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Die LVZ berichtet „Schmerz ist ein Warnsignal“ – MediClin hilft Teilnehmerin mit dickem Knie
Thema Specials Lauf geht's! - In sechs Monaten zum Halbmarathon Die LVZ berichtet „Schmerz ist ein Warnsignal“ – MediClin hilft Teilnehmerin mit dickem Knie
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15:07 27.04.2018
Andrea Bucher wird mit dickem Knie von Arzt Carsten Schmücking im Medizinischen Versorgungszentrum MediClin behandelt. Quelle: André Kempner
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Leipzig

„Da habe ich mich schon endlich aufgerafft, um loszulegen und dann so etwas.“ Andrea Bucher sitzt im Behandlungszimmer von Carsten Schmücking. Der Facharzt für Orthopädie und Unfallchirurgie am MediClin MVZ Leipzig untersucht die 61-jährige Markkleebergerin. Sie ist eine von über 200 Teilnehmern der „Lauf geht’s!“-Aktion. Kaum ins Training gestartet, bekam sie es schon mit den ersten Schmerzen zu tun. Immer beim Laufen, immer im Knie. Der Klassiker im Laufsport. Weil Andrea Bucher das Training aber nicht einfach an den Nagel hängen wollte, wandte sie sich an das MediClin MVZ in Leipzig. Innerhalb kürzester Zeit bekam sie einen Termin.

Kniebandage gegen den Schmerz

Carsten Schmücking untersuchte die „Lauf geht’s!“-Teilnehmerin, machte eine ausführliche Anamnese mit ihr und ließ das Knie röntgen. „Schmerzen sollte man ernst nehmen und beobachten“, sagt der Facharzt. Sind die Schmerzen so schlimm, dass Schmerzmittel eingenommen werden müssen, um zu trainieren, ist es höchste Zeit für den Gang zum Arzt. Ein bisschen Schmerz und Durchhaltevermögen gehört aber dazu, sagt Schmücking. „Gerade diejenigen, die lange keinen Sport getrieben haben, nehmen schnell körperliche Schmerzen wahr.“ Umso wichtiger, dass sorgfältig der Körper vor jedem Training gedehnt und erwärmt wird. Der Körper muss sich schließlich an die veränderte Bewegung gewöhnen.

Gute Nachrichten: Im Fall von Andrea Bucher kann das Training trotz Schmerzen im Knie weitergehen. „Ein moderates Lauftraining, in ihrem Fall walken statt laufen, ist sogar empfehlenswert“, so der Facharzt weiter. Dass das der richtige Weg ist, bemerkte Andrea Bucher selbst auch schon. Denn trotz ihrer Schmerzen raffte sie sich weiterhin auf und hielt am Trainingsplan fest. „Beim Walken nahmen die Schmerzen sogar ab“, sagt die 61-Jährige. Das sei typisch für solche Art von Schmerzen.

Carsten Schmücking verordnete seiner Patientin Physiotherapie und eine Kniegelenksbandage, die sie während ihrer Trainingseinheiten tragen soll. „Als die Schmerzen kamen war ich frustriert und genervt. Jetzt, wo ich weiß, dass ich weiter trainieren kann, bin ich sehr erleichtert“, erklärt Andrea Bucher. Denn Aufgeben kommt für sie nicht in Frage. Ihr war nur wichtig, zu wissen, woran sie ist. Der Meinung ist auch Carsten Schmücking. „Im Zweifel lieber abklären, nur so kann richtig reagiert werden.“

Austausch über Beschwerden

Der Facharzt für Orthopädie und Unfallchirurgie rät allen anderen Teilnehmern bewusst auf den eigenen Körper zu hören und Schmerzen als Warnsignal wahrzunehmen. Bei Unsicherheiten sollte sich immer an einen Arzt gewandt werden. „Aber auch der Austausch der Teilnehmer untereinander ist wichtig. So lassen sich die eigenen Beschwerden besser einordnen.“

Andrea Bucher ist nicht die einzige „Lauf geht’s!“-Teilnehmerin, die den Weg zu MediClin gefunden hat. Und sie bereut den Gang zum Arzt nicht. „Jetzt kann ich mir sicher sein, dass ich weitertrainieren darf. Wenn auch etwas langsamer.“

Von Stephanie Helm

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