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ZdK-Vizepräsidentin: „Frauen sind an vielen Stellen ausgeschlossen“

100. Katholikentag in Leipzig ZdK-Vizepräsidentin: „Frauen sind an vielen Stellen ausgeschlossen“

„Frauen sind in unserer Kirche nicht nur benachteiligt, sondern an vielen Stellen nach wie vor grundsätzlich ausgeschlossen. Sie haben keine Chance zur gleichberechtigten Teilhabe“, beklagt die Vizepräsidentin des Zentralkomitees der deutschen Katholiken (ZdK).

Teilnehmer des Auftaktgottesdienstes am Mittwochabend in Leipzig.

Quelle: dpa

Leipzig. Claudia Lücking-Michel nimmt kein Blatt vor den Mund: „Frauen sind in unserer Kirche nicht nur benachteiligt, sondern an vielen Stellen nach wie vor grundsätzlich ausgeschlossen. Sie haben keine Chance zur gleichberechtigten Teilhabe“, beklagt die CDU-Bundestagsabgeordnete und Vizepräsidentin des Zentralkomitees der deutschen Katholiken (ZdK) auf www.100tage100menschen.de, der Storytelling-Website des 100. Deutschen Katholikentags. Für die Zukunft der Kirche aber sei die Frauenfrage entscheidend: „Wir werden die Frohe Botschaft nicht wirklich erfolgreich und überzeugend ins nächste Jahrzehnt transportieren können, wenn wir die Frauen weiterhin so behandeln“, sagt die 54-Jährige.

Lücking-Michel freut sich, dass Papst Franziskus nun die Tür zur Diakonenweihe für Frauen aufgestoßen hat. Allzu lange aber sollte sich die römisch-katholische Kirche nicht mit theologischen Untersuchungen aufhalten, rät sie. „Wir haben bereits Regalbretter voller theologischer Abhandlungen zu diesem Thema, jetzt sind auch bald Entscheidungen nötig. Entscheidungen, die zeigen, dass man ernsthaft an der Gleichstellung von Frauen interessiert ist.“

Auch sonst sieht Lücking-Michel die Kirche am Scheideweg. „Papst Franziskus ist absolut stark in großen Zeichen. Er muss jetzt aber auch manche Sachen strukturell und verbindlich regeln.“ Es sei zwar grundsätzlich positiv, dass der Pontifex in Rom den Ortskirchen mehr Freiraum gewährt. „Doch dieser Ball wird noch nicht richtig aufgegriffen“, findet die Politikerin. Viele Bischöfe stünden einfach da und trauten sich nicht, „durch diese jahrzehntelang verschlossene Tür zu treten und in die unbekannte Welt da draußen zu gehen“.

Mit Blick auf die Tage von Leipzig ist die ZdK-Vizepräsidentin voller Vorfreude. „Ich bin ein Fan von Katholikentagen.“ Noch dazu habe sie die Delegation, die seinerzeit in der Vollversammlung des Zentralkomitees die Messestadt als Ort für das Jubiläums-Treffen vorstellte, gleich begeistert. Katholikentage seien „eine wunderbare Gelegenheit“, das, „was Katholiken zur Gestaltung unserer Welt und Gesellschaft beizutragen haben, zu zeigen, auszuhandeln, zu diskutieren und abzuwägen“, sagt die Diplom-Theologin aus Bonn.

dom

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