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Blog 12.07.2018: Ist das schon Doping?
Thema Specials Lauf geht's! - In sechs Monaten zum Halbmarathon Blog 12.07.2018: Ist das schon Doping?
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16:38 12.07.2018
Im Test: diese Energiebällchen. Quelle: Anne Sturm

Heike aus der Forschungsgruppe Dr. Feil hatte es mir schon vor Wochen ans Herz gelegt: „Anne“, sagte sie. „Probier doch bitte mal zeitnah den Gelchip aus dem Starterpaket. Jetzt wo es auf die langen Läufe geht, macht es Sinn, den Chip einfach mal zu testen. Besser Du weißt jetzt schon mal wie es ist, als wenn Du erst damit anfängst, wenn Du wirklich mal einen brauchst.“ Bisher hatte ich mich solchem Hokuspokus ja immer verwehrt. Auch während des Laufens zu trinken, hatte ich bisher nie versucht oder gebraucht. Bisher bin ich aber noch nie 90 Minuten am Stück gelaufen. Und da ich mich mittlerweile gut mit den Trinkpausen arrangiert habe, war es am Dienstag Zeit für den nächsten Test.

Nach einer Stunde rechts und links entlang des Elsterflutbeckens (Danke Trainer für die größere Runde!!!) fischte ich also das rote knisternde Päckchen aus meiner Bauchtasche und riss es auf. Mit einem beherzten Biss teilte ich den „Marshmallow“ in zwei Hälften und verstaute jede wie ein kleiner Hamster in meinem Mund. Gut, dass ich mich jetzt nicht angucken musste, denn ich fühlte mich wie ein Streifenhörnchen. 

Sprechen ging jetzt nur noch semi-gut. Aber darum ging es ja auch gar nicht.

Ich will mich jetzt gar nicht darüber auslassen, welche chemischen Prozesse in meinem Körper angeschoben wurden, weil ich davon wirklich nichts verstehe. Nur so viel: Es dauerte ein paar Minuten bis sich der Gelchip im Mund auflöste. Er schmeckte sehr süß – aber nicht so, dass man gleich furchtbaren Durst bekommt. Hat er neue Energie gebracht? Bestimmt! Hat er den Turbo gezündet? Naja. Sagen wir mal so: Ich habe die letzte halbe Stunde locker geschafft und – zumindest bei den letzten drei –  Steigerungsläufen noch mal Gas gegeben. Der Marshmallow hat mir also zumindest nicht geschadet. 


Auf jeden Fall taten mir am Abend und auch am nächsten Tag noch ordentlich die Beine und Füße weh. Trotz des Ackerschachtelhalm-Konzentrats, das seit gut zehn Wochen zu meiner Morgenroutine gehört. Die hohen Schuhe mussten also – wie so oft in letzter Zeit – im Schrank bleiben.

Und was mache ich jetzt mit den Gelchips? Auf den langen Läufen hab ich jetzt immer einen in der Tasche. Für den Fall der Fälle. Sicher ist sicher.

Wer schreibt hier?

Anne Sturm, Jahrgang 1973, wohnt in Leipzig und ist hier schon viel rumgelaufen: durch den Auenwald, um die Rennbahn, zum Wildpark, quer durchs Rosental – allerdings noch nie mehr als 10 Kilometer am Stück. Mit „Lauf geht’s!“ will auch die Projektleiterin der LVZ im Oktober beim Leipziger Halbmarathon an den Start gehen. Sie erreichen die Autorin unter a.sturm@lvz.de. Außerdem berichtet sie via Twitter und bei Instagram über die Aktion "Lauf geht's!".

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