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Legida und Proteste
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Legida läuft durch Leipzig – massiver Protest in der Innenstadt

Nach acht Monaten Legida läuft durch Leipzig – massiver Protest in der Innenstadt

Sitzblockaden, lautstarke Proteste, geänderte Route: Bei dem ersten Legida-Aufmarsch nach achtmonatiger Pause schlug dem rechten Bündnis massiver Gegenwind entgegen. Mehr als 2000 Menschen waren auf den Beinen.

Am Donnerstag ist Legida durch Leipzig gelaufen. Dem rechten Bündnis schlug massiver Gegenwind entgegen, es gab mehrere Blockaden.

Quelle: Dirk Knofe

Leipzig. Bei der ersten Legida-Demonstration nach acht Monaten haben sich dem rechten Bündnis hunderte Gegendemonstranten in den Weg gestellt. Die Polizei musste eine Sitzblockade an der Hartkortstraße nahe dem Neuen Rathaus räumen. Zudem versperrten Demonstranten an der Propsteikirche, der Windmühlenstraße und dem Peterssteinweg den Rechtspopulisten den Weg.

Legida musste auf eine verkürzte Route ausweichen – eine geplante Kundgebung an der Polizeidirektion wurde abgesagt. Bei Reden am Neuen Rathaus und der Leipziger Volkszeitung wurde unter anderem zur Wahl der AfD aufgerufen und „Merkel muss weg“ skandiert.

Nach langer Pause marschiert Legida am Donnerstag wieder durch Leipzig. An der Strecke protestieren hunderte Demonstranten gegen die Rechtspopulisten.

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Laut der Forschungsgruppe Durchgezählt beteiligten sich zwischen 250 und 300 Menschen an den Legida-Protesten. Die Gegendemonstranten mobilisierten Augenzeugen zufolge etwa 2000 Teilnehmer. Nach Angaben der Polizei war es am späten Abend noch zu früh für ein abschließendes Fazit. Es sei aber deutlich, dass es mehr Störungen gegeben habe als bei vergangenen Demonstrationen, sagte eine Sprecherin zu LVZ.de am Abend.

Linken-Politikerin Juliane Nagel lobte das Engagement der Leipziger. „Das war ein starkes Zeichen gegen Legida, aber auch gegen rechte Hetze und Hass“, sagte die Landtagsabgeordnete am Abend. Sie kritisierte allerdings den Polizeieinsatz. Mehrere Hundertschaften waren im Einsatz gewesen, trennten beide Lager.

Als der Demonstrationszug den Peterssteinweg erreichte, ertönte vom Verlagshaus über Lautsprecher die „Ode an die Freude“ aus Beethovens 9. Sinfonie, Textzeile „ … alle Menschen werden Brüder …“. LVZ-Chefredakteur Jan Emendörfer sagte dazu: „Wir wollten damit ein Zeichen setzen gegen Hass und Gewalt und für ein friedliches Miteinander in unserer Stadt.“

Der Abend zum Nachlesen im Live-Ticker

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