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Hochwasser in Sachsen
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Saale-Hochwasser bedroht Halle: 30.000 sollen Häuser verlassen – Damm überspült

Saale-Hochwasser bedroht Halle: 30.000 sollen Häuser verlassen – Damm überspült

Dramatische Hochwasser-Entwicklung in Halle: Im Norden der Saalestadt kämpfen Rettungskräfte zur Stunde unermüdlich um den Gimritzer Damm, nachdem dieser von den Wassermassen überspült worden war und nun zu brechen droht.

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In Halle stehen bereits Teile der Altstadt unter Wasser.

Quelle: Armin Görtz

Halle/Leipzig. Zwischenzeitlich hieß es sogar, der Wall muss aufgrund der Gefahrensituation aufgegeben werden. Im Fall eines Bruchs der Hochwasserschutzanlage sind etwa 60.000 Menschen im nördlichen und südlichen Teil von Halle-Neustadt bedroht.

Im schlimmsten Fall könnte der Norden der Saalestadt etwa 80 Zentimeter unter Wasser stehen. „Das kann aber niemand prognostizieren“, sagte Oberbürgermeister Bernd Wiegand (parteilos). „Es kann durchaus sein, dass noch etwas kommt“, so Wiegand weiter. Rund 30.000 Menschen wurden bereits aufgefordert, ihre Häuser zu verlassen. Jeder 20., der dort wohnt, sei allerdings krank oder pflegebedürftig und könne sich nicht allein in Sicherheit bringen, sagte Karsten zur Nieden, ärztlicher Leiter des Rettungsdienstes der Stadt.

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Halle/Leipzig. Dramatische Hochwasser-Entwicklung in Halle: In der Saalestadt mussten die Rettungskräfte am Mittwochnachmittag den Gimritzer Damm aufgeben, nachdem dieser von den Wassermassen überspült worden war. Die Lage sei zu gefährlich, hieß es. Im Hochwasserschutzwall, hinter dem die nördliche Neustadt und Teile der Altstadt liegen, haben sich zudem mehrere Sickerstellen gebildet.

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Viele Menschen kamen bei Verwandten und Freunden unter. Notquartiere wurden eingerichtet, darunter eine große Wettkampf-Sporthalle. Menschen aus Pflege- und Altenheimen sollten in anderen Einrichtungen sowie vorübergehend auch in Krankenhäusern untergebracht werden. „Wir gehen davon aus, dass wir alle Bewohner adäquat unterbringen können“, sagte Rettungsdienstleiter zur Nieden.

Die Saale hatte am Mittwochmorgen einen historischen Höchststand erreicht. Am Pegel in Halle-Trotha wurde um 6 Uhr ein Stand von 8,07 Metern gemessen. Das ist der höchste Wert seit etwa 400 Jahren, hieß es aus dem Krisenstab. Normalerweise ist die Saale in der Stadt knapp zwei Meter tief. Häuser, Straßen und Plätze standen in der Altstadt bereits unter Wasser, wichtige Zufahrtsstraßen waren gesperrt. Die Deiche seien auf eine Höhe von 6,40 Meter ausgelegt, hieß es. In Halle leben rund 230 000 Menschen. Für die Stadt und ihr Umland galt Katastrophenalarm. In Halle fließen die Saale und die Weiße Elster, die ebenfalls extremes Hochwasser führt, zusammen.

mpu / dpa

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