser könnte „extrem gefährdet“ sein.

Nach Angaben von Experten erlebt der Freistaat das drittgrößte Elbehochwasser aller Zeiten - nach 1845 und der Flutkatastrophe 2002. Laut Kann waren diesmal 76 Prozent der Gesamtfläche des Freistaates von Katastrophenalarm betroffen. Sachsen rechnet mit Milliardenschäden, aber nicht in der Dimension von 2002. Es habe deutlich längere Vorwarnzeiten und damit eine bessere Vorbereitung gegeben, sagte Wirtschaftsminister Sven Morlok (FDP) mit Blick auf die Unternehmen. In den Hochwasserregionen dürfen die Geschäfte an diesem Sonntag öffnen, unter anderem Dresden macht davon Gebrauch.

Unterdessen droht neues Ungemach. Für das Elbe-Einzugsgebiet in Tschechien sind Niederschläge am Wochenende angekündigt. Das werde die Hochwasserlage an dem Fluss nicht verschärfen, könnte den Ablauf des Wassers aber verzögern, betonten die Hydrologen. Ob es auch in Sachsen Gewitter und Regen gibt, sei nicht sicher. „Es gibt keinen Grund zur Panik.“

dpa

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Hochwasser in der Region
  • Zeitung in Schulen

    Herzlich willkommen bei den Schulprojekten der Leipziger Volkszeitung und ihrer Regionalausgaben. mehr

  • LVZ-Kreuzfahrtmesse
    Infos zur LVZ-Kreuzfahrtmesse

    Willkommen an Bord: Am 22. Oktober 2017 luden LVZ und Vetter Touristik zur 1. Kreuzfahrtmesse ein. Hier gibt es einen Rückblick. mehr

  • LVZ-Fahrradfest 2017
    Logo LVZ-Fahrradfest

    Das 13. LVZ-Fahrradfest lud am 14. Mai 2017 wieder Radler ein, gemeinsam in die Pedalen zu treten. Fotos, Videos und Infos finden Sie in unserem Sp... mehr

  • Schlingel - Familienmagazin
    Schlingel - Das Familienmagazin der LVZ

    Das Familienmagazin der LVZ. Wir richten uns an Eltern und Kinder, die in Leipzig und Umgebung zu Hause sind. Ihnen möchten wir ein nützlicher, unt... mehr

  • Schau! Das Leipziger Museumsportal
    Schau! Das Leipziger Museumsportal

    Alle Informationen zu den Museen in Leipzig, ihren Ausstellungen und Events auf einen Blick im Special der LVZ. mehr