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Legida Legida will Montag wieder auf den Augstusplatz – Kooperationsgespräche beginnen
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Legida und Proteste
16:39 11.02.2015
Abzug der Legida-Anhänger durch die Innenstadt am 9. Februar. Quelle: LVZOnline .
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Leipzig

Der Behörde liegen außerdem bereits drei Anmeldungen für Gegenveranstaltungen vor.

Legida will seine Sympathisanten wieder von 18.30 bis 20.30 Uhr auf dem Augustusplatz sammeln, teilte die Stadt mit. Das fremden- und islamfeindliche Bündnis geht noch immer von Teilnehmerzahlen zwischen 5000 und 10.000 Menschen aus. Zum dritten sogenannten „Abendspaziergang“ Ende Januar kamen 1500 Legidisten.

Der Ring ist nach wie vor durch den Aufzug „Willkommen in Leipzig – eine weltoffene Stadt der Vielfalt“ belegt. Zwischen 18 und 20 Uhr sollen rund 1000 Teilnehmer vom Nikolaikirchhof über den Ring ziehen. Davor lädt das Bündnis 8. Mai ab 15.30 Uhr zur Kundgebung auf den Nikolaikirchhof.

Ausdauer zeigt auch „Legida – Das Original“. Die Satire-Veranstaltung von „Die Partei“ will zwischen 18 und 19 Uhr unter dem Motto „Leipziger Ethanolfreunde gegen die Illegalisierung des Alkohols“ auf dem Augustusplatz für Trinkfestigkeit werben.

Kooperationsgespräche und Gefahrenprognose

Am Donnerstag beginnen in der Versammlungsbehörde erneut die Kooperationsgespräche mit den Veranstaltungsanmeldern. Erst danach könnten belastbare Aussagen zu Versammlungsorten und Aufzugsrouten am 16. Februar gemacht werden, so das Ordnungsamt. Von der Gefahrenprognose der Polizei seien die Auflagen abhängig, die die Stadt gegebenenfalls erteilt.

Am vergangenen Montag hatte die Stadt den Aufzug von Legida wegen polizeilichen Notstands untersagt. Trotzdem versuchten kleinere Gruppen, zum Augustusplatz zu gelangen. „Eure Spontandemo wurde und wird von uns nicht befürwortet“, heißt es jetzt auf der Legida-Facebookseite. Gleichzeitig bietet das Bündnis aber anwaltliche Unterstützung an: Die Polizei hielt von 141 Teilnehmern des illegalen Aufmarsches die Personalien fest. Ihnen drohen Bußgelder von bis zu 500 Euro.

Auf allen Seiten macht sich in Leipzig offenbar langsam Demonstrationsmüdigkeit breit. Am vergangenen Montag gab es erstmals seit Beginn der NoLegida-Bewegung wieder freie Plätze zum Friedensgebet in der Nikolaikirche. Zu den Legida-Gegenveranstaltungen kamen laut Augenzeugen mehrere hundert Menschen.

 

lyn

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