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Legida Großes Polizeiaufgebot und leere Plätze am Montagabend - Keine Zusammenstöße
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Legida und Proteste
23:09 19.01.2015
Quelle: dpa
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Dresden

Es sei nicht auszuschließen, dass Teilnehmer trotzdem oder aus Unwissenheit anreisen.

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Polizeiaufgebot nach Demoverbot am 19. Januar

Wegen einer Terrordrohung von Islamisten gegen die „Patriotischen Europäer gegen die Islamisierung des Abendlandes“ (Pegida) waren am Sonntag alle Versammlungen unter freiem Himmel für Montag verboten worden. Zuvor hatte Pegida selbst die allwöchentliche Kundgebung abgesagt.

Gegen 18.30 Uhr waren alle bekannten Plätze wie Theaterplatz, Lingnerallee und Postplatz fast menschenleer, die Polizei sicherte alles ab. Kleinere Grüppchen von Menschen standen am Rande der Plätze, ob sie mögliche Demo-Teilnehmer sind, war nicht nicht erkennbar.

"Wir sind am Montagabend mit einem großen Aufgebot in der gesamten Innenstadt unterwegs, um das geltende Demonstrationsverbot durchzusetzen", so Polizeisprecher Marko Laske. Gerade auf den Altmarkt, Theaterplatz und Postplatze habe man ein besonderes Auge. Die Beamten seien angehalten, Kleingruppen, die eventuelle Demo-Teilnehmer sein könnten nach Hause zu schicken, so Laske auf Anfrage von DNN-Online.

Das Bündnis Dresden-Nazifrei schreibt auf seiner Twitterseite von mehreren Kleingruppen von 20-25 Personen, die am Altmarkt, Theater- und Postplatz gesichtet wurden. Eine Gruppe sei von der Polizei am Altmarkt aufgehalten wurden. Auch vor der Hofkirche umstellten Einsatzkräfte mehrere mutmaßliche Demonstranten, die nach Augenzeugenberichten der Hooligan-Szene zugerechnet werden können. Wie das Bündnis weiter mitteilte, sollen etwa 250 bis 350 Menschen aus dem Spektrum der Pegida-Anhänger unterwegs gewesen sein. Deren vereinzelte "Spaziergänge" wurden bisweilen vom Hupen mehrerer Autofahrer begleitet.

Die Dresdner Polizei war am Abend für eine Stellungnahme nicht zu erreichen. In einer Mitteilung hieß es jedoch, am Theaterplatz hätten sich mehrere Gruppen von "Schaulustigen" eingefunden. Diese seien auf die Allgemeinverfügung zum Versammlungsverbot hingewiesen worden und sollten sich zerstreuen. "Die Angesprochenen kamen den Weisungen der Beamten teilwese zögerlich, letztlich aber doch nach." Insgesamt waren 1653 Beamte der sächsischen und hessischen Polizei sowie der Bundespolizei im Einsatz.

dpa/DNN/joka

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