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Blog 16.05.2018: Mein Herz schlägt schneller als Deins
Thema Specials Lauf geht's! - In sechs Monaten zum Halbmarathon Blog 16.05.2018: Mein Herz schlägt schneller als Deins
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11:41 23.05.2018
Petrus liebt „Lauf geht’s!“ Beim dienstäglichen Gruppentraining gab es bisher allerbeste Bedingungen. Quelle: Anne Sturm
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Klaudia stürzte auf dem Weg zum Training mit dem Rad, Trainer Micha ereilte kurz zuvor das gleiche Schicksal. Zwei Teilnehmer (männlich) nahmen die Steigerungsläufe ein bisschen zu ernst und laborieren jetzt beide an einem Muskelfaserriss. Eine Teilnehmerin fiel bei der Erwärmung so unglücklich, dass sie ihren Oberschenkelhalsbruch mittlerweile in der Reha auskuriert. Ich weiß von zwei dicken Knien und einer Meniskusverletzung (Nicht die von Headcoach Jörg, die war angemeldet.), einige Teilnehmer(innen) haben Rücken. Nach fünf Wochen Training zwickt an allen Ecken und Enden.

Und auch ich musste jetzt Dr. Feil zu Rate ziehen: Ich laufe seit mindestens 15 Jahren. Nie schnell, aber meistens mit großem Spaß. Auf meinen Puls habe ich nie geachtet, weil ich mich immer entspannt beim Laufen unterhalten konnte. Beim vorletzten Training war ich dann mal wieder mit Pulsuhr unterwegs. Da ich meiner alten nicht mehr getraut habe, ließ ich mir vom Headcoach Jörg zusätzlich was Hochmodernes geben. Hätte ich mir allerdings sparen können. Beide zeigte das gleiche an. Ich bin ein Hochpulser.


Schon beim Schuhebinden erreiche ich einen Puls von 130. Während des halbstündigen Walkings (Ich war mit mit Heike Drechsler und der Latte-Macchiato-Gruppe unterwegs.) bin ich konstant auf 160, während meine Mitstreiterinnen  mit  120/130 unterwegs sind. Das Komische aber ist: Ich merke davon überhaupt nichts. Ich kann ganz normal plaudern, bin nicht außer Atem, schwitze nicht. Bei den anschließenden 4 mal 5 Minuten Laufen bin ich sofort auf 180. Aber auch das empfinde ich überhaupt nicht als anstrengend, wir plaudern locker weiter. Die Trainer runzeln die Stirn.

Gestern traf ich mit Susann auf eine Verbündete. Wir machten es uns zu dritt ganz am Ende des Feldes gemütlich und plauderten während des 50-minütigen Dauerlaufs über dieses und jenes. Susann und ich mit einem sehr konstanten 180er Puls, der unserer Mitstreiterin lag bei entspannten 150.

Dennoch war ich verunsichert und schrieb Dr. Feil. Seine Antwort: Es gibt Menschen, die sehr hochpulsig laufen. Es ist erst einmal richtig, darauf zu achten, dass man sich beim Laufen immer noch gut unterhalten kann. Das ist ein Zeichen, dass es einem dabei gut geht. Mein letztes (und einziges) Belastungs-EKG liegt allerdings schon mehr als 10 Jahre zurück. "Da verändert sich sehr viel, vor allem wenn man regelmäßig auch längere Strecken läuft. Deshalb  empfehle ich, gerade jetzt für den Trainingsaufbau, nochmal einen Belastungstest mit Maximalpulsbestimmung zu machen", so der Experte. Dann könne ich bedenkenlos auch nach den vorgegebenen Trainingspulswerten im Buch trainieren und meine Fitness weiter gezielt steigern.

Ich kümmere mich dann also mal um einen Termin.

Wer schreibt hier?

Anne Sturm, Jahrgang 1973, wohnt in Leipzig und ist hier schon viel rumgelaufen: durch den Auenwald, um die Rennbahn, zum Wildpark, quer durchs Rosental – allerdings noch nie mehr als 10 Kilometer am Stück. Mit „Lauf geht’s!“ will auch die Projektleiterin der LVZ im Oktober beim Leipziger Halbmarathon an den Start gehen. Sie erreichen die Autorin unter a.sturm@lvz.de. Außerdem berichtet sie via Twitter und bei Instagram über die Aktion "Lauf geht's!".

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