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4. Grundschule in Dresden: Im Keller stand das Wasser bis zur Hüfte

4. Grundschule in Dresden: Im Keller stand das Wasser bis zur Hüfte

Vor der Flut im Sommer 2002 zählten Eltern die Lage an der Elbe noch zu den Vorteilen, die die 4. Grundschule „Am Rosengarten“ zu bieten hatte. Das änderte sich schlagartig, als das Grundwasser in jenen Augusttagen hüfthoch im Keller der Plattenbauschule aus dem Jahre 1972 stand.

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Die frühere Schulleiterin Margitta Klapper probiert einen Apfel vom Baum im Innenhof der Schule.

Quelle: Andor Schlegel

Dresden. Dort waren das Französischkabinett, zwei Werkräume, Schulküche und Speiseraum, Schlafräume vom Hort, Schularchiv und Bibliothek untergebracht.

„Kollegen und Eltern haben mit Eimern das Wasser aus dem Keller geschöpft“, erinnert sich die damalige Schulleiterin Margitta Klapper. Später hätten 20 Soldaten der Bundeswehr geholfen, die Möbel hochzutragen und den nassen Fußbodenbelag herauszureißen. Die Klassenbücher seien auf dem Schulhof getrocknet worden. Doch mit Ausnahme der Plastestühle aus dem Speiseraum war alles futsch – Holztische und Stühle, Liegen, Computer, Fernseher, Werkmaterialien und Hunderte von Büchern aus der Schulbibliothek.

Und der Unterricht musste auch erst einmal ausfallen. Die Grundschule „Am Rosengarten“ gehörte zu den 21 Dresdner Schulen, denen das Hochwasser besonders schlimm zugesetzt hatte. Am 26. August, zehn Tage, nachdem die Elbe mit 9,40 Metern den Höchststand erreicht hatte, ging die Schule wieder los. Weitaus länger brauchte es, um den Keller trockenzulegen. „Am 31. Oktober waren immer noch Trockner erforderlich“, hatte Margitta Klapper damals schriftlich festgehalten.

Wesentlich früher trafen die ersten Spenden ein: „Schon am 23. August hatte jemand 200 Euro überwiesen“, berichtet die ehemalige Schulleiterin. Am 16. September habe der Spendenstand dann schon 7485 Euro betragen, Mitte Mai 2003 seien es 73 468 Euro gewesen. „Davon haben wir neues Mobiliar, darunter Schränke, Regale und Garderoben für die 1. und 2. Klassen, aber auch neue Computer gekauft“, so Klapper. Die Hilfsbereitschaft damals sei überwältigend gewesen.

Kat.

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