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Katholikentag 100. Katholikentag: Veranstalter suchen 4000 Privatunterkünfte in Leipzig - City-Büro eröffnet
Thema Specials Katholikentag
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14:57 10.11.2014
City-Büro: In der Nikolaistraße 27-29 wird bis 2016 der 100. Deutsche Katholikentag Leipzig vorbereitet. Quelle: Evelyn ter Vehn
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Leipzig

Schon im Vorfeld sollen in der Katholiken-Diaspora Leipzig mit kleineren Veranstaltungen die Bürger ins Boot geholt werden, hieß es bei der Eröffnung. Die Geschäftsstelle selbst ist aber eher nüchterne Arbeitseinheit statt Ort der Begegnung.

Wenig weist im Geschäftshaus Nikolaistraße 27 darauf hin, dass dort große Dinge vorbereitet werden. Ein provisorisches Schild auf dem Gehweg lenkt den Weg in die Toreinfahrt, am Klingelschild erfährt der Besucher: Die Geschäftsstelle logiert in der 4. Etage. Ein paar Schreibtische, ein paar Computer, die ersten Mitarbeiter, so soll es losgehen.

Protest gegen Kirchentags-Finanzierung

- Kirche sucht Dialog

„Wir müssen uns darauf einstellen, dass wir in Leipzig nicht alles so machen können wie immer“, sagt Katholikentags-Geschäftsführer Martin Stauch. In der Stadt, in der nur rund 4,5 Prozent der Bevölkerung katholischen Glaubens sind, gab es bereits eine harte Diskussion um die eine Million Euro, die die Stadt zur Finanzierung beisteuert. Während der Stadtrat letztlich zustimme, initiierte die Piratenpartei ein Bürgerbegehren dagegen.

Dialog gerade auch mit den nicht konfessionell gebundenen Leipzigern sei gefragt, so Andreas Kutschke, Generalvikar des Bistums Dresden-Meißen. „Es ist uns ganz wichtig, die Bevölkerung in Leipzig zu gewinnen“, betont auch Stefan Vesper, Generalsekretär des Zentralkomitees der Katholiken. In den kommenden beiden Jahren will der Katholikentag deshalb bereits mit kleineren Veranstaltungen in der Stadt in Erscheinung treten.

9000 Quartiere in Schulen – 4000 private Unterkünfte

Das große Rad wird für das Jubiläumsevent gedreht. Der 100. Katholikentag plant rund 1000 Veranstaltungen für die Zeit vom 25. bis 29. Mai 2016. Dafür muss die Leipziger Stabsstelle 90 Veranstaltungsorte mit insgesamt rund 300 Räumen finden. Darunter ein Pressezentrum, das für 1000 Journalisten ausgelegt ist. 9000 Quartiere, zum Beispiel in Schulen, werden für die Besucher aus ganz Deutschland gebraucht. Zusätzlich sollen 4000 private Unterkünfte angeworben werden, erklärt Katholikentags-Geschäftsführer Martin Stauch.

Noch kämpfen die Neuankömmlinge in Leipzig mit Halbinformationen, bedauerten zum Beispiel am Montag, dass ja in der Messestadt private Unterkünfte traditionell wohl nur gegen Geld zur Verfügung gestellt würden. Und nehmen erfreut zur Kenntnis, dass das Geschichte ist. Schließlich haben nationale Ereignisse wie das Deutsche Turnfest 2002 oder das Deutsche Evangelische Chorfest 2014 ebenfalls davon profitiert, dass die Leipziger Gastfreundschaft übten.

Das Gemeinsame wird in Leipzig jedenfalls im Vordergrund stehen: „Seht, da ist der Mensch“, unter diesem Leitwort sollen sich in zwei Jahren in Leipzig alle versammeln. In Leipzig – Kernland der lutherischen Reformation - gehen die Veranstalter auch davon aus, dass mehr als die üblichen zehn Prozent der Teilnehmer Protestanten sind. „Es muss hier einen starken ökumenischen Akzent geben“, so Vesper. Und bisher sei es so gewesen: „Wo der Katholikentag war, haben die Menschen hinterher gesagt: Das war eine tolle Sache. Das wollen wir auch in Leipzig erreichen.“

Rund 2000 freiwillige Helfer aus ganz Deutschland werden an der Planung und 2016 auch an der  Durchführung beteiligt sein. Interessierte können sich unter info@katholikentag.de melden.

Evelyn ter Vehn

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