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Die LVZ berichtet „Lauf geht’s!“ – mit der LVZ den Halbmarathon in Leipzig geschafft
Thema Specials Lauf geht's! - In sechs Monaten zum Halbmarathon Die LVZ berichtet „Lauf geht’s!“ – mit der LVZ den Halbmarathon in Leipzig geschafft
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20:48 14.10.2018
Die LVZ-Aktion „Lauf geht’s“ begleitete laufbegeisterte Leipziger sechs Monate lang auf dem Weg zum Halbmarathon: Jubel herrschte beim Finale am Sonntag. Quelle: Fotos : André Kempner
Leipzig

Runter von der Couch und rein in die Laufschuhe – so lautete das Motto der LVZ-Aktion „Lauf geht’s“, die Sonntag beim Leipziger Halbmarathon gemeinsam mit Partnern zu einem erfolgreichen Abschluss gebracht werden konnte. Die letzte und entscheidende Etappe einer sechs Monate langen und schweißtreibenden Zeit führte die 160 Lauf-geht’s-Finisher vom Völkerschlachtdenkmal über Liebertwolkwitz und Auenhain bis zum Markkleeberger See – bei Sonnenschein, blauem Himmel und Windstille.

Impressionen vom Leipziger Halbmarathon 2018: Mehr als 2000 Starter nahmen den Lauf rund um das Völkerschlachtdenkmal in Angriff.

Mit Chefcoach Jörg Matthé und den LVZ-Lauftrainern starten alle mit morgendlichen Lockerungsübungen vorm Völkerschlachtdenkmal. Die Aufforderung, die Hüften kreisen zu lassen, erwidert der 68-jährige Christian Hennig ganz trocken: „Früher war’s der Bauch.“ Punkt 10 Uhr fällt für alle der Startschuss für die 21 Kilometer lange Strecke, die nur die wenigsten Lauf-geht’s-Teilnehmer schon einmal absolviert haben. Viele sind bis absolute Neulinge, hatten so gut wie nichts mit dem Laufen am Hut oder liefen nur als Zeitvertreib mal die eine oder andere Runde im Park.

Hopfenlimo zur Belohnung

„In meiner Schulzeit bin ich die 60 und 100 Meter gelaufen. Später konnte ich nicht mehr vom Auto ins Haus laufen“, plaudert Heidemarie Hennig nach ihrem fantastischen Lauf in 2:38 Stunden. Gemeinsam mit ihrem Ehemann hat sich die ehemalige Bau-Ingenieurin im März bei der Aktion angemeldet und drei Mal wöchentlich trainiert. „Ohne Mona Reißberg hätte ich es heute nicht geschafft“, gesteht die 64-Jährige nach der großen Herausforderung. „Bei Kilometer 15 setzte der Wadenkrampf ein, und bei 18 war es einfach nur eklig.“ Als Dankeschön hat sie der 25-Jährigen einen Talisman genäht – für sie auch eine gute Ablenkung vorm Halbmarathon, mal den Kopf frei zu bekommen. Schon wenige Minuten nach Zieleinlauf spricht Heidemarie schon vom Weiterlaufen – allerdings nicht mehr so oft wie im letzten halben Jahr. Ihr Mann belohnt sich nach 2:27:30 Stunden mit einer kühlen Hopfenlimonade – sein Zugpferd hieß Olaf Reißberg, ohne den er die letzten Meter gegangen wäre. Und auch Mutter Chris ist beim Halbmarathon dabei – sie gehört zum engagierten LVZ-Trainerteam, das den Teilnehmer beim Training im Scheibenholz zur Seite stand und mit guten Ratschlägen versorgte.

Gemeinschaftserlebnis überzeugt

Für die meisten Lauf-geht’s-Teilnehmer ist das Gemeinschaftserlebnis ein entscheidendes Kriterium gewesen, bei der Aktion mitzumachen. Das allererste gemeinsame Lauftraining fand übrigens im April statt – viele schnürten sich zum allerersten Male die Laufschuhe, um sich auf den Weg zu machen. Bis auf ein Mal schien den Laufbegeisterten immer die Sonne beim Training, mussten Hitzeschlachten geschlagen werden.

Nur kleinere Blessuren

So kommen auch die meisten mit dem Halbmarathon-Wetter mit mehr als 20 Grad ganz gut zurecht. Durchhalten und ankommen ist auch das Ziel von Jinan Rashid – für sie bleibt die Uhr bei 3:08 Stunden stehen. „Eine schöne, abwechslungsreiche Strecke“, erzählt die 48-Jährige beim gemütlichen Auslaufen. Und auch das Rentner-Ehepaar Wrba aus Rötha, die als Staffelteam unterwegs sind, strahlt am Ende um die Wette. Benjamin Kujat, Assistenzarzt für Orthopädie und Unfallchirurgie im Waldkrankenhaus Bad Düben, muss seinen Erste-Hilfe-Koffer nur wegen kleiner Blessuren öffnen.

Medaillen und Völkerbrot für alle

Die160 Finisher lassen sich bei strahlendem Sonnenschein von den tanzenden Cheerleaderinnen der L.E. Dancers und dem unermüdlich motivierenden Moderatorenteam Roman Knoblauch und Martin Lobst ins Ziel tragen. Mit Medaille und Völkerbrot fallen alle Läufer ihren Angehörigen und Fans in die Arme. „Nie im Leben hätte ich das für möglich gehalten“, strahlt am Ende auch Evelyn Reif (49), die ihren Lauf mit einer Zeit von 3:29 Stunden beendet.

Sieger kommt aus Berlin

Bei den Männern hat der Berliner Läufer Khalil Aljasem mit einer Zeit von 1:13:41 gewonnen. Schnellste Frau war mit einer Zeit von 1:24:20 die erst 17-jährige Jana Beyer.

Von Regina Katzer (Texte) und André Kempner (Fotos)

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